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Wird BlackBerry das nächste Apple?

BlackBerrys Priv. Quelle: The Motley Fool

BlackBerrys (WKN:A1W2YK) Absturz war spektakulär. Bis 2010 kontrollierte das Unternehmen bis zu 20 % des weltweiten Smartphone-Markts. Heute sind davon noch ganze 1 % geblieben. Dementsprechend sieht die Finanzsituation aus. Die Umsätze liegen bei unter 1 Milliarde USD jährlich, früher waren es bis zu 6 Milliarden USD im Jahr. Die Marktbewertung, die einst bei 78 Milliarden USD lag, ist heute bei 4 Milliarden USD angekommen.

Auch wenn einige über ein Comeback sprechen, glauben doch nur wenige daran, dass das Unternehmen seine starke Position von ehedem zurückerobern kann. Man geht davon aus, dass es einfach unmöglich ist… ist es aber nicht.

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Die Blaupause für Erfolg

Im Jahr 1997 stand Apple (WKN:865985) kurz vor dem Bankrott. Im Jahr darauf konnte man einen Profit von 300 Millionen USD erwirtschaften. Wie? Man war in der Lage, sich einzugestehen, dass die eigenen Produkte sich radikal würden ändern müssen.

Damals sagte Steve Jobs: „Wisst ihr was hier nicht stimmt? Die Produkte. Die sind nämlich schlecht.“ Danach brachte man den iMac auf den Markt, später iPods, iPhones, iPads. Und heute ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt.

Kann das auch BlackBerry passieren? Gar nicht so unwahrscheinlich

Letzten Monat hat BlackBerry sein innovativstes Produkt seit Jahren auf den Markt geworfen – das BlackBerry Priv. Dieses neue Smartphone löst alle Probleme, die zum Kollaps der Marke beigetragen haben: zu wenige Apps, unschöne Benutzeroberfläche, uralte Hardware. BlackBerry könnte damit ihr ureigenes iPhone erschaffen haben.

BlackBerrys CEO John Chen sagte, dass man 5 Millionen Geräte verkaufen müsse, um im Smartphone-Segment aktiv zu bleiben. Wenn die begeisterten Kundenrezensionen ein Zeichen sein sollten, dann könnte das dem Unternehmen durchaus gelingen. Android Central nannte es überschwänglich „ein verdammt gutes Android-Smartphone“. Und die einflussreiche Tech-Website The Verge sagte: „BlackBerry hat keine halben Sachen gemacht, stattdessen ein Gerät erschaffen, das vor guten Ideen nur so strotzt und auf Hard- wie auf Softwareseite ordentlich ist.“

Die Zeit wird erweisen, ob sich die Rezensionen auch in Bestellungen niederschlagen, aber es ist ein guter erster Schritt.

Wieviel könnte die Aktie steigen?

Im letzten Jahr wurden weltweit 1,3 Milliarden Smartphones verkauft. Wenn man das Ziel von 5 Millionen verkauften Geräten erreichen will, muss BlackBerry 0,4 % des Marktes erreichen. Zum Vergleich: in diesem Jahr hat Apple durchschnittlich 55 Millionen Geräte pro Quartal verkauft.

Bei einem Preis von 700 USD würden 5 Millionen Exemplare 3,5 Milliarden USD Umsatz bedeuten. Bei Margen von 30 % könnte das Unternehmen etwa 1 Milliarde Profit erwarten. Selbst bei dem 10-fachen der Einnahmen (der Markt steht derzeit etwa beim 20-fachen der Einnahmen) würde dies die derzeitige Marktbewertung des Unternehmens verdoppeln. Wenn man an das Priv als Heilsbringer glaubt, dann sehen die Dinge gut für BlackBerrys Aktie aus.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Ryan Vanzo erschien am 13.11.15 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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