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Warum Bombardier nicht gerettet werden sollte

Foto: Bombardier

Es war keine beliebte Entscheidung, Amerikas scheiternde Finanzinstitutionen im Jahre 2008 zu retten. Das Gleiche gilt für die Entscheidung, Autohersteller zu retten.

Bis heute sind diese Entscheidungen hoch kontrovers. Sie haben einerseits den Wählern gezeigt, dass Regierungen die Interessen großer Unternehmen über die Interessen der durchschnittlichen Bürger stellen. Auf der anderen Seite haben diese Entscheidungen Millionen Jobs gerettet und der amerikanischen Regierung sogar einen 15 Milliarden USD schweren Gewinn beschert.

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Der kanadischen Regierung ist es nicht ganz so gut ergangen. Die Entscheidung des Landes, zu helfen und Autohersteller zu retten hat ihr 3 Milliarden CAD Verlust gebracht. Aber auch hier war die Entscheidung weitestgehend gerechtfertigt, denn laut einer Studie aus dem Jahr 2012 wäre Kanadas Wirtschaft sofort um 23 Milliarden CAD geschrumpft, wenn General Motors und Chrysler untergegangen wären.

Es ist also keine Überraschung, dass der Wirtschaftsminister Quebecs, Jacques Daoust, Bombardier (WKN:866671) mit General Motors und Chrysler im Jahre 2008 vergleicht. Als er dafür plädierte, dass der Staat dem Unternehmen hilft, sagte er: „Wir werden [die Regierung] darum bitten, die Luftfahrtindustrie in Quebec genauso zu unterstützen, wie sie es bei der Autoindustrie in Ontario tat, als die Zeiten schwer waren.“

Aber es gibt einige große Unterschiede zwischen Bombardier jetzt und der Autoindustrie damals.

Bombardier hat andere Optionen, sich zu finanzieren

Während der Krise brauchten General Motors und Chrysler mehr Geld, um den Bankrott zu vermeiden. Aber da der Finanzsektor so zerstört war, konnten die Unternehmen einfach keine Finanzierung bekommen. Selbst ein normaler Bankrott, welcher die Kapitalstruktur des Unternehmens umstrukturiert hätte, war nicht möglich. Wäre die Regierung also nicht eingeschritten, hätten General Motors und Chrysler ihre Arbeit eingestellt und ihre Angestellten hätten ihre Jobs verloren.

Bombardier ist in einer viel besseren Situation. Das Unternehmen braucht Geld, aber es hat Vermögenswerte, die andere kaufen würden. Ein Bericht von Reuters wies darauf hin, dass ein chinesischer Käufer 7-8 Milliarden USD für Bombardier Transportation bezahlen wollte.

Sollte Bombardier aber Sparten an ausländische Käufer abtreten, könnte das den Verlust von Arbeitsplätzen in Quebec bedeuten. Wir sollten das Unternehmen also nicht als „zu groß zum Scheitern“ beschreiben. „Zu groß zum Verabschieden“ trifft es besser.

Das Management bleibt

Als Chrysler gerettet wurde, kaufte Fiat letztendlich das Unternehmen. Was General Motors angeht, verlor CEO Rick Wagoner seinen Job.

Aber Bombardiers Vorstand, der von Pierre Beaudoin geleitet wird, bleibt. Und die Zweiklassenstruktur des Unternehmens, die der Bombardier/Beaudoin Familie Stimmrechtskontrolle gibt, ändert sich auch nicht.

Wie können wir von Bombardier erwarten, dass es sich ändert, wenn Quebec das Unternehmen nicht dazu ermutigt? Darüber sollte Herr Trudeau nachdenken, während er überlegt, dem Unternehmen zu helfen.

Der Wirtschaft geht es viel besser

Die Entscheidung, General Motors zu retten, war einfach, aber Präsident Obamas Team war bezüglich Chrysler gespalten. Letztendlich war Chrysler nicht so wichtig wie General Motors und in viel schlechterer Verfassung. Aber der Präsident entschied, dass in Anbetracht der schlechten wirtschaftlichen Lage ein Scheitern von Chrysler ein zu großes Risiko wäre.

Einige Jahre später ist Quebecs Wirtschaft viel stärker als Amerikas damals war. Es gibt also ein legitimes Argument dafür, dass Geld für Bombardiers Rettung woanders besser ausgegeben wäre. Dem stimmen die meisten Kanadier zu.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 10.11.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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