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Aktien im Rückblick: Henkel und Merck steigern Gewinne, Siemens kündigt Aktienrückkauf an

Foto: Pixabay, RyanMcGuire

Die Marktakteure neigten in den vergangenen Tagen zu Gewinnmitnahmen und hielten sich mit Neuengagements zurück. Deshalb geht der DAX nach einem starken Oktober und einem erfreulichen Novemberanfang erstmals wieder mit einem Wochenverlust aus dem Handel.

Da die Quartalsberichtssaison langsam zu Ende geht, richten die professionellen Anleger ihre Aufmerksamkeit wieder auf die US-Notenbank. Die derzeitige Mehrheitsmeinung: Die FED könnte im Dezember endlich die schon lange erwartete Zinswende einleiten.

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Ob dies tatsächlich stattfindet, steht in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass in der vergangenen Woche zahlreiche DAX-Unternehmen über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal berichtet haben. Einige Konzerne haben ihre Aktionäre positiv überrascht. Den beiden im DAX gelisteten Versorgern gelang dies – wie erwartet – nicht…

Was war an der Börse los?

Schwächelnde US-Börsen sorgten am Montag auch auf dem Frankfurter Parkett für miese Stimmung. Der DAX (WKN:846900) verlor 1,6 % auf 10.815 Punkte.

Am unteren Ende der Standardwerte-Tabelle landete die Aktie von Continental (WKN:543900), die sich um über 5 % verbilligte. Der Automobilzulieferer hatte vor Handelsbeginn Quartalszahlen vorgelegt, die schlechter als von den meisten Analysten erwartet ausgefallen waren. Der Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa (WKN:823212) drückte den Kurs der Airline-Aktie um mehr als 3 %.

Auch am Dienstag blieb der deutsche Leitindex zunächst auf Abwärtskurs, konnte aber am Nachmittag seine Verluste wieder abbauen. Bei Handelsschluss zeigte das Börsenbarometer beim Stand von 10.833 Zählern sogar ein kleines Plus von 0,2 %.

Marktteilnehmer begründeten die Erholung mit einem Kursrutsch des Euro, der unter die Marke von 1,07 US-Dollar gefallen war. Ein schwacher Euro, so die Logik, hilft den exportlastigen deutschen Unternehmen, ihre Produkte in Nicht-Euro-Ländern zu verkaufen.

Ein Bericht des Handelsblatts sorgte bei E.ON (WKN:ENAG99) für einen Kursabschlag von 3 %. Die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung hatte einen Tag vor Veröffentlichung der Quartalszahlen des Versorgers für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Rekordverlust von über 5 Milliarden Euro prognostiziert. Die Aktie des E.ON-Konkurrenten RWE (WKN:703712) gab fast 4 % ab.

Als E.ON am Mittwoch tatsächlich für den Zeitraum von Januar bis September einen Verlust von 5,67 Milliarden Euro meldete, kam das für die Marktteilnehmer nicht überraschend: Bei XETRA-Schluss notierten die E.ON-Papiere auf Vortagsniveau. Der DAX legte 0,7 % auf 10.907 Punkte zu.

Den größten Kurssprung im DAX schaffte die Aktie von Henkel (WKN:604843), die 6,7 % zulegte. Der Konsumgüterkonzern hatte nach der Vorlage zufriedenstellender Quartalszahlen seine Jahresprognose erhöht. Weniger gut war das vor Handelsbeginn verkündete Vierteljahresergebnis der Deutschen Post (WKN:555200), deren Anteilscheine rund 3 % abgaben. Das Logistikunternehmen hatte wegen eines Fehlschlags bei seinem neuen IT-System in den Sommermonaten einen Gewinneinbruch zu verkraften.

Am Donnerstag waren auf dem Frankfurter Parkett Gewinnmitnahmen angesagt. Dieser Trend verstärkte sich, als die New Yorker Börsen mit roten Zahlen auf den Kurstafeln eröffneten. Der DAX verlor 1,2 % auf 10.783 Zähler.

Favorit der Marktteilnehmer war die Aktie von Siemens (WKN:723610), die ein Kursplus von 1,9 % verbuchte. Der Elektrokonzern hatte fürs letzte Quartal des Geschäftsjahrs 2014/15 nicht nur einen Gewinnanstieg und gut gefüllte Auftragsbücher gemeldet, sondern auch eine Dividendenerhöhung sowie ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Grund zur Freude hatten auch Aktionäre des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck (WKN:659990), deren Anteilscheine sich um 1,5 % verteuerten. Das Unternehmen hatte seine Gewinnprognose angehoben und dies mit der Übernehme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich begründet.

Einen Kurseinbruch von 9,5 % mussten die Anteilseigner von RWE verkraften. Der Grund für den Preisverfall: Der Konzern hatte für die ersten neun Monate einen Einbruch des um Sondereffekte bereinigten Nettogewinns um fast 29 % gemeldet.  Außerdem hatte der Vorstand angedeutet, dass Jahresziel möglicherweise nur knapp erreicht werde.

Am Freitag hielten die Marktteilnehmer sich weiter zurück. Der DAX gab bis 15:00 Uhr rund 1 % ab.

Wie geht es weiter?

Am Montag (16.11.) hören wir von den Statistikern Neues über die Entwicklung der EU-Verbraucherpreise im Oktober. Die Federal Reserve Bank of New York veröffentlicht den November-Wert des Empire State Index, den Freunde volkswirtschaftlicher Kennzahlen für einen wichtigen Frühindikator für die Konjunkturentwicklung in den USA halten.

Am Dienstag (17.11.) äußert sich der europäische Automobilherstellerverband Acea zu den Kfz-Zulassungen im Oktober. Außerdem werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für November veröffentlicht. Die US-Statistiker geben Oktober-Daten zu den Verbraucherpreisen, den Realeinkommen sowie zur Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung bekannt. Home Depot und Wal-Mart liefern Quartalszahlen.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende!

 

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Home Depot.

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