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Diese Zitate aus dem RWE-Quartalsbericht solltest du unbedingt gelesen haben

Quelle: RWE AG

Nachdem E.ON bereits am Mittwoch einen riesigen Verlust für das dritte Quartal veröffentlichte, hat am letzten Donnerstag nun auch RWE (WKN:703712) seine Zahlen offengelegt.

Da RWE, anders als E.ON, im dritten Quartal keine Sonderabschreibungen vornehmen musste, konnte RWE ein positives Ergebnis vermelden. Trotzdem verlor die Aktie am Tag der Veröffentlichung knapp 10 %. Einige Aussagen im Quartalsbericht rechtfertigen meiner Meinung nach diese heftige Reaktion und bestätigen mir, dass RWE derzeit immer noch kein Kandidat für mein Depot ist.

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Die finanzielle Situation hat sich trotz sinkenden Finanzverbindlichkeiten weiter verschlechtert

„Unsere Nettoschulden, die sich vor allem wegen des Verkaufs von RWE Dea bereits stark verringert haben, werden wohl auch zum Jahresende deutlich niedriger sein als der Vergleichswert für 2014 (31,0 Mrd. €). Der Verschuldungsfaktor, also das Verhältnis der Nettoschulden zum EBITDA, dürfte aber höher ausfallen als im Vorjahr (3,8).“ [RWE-Quartalsbericht]

(EBITDA = „Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization“. Auf Deutsch: die Ergebnisse des Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.)

Zunächst scheint es ein positives Zeichen zu sein, dass die Nettoschulden von RWE deutlich nach unten gehen. Wenn aber im Gegenzug der Verschuldungsfaktor (Nettoschulden geteilt durch das EBITDA) steigt, dann ist das ein wirklich schlechtes Zeichen.

Die finanzielle Situation hat sich für das Unternehmen trotz der Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten nochmal verschlechtert. Obwohl die Nettoverschuldung gesunken ist, benötigt RWE derzeit länger, um mit dem erwirtschafteten EBITDA seine Finanzverbindlichkeiten vollständig abzulösen. Die Gewinne gehen derzeit stärker zurück als die Verschuldung abgebaut werden kann.

Auch hier wird wieder einmal deutlich, dass Kennzahlen, die nicht in absoluten Geldbeträgen, sondern als Verhältnis zweier unterschiedlicher Größen angegeben werden, deutlich interessanter sind. Vor allem dann, wenn eine der beiden Größen aus der Bilanz (Nettoverschuldung) und die andere Größe aus der Gewinn- und Verlustrechnung (EBITDA) kommt.

Das Unternehmen gibt mehr Geld aus, als es einnimmt

„Außerdem gehen wir davon aus, dass wir 2015 mehr für Investitionen und Ausschüttungen einsetzen, als uns aus der laufenden Geschäftstätigkeit zufließt, und wir somit keinen Haushaltsüberschuss erwirtschaften können.“ [RWE-Quartalsbericht]

Einfach ausgedrückt bedeutet diese Aussage nichts anderes als: Am Ende des Jahres wird weniger Geld da sein als am Anfang des Jahres. Und das, obwohl im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres in etwa 400 Mio. EUR weniger in Sachanlagen investiert wurden.

Diese Aussage könnte auch der Hauptgrund für den deutlichen Kursrückgang am Tag der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse sein. Lange hielten viele Marktteilnehmer RWE aufgrund der drastisch gesunkenen Kurse und der sich daraus ergebenden scheinbar hohen Dividendenrendite für eine attraktive Investition für ihr Dividendendepot.

Die nun getätigte Aussage im Quartalsbericht lässt aber vermuten, dass diese hohen Dividendenzahlungen Geschichte sein könnten. Denn nachdem nun bereits die Investitionen gekürzt wurden, liegt es nahe, auch die Auszahlungen an die Aktionäre zu kürzen. Langfristig kann es sich kein Unternehmen erlauben, mehr Geld auszugeben, als es einnimmt. Diese einfache Regel gilt nämlich nicht nur für deine privaten Finanzen, sondern auch für die Finanzen eines Unternehmens.

Darum kommen RWE-Aktien derzeit nicht in mein Depot

Die Aussagen des Quartalsberichts zeigen es deutlich: RWE schaut derzeit nicht wie ein Unternehmen aus, in das ich gerne mein Geld investieren würde. Investitionen werden gekürzt. Dividendenkürzungen sind künftig wohl zu erwarten. Sinkende Unternehmensgewinne. Negative Cashflows.

Könnte ich wählen, dann würde ich ein Unternehmen bevorzugen, welches bei jedem Punkt das exakte Gegenteil vorweisen kann. Und glücklicherweise kann ich hier wählen. Und daher kommt RWE derzeit garantiert nicht in mein Depot.

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Sven besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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