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Mastercard aufgepasst – warum Visa mit dieser Top-Übernahme in Europa jetzt auf Augenhöhe ist

Anfang November wurde veröffentlicht, was schon lange durch die Finanzmedien geisterte: Visa Inc. (WKN:A0NC7B) holt sich seine europäische Tochter Visa Europe für umgerechnet 21,2 Milliarden Euro zurück. Das hört sich nach sehr viel Geld an, ist aber bei etwas genauerer Betrachtung ein fairer Preis.

Warum Visa Inc. durch die Übernahme von Visa Europe dem Erzrivalen Mastercard (WKN:A0F602) näher kommt und ich als Investor begeistert vom Zukauf bin, möchte ich dir in den folgenden Zeilen schildern.

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Der Kaufpreis

21,2 Milliarden Euro ist sehr viel Geld. Aber diese Summe ist es durchaus wert. Warum ich das so sehe? Ganz einfach:

Visa Europe hat 500 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Somit zahlt Visa Inc. pro Karte im Umlauf 42,40 Euro. In Europa dürfen Kreditkarteninstitute bis zu 0,3 % des Umsatzes vom Händler verlangen.

Vor der Deckelung durch die EU waren die Gebühren zwar noch wesentlich höher, aber die jetzige Obergrenze wird von den drei großen Kreditkartenanbietern Visa, Mastercard und AmericanExpress ausgenutzt. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Jahresumsatz pro Karte von 2.500 Euro bedeutet das Einahmen durch Gebühren in Höhe von 7,50 Euro jährlich pro Karte.

Hochgerechnet hat Visa also nach knapp 6 Jahren den Kaufpreis wieder durch Kartengebühren eingenommen. Das ist meiner Meinung nach ein kurzer Amortisationszeitraum und somit ein gutes Geschäft für Visa Inc. und seine Investoren!

Doch hat Visa die 21,2 Milliarden Euro überhaupt? Für die erste Kaufpreisrate wird ein Betrag von 11 Milliarden Euro fällig. Selbst Visa hat nicht so viel Cash, weshalb man auf neue Schulden oder eine Kapitalerhöhung angewiesen sein wird. Bei einem aktuellen Eigenkapital laut Capital IQ von fast 28 Milliarden Euro und damit einer Eigenkapitalquote von 74 % wären neue Schulden auch in der notwendigen Höhe für die erste Rate aber ohne Probleme zu stemmen.

Weitere 4,7 Milliarden Euro werden erst in vier Jahren nach Abschluss der Fusion fällig. Und laut Capital IQ erwirtschaftete Visa in den letzten 12 Monaten einen Gewinn von knapp unter 6 Milliarden Euro. Wenn wir in Zukunft von ähnlichen Gewinnen ausgehen, muss Visa jährlich nur rund 20 % seines Gewinns zur Seite legen, um diese Schlussrate daraus zahlen zu können.

Die restlichen rund 5,5 Milliarden Euro bezahlt Visa in Form von eigenen Aktien.

Warum Visa Europe so wichtig für die Aktionäre ist

Hat man die beiden großen Rivalen Visa und Mastercard miteinander verglichen, so hatte Visa Inc. immer das Manko, nicht in Europa vertreten zu sein, da dort die unabhängige Tochter Visa Europe für die Ausgabe der Visacards verantwortlich war, beziehungsweise die Banken, denen Visa Europe gehört. Für Visa Inc. war Europa somit ein weißer Fleck auf der Weltkarte.

Die meisten Kennzahlen der beiden Unternehmen ähneln sich, somit war für viele Investoren die globale Ausrichtung von Mastercard das Zünglein an der Waage –zum Nachteil von Visa.

Mit Recht, insbesondere Deutschland und Österreich haben großes Potential, was das bargeldlose Bezahlen betrifft: Es werden laut Bundesbank immer noch knapp 80 % aller Transaktionen mit Bargeld abgewickelt! Für Visa, Mastercard und Co. bietet sich hier zu Lande also ein riesiges Potential für zukünftiges Wachstum, insbesondere weil die jüngere Generation drei Dinge mitbringt: ein ausgeprägtes Konsumverhalten, keine Scheu vor bargeldlosem Bezahlen und die finanziellen Möglichkeiten.

Mein Fazit

Für Visa und deren Aktionäre ist der Zukauf der europäischen Tochter ein sehr gutes Geschäft: Ein vernünftiger Kaufpreis, für den man sich nicht Hals über Kopf verschulden muss, Eintritt in einen lukrativen Wachstumsmarkt und die gleiche globale Ausrichtung wie der Hauptkonkurrent Mastercard.

Die Übernahme von Visa Europe trägt ihren Teil dazu bei, dass Visa sich künftig auf Augenhöhe mit Mastercard duellieren kann und im direkten Vergleich zum Rivalen durch die Übernahme wesentlich interessanter geworden ist.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Visa. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von MasterCard und Visa. The Motley Fool empfiehlt American Express.

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