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Macht Royal Dutch Shell einen großen Fehler damit, BG Group zu kaufen?

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Royal Dutch Shells (WKN:A0D94M) Angebot, 47 Milliarden GBP in Form von Cash und Aktien für BG (WKN:931283) zu zahlen, ist einer der größten Übernahme-Deals Großbritanniens aller Zeiten. Allerdings wird er auch immer mehr zu einem der umstrittensten. Eine Fondsverwaltung fordert Shell nun offen dazu auf, das Angebot zurückzuziehen.

Der Aufruf das Angebot abzulehnen

Am Wochenende kam heraus, dass Ian McVeigh, Chef des Referats Governance bei Jupiter Fund Management und einer der größten Fondsverwalter Englands, die vorgeschlagene Übernahme von BG durch Shell mit dem desaströsen Kauf von ABN Amro durch die Royal Bank of Scotland im Jahr 2007 vergleicht. RBS‘ verhängnisvolle Übernahme von ABN Amro resultierte darin, dass die Regierung RBS retten und die Bank viele Jahre leiden musste.

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Nichtsdestotrotz scheint sich Shells Management seines 70 Milliarden USD schweren Angebots für BG sicher zu sein. Shells Generaldirektor hat Investoren gesagt, dass der Deal nur scheitern könnte, „wenn Leute aufhören, Energie zu verbrauchen“.

Ermutigung

Um seine Investoren davon zu überzeugen, dass der Deal wirklich sinnvoll ist, hat Shell den Dollar-Wert der Ersparnisse, die es durch die Zusammenarbeit mit BG erwartet, erhöht. Eine zusätzliche Milliarde USD an Ersparnissen wird durch Kostenreduzierung in den Bereichen Backoffice, Marketing und Transport erreicht, von denen zuvor bereits erwartet wurde, dass sie eine Milliarde USD pro Jahr einsparen. Außerdem soll die vergrößerte Gruppe in der Lage sein, jährlich 1,5 Milliarden USD durch Kürzungen in explorativen Tätigkeiten zu sparen, da sie zusammen weniger Geld dafür ausgeben werden, nach neuen Ölfeldern zu suchen.

Shells Management hat anfänglich bis zu 4 Milliarden USD durch „Wertsynergien“ durch die Fusion vorausgesagt. Nach gegenwärtigen Regeln kann Shell nur operative Kostenreduzierung angeben, die durch die Eliminierung klarer Verdoppelungen entstehen, die Wirtschaftsprüfer unabhängig bestätigen können. Dabei handelt es sich um Verdoppelungen wie separate Bürogebäude, die nebeneinander liegen. Die vorausgesagten „Wertsynergien“ beinhalten aber Vorteile, die noch nicht berechnet werden können.

Diese Kostenersparnisse und Synergien sollten sicherstellen, dass der Deal dann funktioniert, wenn Öl zu 60 USD pro Barrel gehandelt wird, wobei es auch sich um den Grenzwert für die Branche handelt.

Trotzdem wird dieser Deal nur wirklich funktionieren, wenn Shells Veräußerungsplan, 30 Milliarden USD von nicht-zentralen Vermögenswerten aus der vergrößerten Gruppe zu lösen, plangemäß läuft. Diese Verkäufe werden es Shell erlauben, Schulden zu begleichen, die durch den Deal entstehen und dabei helfen, das Portfolio der Gruppe zu schärfen.

Kaufen, Verkaufen oder Halten?

Man kann nicht abstreiten, dass die Shell-BG Fusion voller Risiken steckt, besonders, wenn man in Betracht zieht, dass die Branche in einer sehr schweren Phase steckt.

Jedoch hat sich Shell über die Jahre einen ausgezeichneten Ruf für exzellentes Projektmanagement aufgebaut und nun muss das Unternehmen mehr als zuvor zeigen, dass es auch liefern kann. Also hängt der Erfolg der Fusion von Shell ab. Im Gegensatz zur RBS hat Shell es bereits vorher geschafft, neue Unternehmen erfolgreich zu integrieren.

Es läuft also alles auf BGs und Shells Management-Teams hinaus und auf die Art, wie sie ihre beiden Unternehmen miteinander integrieren.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 9.11.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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