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Wie du als Investor deine langfristige Rendite mit Limit-Orders steigern kannst – und wie nicht

Bild: Julia Roegner

Wenn du schon länger bei uns mitliest, ist dir sicher aufgefallen, dass wir Aktien als langfristige Geldanlage wertschätzen. Und „Market Timing“, also das Vorhersehen des richtigen Zeitpunkts zum Kauf oder Verkauf von Aktien, betreiben wir nicht, weil es unserer Meinung nach systematisch gar nicht möglich ist.

Dennoch gibt es Mittel und Wege, wie du gerade in Zeiten stark schwankender Aktienkurse von diesen Bewegungen profitieren kannst. Lass uns anschauen wie – und wie besser nicht.

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Liquidität an der Börse

Zunächst etwas Allgemeines über die Börse, das an dieser Stelle wichtig ist. Die Liquidität spielt hier eine große Rolle. Es handelt sich dabei um einen abstrakten Wert, den man nicht in Zahlen messen kann. Gemeint ist damit, wie einfach es ist, eine bestimmte Aktie zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Aktien aus den bekannten Indizes DAX, MDAX und TecDAX sind sehr liquide, das bedeutet, du kannst diese Aktien jederzeit auch in größeren Mengen handeln.

Schon bei Aktien des SDAX, dem Index der kleineren Werte, wird es schwieriger, und je kleiner die Aktienzahl eines Unternehmens ist, umso „enger“ wird der Wert, das heißt, es gibt wenig Angebot und Nachfrage nach diesen Papieren.

Die Bedeutung eines Limits

Wenn du einen DAX-Wert hast, so ist immer ein Kauf oder ein Verkauf zum aktuellen Kurs möglich. Du kannst hier einen unlimitierten Auftrag (auch Order genannt) aufgeben und handelst damit zum nächsten verfügbaren Kurs, egal wie hoch dieser ist. Die Experten sprechen hier von „billigst“ beim Kauf und „bestens“ beim Verkauf. Von Siemens zum Beispiel werden auf XETRA täglich Aktien im Wert von 150-200 Millionen EUR gehandelt – da fällt deine Order kaum ins Gewicht.

Bei engen Werten sieht das anders aus. Da hier nur wenige Aktien angeboten oder nachgefragt werden, kann eine einzelne Order den Kurs schon beeinflussen. Es ist daher ratsam, beim Kauf ein Limit vorzugeben. Mit einem Limit von 40 EUR sagst du, dass du maximal 40 EUR für diese Aktie bezahlen möchtest. Beim Verkauf willst du entsprechend mindestens 40 EUR erzielen. Somit eignen sich Limits gut für gezielte Ein- oder Ausstiege, übrigens auch bei großen DAX-Werten. Es ist aber nicht garantiert, dass zu deinem gewünschten Kurs auch ein Handel stattfindet.

Das Abstauberlimit

Wenn du eine Aktie kaufen möchtest, kannst du ein Limit etwas über dem aktuellen Kurs wählen. Dann wirst du die Aktie sicher bekommen. Wenn du dein Limit etwas unter dem derzeitigen Preis wählst, kommst du bei einem leichten Kursrückgang zum Zuge.

Was ich jedoch gerne nutze, ist ein Abstauberlimit. Dabei handelt es sich um eine Order, bei der das Limit deutlich unter dem aktuellen Kurs liegt. Das können 5 %, bei stark schwankenden Aktien aber auch schon mal 15 oder 20 % sein. Einen solchen Auftrag gebe ich mit einer langen Gültigkeit von mehreren Wochen ein.

Und dann macht der Markt den Rest. Wenn die Aktie nicht so stark fällt, bekommst du sie eben nicht. Sollte es aber eine deutliche Abwärtsbewegung geben, kannst du deine Aktien viel günstiger kaufen.

Bei dem kurzen Crash am 24. August bin ich auf diese Weise zu mehreren Aktien gekommen. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass hier das Risiko besteht, eine Aktie auf dem Weg nach unten zu kaufen, die danach noch weiter fällt. Daher solltest du – wie ja ohnehin immer – nur Aktien kaufen, die du gründlich recherchiert hast und vor allem auch lange halten möchtest.

Stop-Loss-Orders

Mit einer Stop-Loss-Order sollen Kursverluste begrenzt werden. Steht eine Aktie etwa bei 50 EUR, so könntest du bei 45 EUR ein Stop-Loss-Limit setzen. Sobald die 45 EUR erreicht werden, werden deine Aktien zum nächsten Kurs verkauft, egal wie hoch der ist. Gerade bei marktengen Werten mit wenigen Umsätzen kannst du dabei böse Überraschungen erleben.

Denn die 45 EUR sind eben – anders als beim klassischen Verkaufslimit – kein garantierter Erlös, sondern nur der Punkt, an dem eine „Bestens“-Order ausgelöst wird.

Ein weiteres Problem sind sogenannte „Gaps“. Stellen wir uns vor, unser Unternehmen, dessen Aktie derzeit noch knapp über 45 EUR steht, berichtet nach Börsenschluss über ein sehr schlechtes Quartal. Am nächsten Tag wird die Aktie dann nur noch mit 35 EUR gehandelt – auf diesem Niveau erfolgt dann der Verkauf der Aktie.

Besonders ärgerlich wird es, wenn der Kurseinbruch nur von kurzer Dauer ist (wir sind jetzt wieder beim 24. August). Das führt dazu, dass Aktien billig verkauft werden, die kurz danach wieder auf ihrem alten Niveau stehen.

Stop-Loss ist nicht Foolish

Letztlich widerspricht eine Stop-Loss-Order dem Foolishen Denken. Wenn eine gute Aktie fällt, wollen wir lieber noch mehr davon günstig einkaufen, statt sie loszuwerden. Es wird also Zeit, deine Wunschaktien „abzustauben“ und von dem un-Foolishen Handeln anderer zu profitieren. Dein staubfreies Depot wird es dir danken.

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Peter Roegner besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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