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Bekommt Bombardier das nächste Rettungspaket, das es so dringend braucht?

Foto: Bombardier

Anfang des Monats teilte die Regierung Quebecs mit, dass sie 1,3 Mrd. USD in Bombardiers (WKN:866671) CSeries-Programm investiert, wenn sie dafür im Gegenzug eine Beteiligung von 50 % an dem Projekt erhält. Für den kanadischen Flugzeugbauer, der sich am Rande einer Pleite befand, war dies die dringend notwendige Rettungsspritze. Bombardiers Aktienkurs hat in den letzten 12 Monaten 60 % eingebüßt.

Nun stellte sich aber heraus, dass das Unternehmen bereits in 12-18 Monaten ein weiteres Rettungspaket braucht. Kurz nach der Bekanntgabe der erhaltenen Finanzhilfe teilte Bombardier mit, dass nur die Hälfte der Kosten, die in den nächsten fünf Jahren durch die CSeries anfallen werden, gedeckt werden könnten. Nun möchte Quebec, dass die gesamte kanadische Regierung dem Unternehmen unter die Arme greift. Der Premierminister Kanadas Justin Trudeau sagte vergangene Woche, dass eine staatlichen Finanzspritze für Bombardier nicht ausgeschlossen sei.

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Wie viel Geld braucht das Unternehmen und welchen Folgen könnte diese Maßnahme für Aktionäre haben?

Rettungspakete krempeln ein schlechtes Unternehmen nicht um

Zwar versucht Bombardier bezüglich seines CSeries-Jetprogramms, das schon Jahre hinter dem Zeitplan zurückliegt, zuversichtlich zu wirken, jedoch ist die aktuelle Situation nicht gerade vielversprechend. Selbst wenn die Finanzspritzen der CSeries helfen, endlich aus den Startlöchern zu kommen, ändert das nichts an der Tatsache, dass das Projekt vermutlich rote Zahlen schreiben wird.

Laut dem US-Luftfahrtberatungsunternehmen Leeham Co macht Bombardier mit jedem seiner 50 erstgebauten Flugzeuge jeweils 32 Mio. USD Verlust. Somit wäre das Projekt mindestens bis 2018 eine reine Geldvernichtungsmaschine. Um die Produktion am Laufen zu halten, müsste das Unternehmen ungefähr weitere 1,6 Mrd. USD in das Projekt stecken. Bombardier verfügt über diese Mittel ganz einfach nicht. Momentan hat das Unternehmen Verbindlichkeiten in Höhe von 9 Mrd. USD und Cash-Reserven von 3 Mrd. USD. Letztes Quartal meldete Bombardier einen Verlust von 4,9 Mrd. USD.

Doch die vorangegangenen Überlegungen setzen voraus, dass Bombardiers CSeries reichlich Absatz findet. Die Anzahl der Bestellungen stagniert zurzeit bei 243 und liegt somit unter dem vom Unternehmen ausgerufenen Ziel von 300. Unterdessen wächst zudem bei mehr als der Hälfte dieser Bestellungen die Gefahr einer verspäteten Zahlung der Kunden oder sogar einer Stornierung.

Beispielsweise evaluiert die russische Firma Ilyushin Finance Co. seine Bestellung neu, da sich das Unternehmen nun aufgrund der Wirtschaftssanktionen in finanziellen Schwierigkeiten befindet. Bei der diesjährigen Pariser Luftfahrtschau – für die meisten Flugzeughersteller ein Garant für eingehende Bestellungen – konnte Bombardier nicht eine einzige CSeries an den Mann bringen.

Die Lage spitzt sich zu

Moody’s hat die Kreditwürdigkeit des Unternehmens diesen Sommer heruntergestuft. Ohnehin bereits mit schwerem Stand auf dem Kapitalmarkt könnte dies die Hoffnungen auf eine weitere Finanzspritze gänzlich begraben. Dann bliebe nur noch eine staatliche Unterstützung oder ein Verkauf von Aktiva.

Im September erreichte Bombardiers Aktienkurs einen 25-jährigen Höchststand, nachdem Gerüchte die Runde machten, dass Bombardier sein Bahnsegment für 8 Mrd. USD verkaufen wolle. Überraschenderweise lehnte Bombardier das Angebot von Beijing Infrastructure Investment letztendlich ab und teilte mit, dass das Segment nicht zum Verkauf steht. In Anbetracht der heiklen finanziellen Lage des Unternehmens und einem Angebotspreis, der höher war, als von vielen Analysten erwartet, war dies ein gewagter Schachzug.

Wie geht es nun weiter?

Selbst unter den optimistischsten Annahmen glaubt Bombardiers Management, dass es in den nächsten fünf Jahren weitere 2 Mrd. USD für die Fertigstellung der CSeries benötigt. Bei einem Aktienkurs von 2 USD und bedrückenden Bilanzen scheint es eher unwahrscheinlich, dass das Unternehmen noch einmal Hilfe vom Kapitalmarkt bekommt. Demnach bleiben also nur noch zwei Optionen: der Verkauf von Aktiva oder weitere staatliche Finanzspritzen. Letzteres ist wohl am wahrscheinlichsten. Momentan bleiben es jedoch Spekulationen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo Sun auf Englisch verfasst und am 9.11.2015 auf Fool.ca veröffentlicht wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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