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Wie du mit diesen 4 bewährten Investitionskriterien den Markt schlagen kannst

Bild: Julia Roegner

Vor einigen Tagen hatte ich in einem Artikel erläutert, warum Markel (WKN:885036) unter den Versicherern mein Lieblingsinvestment ist. Der Hauptgrund dafür ist die langfristige Anlagestrategie des Chefinvestors Thomas Gayner, die er über jahrzehntelange Erfahrung herausgearbeitet hat.

Mit seiner Investment-Strategie schlägt er den Markt seit über 20 Jahren. Hier erkläre ich dir seine simplen Investitionskriterien – inklusive Beispiel-Unternehmen – und wie du sie anwenden kannst, um damit den Markt zu schlagen.

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Merkmal 1: Profitable Unternehmen mit guten Kapitalrenditen und moderater Verschuldung

Der erste Punkt ist einleuchtend: Gayner sucht Unternehmen, die Geld verdienen und dabei nicht zu hoch verschuldet sind. Dabei soll eine gute Rendite auf das (Eigen)Kapital erzielt werden. Um diese zu errechnen, wird der Gewinn eines Unternehmens zu seinem Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt.

Das Eigenkapital wird von den Aktionären zur Verfügung gestellt, und je höher die darauf erzielte Rendite ist, umso mehr Geld ist für neue Investitionen oder Dividendenzahlungen an die Eigentümer vorhanden.

Ein Unternehmen mit sehr hoher Kapitalrendite ist zum Beispiel die ProSiebenSat.1 Media AG. 2014 betrug diese 63 %. Einen ebenfalls erstaunlichen Wert von 95 % fuhr der Seifen- und Zahnpasta-Produzent Colgate Palmolive ein.

Allerdings – und das führt uns zum zweiten Kriterium – können Unternehmen Schulden aufnehmen und damit bei gleichbleibendem Eigenkapital einen höheren Gewinn erzielen. Colgate etwa hatte Ende 2014 bei einem Eigenkapital von 1,1 Mrd. Dollar 5,6 Mrd. Dollar langfristige Schulden. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme lag deshalb nur bei mickrigen 8 %.

Eine sehr hohe Verschuldung vergrößert das Risiko einer Unternehmenspleite. Tom Gayner legt also Wert auf eine solide Finanzstruktur bei seinen Investments.

Merkmal 2: Managementteams, die ebenso talentiert wie vertrauenswürdig sind

Die verantwortlichen Manager spielen bei der Auswahl der Aktien eine entscheidende Rolle. Die Maßnahmen, die sie treffen (oder auch nicht treffen), bestimmen wesentlich den Erfolg des Unternehmens und damit auf lange Sicht auch den Erfolg des Anlegers.

Nicht nur die reine Qualität des Managements (also ob sie die richtigen Entscheidungen treffen) spielt eine Rolle, auch die Ehrlichkeit und die Vertrauenswürdigkeit sind ebenso wichtig. Diese kann der Anleger leider nicht „einfach so mal eben“ aus der Bilanz ableiten, dazu braucht es Erfahrung. Mögliche Ansatzpunkte dafür können sein:

  • Werden auch negative Ereignisse im Geschäftsbericht angesprochen?
  • Ist die Vergütung angemessen?
  • Werden strategische Ziele konsequent angegangen oder jedes Jahr geändert?
  • Agiert das Management im Interesse aller langfristig investierten Aktionäre und nicht nur kurzfristig für die eigene Vergütung?

Besonders teuer für die Aktionäre sind betrügerische Geschäftspraktiken. Bestes Beispiel dafür ist aktuell „Dieselgate“, die Affäre um gefälschte Abgaswerte bei Volkswagen. Auch die Deutsche Bank muss derzeit für früheres Fehlverhalten im Investment Banking einen hohen Preis zahlen.

Aus diesem Grund meide ich Unternehmen, in deren Management ich kein Vertrauen habe.

Merkmal 3: Unternehmen mit Reinvestitionsmöglichkeiten und/oder diszipliniertem Umgang mit Kapital

Gayner sucht nach Unternehmen, die ihre Mittel sinnvoll reinvestieren können, die also noch attraktive Wachstumsmöglichkeiten haben. Auf diese Art und Weise können Gewinne im Unternehmen verbleiben und für zusätzliche Erträge sorgen, die wiederum den Wert der Gesellschaft erhöhen (vergleichbar mit dem Zinseszinseffekt).

Für mich ist Amazon.com ein solches Unternehmen. Aus dem kleinen Buchversand wurde mit Hilfe dieser Gewinne ein umfassendes Internetkaufhaus, und heute verdient Amazon auch außerhalb des Einzelhandels Geld, etwa mit dem stark wachsenden Cloud-Service AWS.

Aber irgendwann gehen auch bei erfolgreichen Unternehmen die Wachstumsraten zurück. Eine Reinvestierung ist dann nicht mehr in dem bisherigen Umfang möglich oder sinnvoll. Denn warum sollte man investieren, wenn damit keine Umsatzsteigerung mehr möglich ist?

Gerade dann kommt es darauf an, was das Management mit den zur Verfügung stehenden Mitteln anfängt: Werden sie sinnvoll ausgegeben, z. B. für eine (höhere) Dividende, oder werden sie in überflüssigen Projekten wie etwa teuren und nutzlosen Übernahmen versenkt?

Für Letzteres ist Microsoft gut bekannt (Aquantive oder Skype), aber auch Alphabet hat mit Motorola Mobility schon daneben gegriffen und viel Geld für fragwürdige Projekte wie Google X, Catalogue, Web Accelerator oder Answers ausgegeben.

Für Tom Gayner ist dieses Merkmal das wichtigste. Es umschließe die anderen Merkmale: „Wenn das Unternehmen nicht profitabel ist, gibt es kein Geld zu reinvestieren. Wenn das Managementteam nicht talentiert und ehrlich ist, gibt es ebenfalls kein Geld zum Reinvestieren oder es wird vom Management verbrannt, bevor es jemals die Aktionäre erreicht.“

Merkmal 4: Eine vernünftige Bewertung

Die Grundidee des Value Investing ist die, dass jedes Unternehmen und damit auch jede Aktie einen inneren Wert hat. Das Ziel ist es dabei, die Aktie zu einem Preis zu kaufen, der unter diesem inneren Wert liegt.

Gerade im Moment, wo die Aktienmärkte relativ hoch stehen, ist es mitunter schwierig, erstklassige Unternehmen, die die ersten drei Merkmale erfüllen, günstig zu kaufen. Gayner versucht, bei starken Kursrückgängen wie etwa der Finanzkrise 2008 zu kaufen. Er ist aber auch bereit, faire Preise für Top-Unternehmen zu bezahlen, da diese ihren Wert im Laufe der Zeit stetig steigern.

Diese Merkmale können dein Leitfaden werden

Mit diesen vier Kriterien hast du Ansatzpunkte, die du für deine eigenen Untersuchungen von Aktien nutzen kannst. Dein Depot wird sich über Tom Gayners Erfahrung freuen und davon profitieren.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Markel. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A Anteile), Alphabet (C Anteile), Amazon.com und Markel. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

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