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Warum BMW in Sachen Elektroauto auf der Siegerstraße fährt

Quelle:BMW Group

Erfolgsgeschichten wie die von Elon Musks Tesla (WKN:A1CX3T) geben die Richtung vor: In Zukunft werden unsere Autos an der Steckdose aufgeladen und nicht mehr an der Zapfsäule.

Immerhin hat sich die Anzahl der rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge weltweit 2014 verglichen mit dem Vorjahr verdoppelt. Wer bei dieser Entwicklung nicht Schritt halten kann, wird zukünftig keinen Erfolg in der Automobilindustrie haben.

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Wie hat sich Deutschlands Premiumautobauer Nummer 1, die BMW AG (WKN:519000) im Markt für e-Autos positioniert? Aus meiner Sicht: sehr gut. Warum genau BMW auch elektrisch angetrieben „Freude am Investieren“ macht, erfährst du in den nächsten Zeilen.

Die aktuellen e-Autos von BMW

Aktuell bietet BMW zwei elektrisch angetriebene Fahrzeuge an, den Kompaktvan i3 und den Sportwagen i8. Insgesamt setzte das Unternehmen von Januar bis September weltweit über 20.000 e-Autos weltweit ab. Damit hat man es geschafft, fast doppelt so viele Wagen der i-Reihe zu verkaufen als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.

Kann man diesen Trend bestätigen und weitere Käufer für seine elektrisch angetriebenen Fahrzeuge begeistern, wird dieses Segment schon in naher Zukunft einen wichtigen Stellenwert im Unternehmen einnehmen. Immerhin haben i3 und i8 schon die 6er Reihe und den Z4 überholt, zum 7er BMW fehlt nicht mehr viel.

Besonders bemerkenswert: 80 % der Käufer eines i3 hatten laut Vorstand Ian Robertson vorher ein Auto eines anderen Herstellers oder gar kein Auto! Der i3 gewinnt also Kunden, die vorher noch keinen BMW gefahren haben.

Für das nächste Jahr wurde ein weiteres, größeres Elektrofahrzeug angekündigt, was den Stellenwert der neuen Technologie für BMW nochmals bekräftigt.

Die Strategie

Verglichen mit der Konkurrenz aus Stuttgart und Ingolstadt hat BMW eine andere Strategie gewählt. Statt ein vorhandenes Modell zu nehmen, dieses mit einem Elektroantrieb auszustatten und deutlich teurer als ein vergleichbares Diesel- oder Benzinfahrzeug zu verkaufen, wie Daimler und Audi das tun, hat man eine komplett neue Serie ins Leben gerufen, die es ausschließlich mit Elektroantrieb zu kaufen gibt.

Sowohl beim Design als auch bei den verwendeten Rohstoffen ist man bei BMW neue Wege gegangen. Futuristische Optik, die gewiss erst einmal nicht jedem gefällt, gepaart mit einer Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff schaffen insbesondere einen Effekt: Man erkennt den i3 und den i8 sofort als Elektroauto wieder.

Im Premiumsegment ist BMW somit der einzige Autobauer, der ganz bewusst als Hersteller elektrisch angetriebener Fahrzeuge wahrgenommen wird. Eine mutige, in meinen Augen aber richtige Entscheidung, die BMW eine hervorragende Ausgangslage am Markt für e-Autos verschafft hat, wie die Verkaufszahlen belegen.

Der deutsche Markt

Im Jahr 2014 war der i3 mit über 2.200 Einheiten das meistverkaufte e-Auto in Deutschland, gefolgt vom Smart Fortwo ED und dem Renault Zoe. Beides sind Kleinwagen, die in keiner direkten Konkurrenz zu den Modellen von BMW stehen. Der erste ernstzunehmende Konkurrent im Premiumsegment ist das Tesla Modell S, das sich aber in Deutschland nicht einmal halb so oft verkaufte wie der Münchner Stromflitzer.

Die langjährigen Rivalen Audi und Mercedes haben, was Elektrofahrzeuge betrifft, klar das Nachsehen, einzig der A3 e-tron schaffte es 2014 hierzulande in die Top Ten mit gerade einmal 460 verkauften Fahrzeugen.

Hier macht sich die mutige Strategie von BMW bezahlt, eine eigene Serie mit hohem Wiedererkennungswert zu starten. Viel konsequenter und zielstrebiger als Audi und Daimler bewältigte das Münchner Unternehmen den Einstieg in den neuen Wachstumsmarkt der Elektroautos und darf sich nun über einen satten Vorsprung vor der Konkurrenz freuen, zumindest in Deutschland.

Weltweit gesehen stellt aber auch hier Tesla die etablierten Hersteller in den Schatten: Die Amerikaner setzten allein im ersten Quartel 2015 über 10.000 Fahrzeuge ab – dafür brauchte BMW fast ein halbes Jahr. Mit den bevorstehenden Maßnahmen, wie einer verbesserten Reichweite und einem neuen, größeren e-Auto wird BMW aber weitere, wichtige Schritte machen, um auch außerhalb Deutschlands Marktanteile und Neukunden zu gewinnen.

Die Technik

Die Alltagstauglichkeit wird ganz entscheidend über die Reichweite des e-Autos definiert, es ist vielleicht die ausschlaggebende Kennzahl, ob das Fahrzeug für einen Käufer in Frage kommt oder nicht.

Ohne Range Extender (ein zusätzlicher Benzinantrieb, gegen Aufpreis erhältlich) schafft der i3 laut Werksangaben bis zu 160 km. Zum Vergleich: Das Tesla Modell S schafft im Alltagstest 320 km. Hier hat BMW gegenüber den Amerikanern einen deutlichen Rückstand.

Doch man sollte diesen Rückstand als Chance betrachten. Die guten Verkaufszahlen wurden mit der aktuellen Reichweite erzielt, gelingt es hier, sich merklich zu steigern, werden die Elektroautos von BMW für immer mehr Kunden interessant!

CEO Harald Krüger hat dieses Potenzial erkannt und bereits für nächstes Jahr einen i3 mit verbesserter Reichweite in Aussicht gestellt, was sehr positiv zu bewerten ist und die Verkaufszahlen weiter nach oben treiben dürfte.

Mein Foolishes Fazit

BMW hat sich mit seiner entschlossenen Strategie zum Thema Elektroauto in Deutschland klar an der Spitze positioniert. Insbesondere Mercedes und Audi sehen nur noch die Rücklichter. Mit steigender Reichweite und weiteren Modellen wird man sich auch außerhalb des Heimatmarktes zahlungskräftige Kunden sichern.

Für BMW und dessen Aktionäre bedeutet das gute Standing im Elektroautomarkt auch ein Stück Zukunftssicherheit, da dieser Markt stark am wachsen ist und über kurz oder lang immer mehr Autos an der Steckdose statt an der Zapfsäule betankt werden. In Zukunft heißt es dann eben elektrisch: Freude am Fahren.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Tesla.

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