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Volkswagen und Valeant Pharmaceuticals: „Was kommt da noch?“

Foto: Pixabay, Unsplash

Wir haben zuvor schon auf die Hypothese der Überreaktion verwiesen, wonach der Mensch bei unerwarteten und dramatischen Ereignissen zu Überreaktionen tendiert und damit an der Börse Gelegenheiten für solche Investoren schafft, die über mehr Selbstbeherrschung verfügen. Diese Hypothese wurde von Richard Thaler und Werner de Bondt zum ersten Mal 1985 vorgebracht.

Der Kolumnist glaubt an diese Hypothese (und hat auch schon davon profitiert). Man kann Geld in Situationen verdienen, wenn eine gewisse Unsicherheit herrscht.

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Trotzdem sollten die Anleger eine günstige Wette nicht mit geschenktem Geld verwechseln. Selbst günstige Wetten führen nicht immer zu Gewinnen. Es gibt Gründe, warum der Markt Unsicherheit so fürchtet: Es könnte schlimmer kommen als erwartet, besonders wenn der Ausgang ungewiss ist.

Nehmen wir den Fall Volkswagen (WKN:766400). Vergangene Woche gab der in Schwierigkeiten geratene Autobauer zu – wenn auch etwas unverständlich – dass der Betrug doch etwas größer war, als ursprünglich gemeldet.

Im September gab das Unternehmen zu eine Software bei 11 Millionen Fahrzeugen installiert zu haben, um bei Abgastests zu betrügen. Am Dienstag verkündete VW, dass während der internen Untersuchung, „Unregelmäßigkeiten” bei den CO2-Werten aufgetreten seien.

Übersetzung: VW hat die CO2-Werte und auch den Kraftstoffverbrauch zu gering angegeben.

VW sagte, das Problem würde 800.000 Fahrzeuge betreffen, wovon interessanterweise nicht alle Dieselfahrzeuge sind. Ersten Schätzungen zufolge soll das 2 Milliarden EUR kosten. Da müssen wir dann noch die 6,5 Milliarden EUR dazu zählen, die der Autobauer schon für die Rückruf- und Reparaturkosten beiseite gelegt hat.

Die Aktie verlor daraufhin 5,5 %. Trotzdem liegt das Tief der vergangenen Woche 12 % über dem 52-Wochentief, was andeutet, dass es sich dabei um eine Überreaktion handeln könnte.

Der zweite große Skandal der Woche liegt bei Valeant Pharmaceuticals International (WKN:A1C6JH). Die Aktie verlor 14,7 % und erreichte damit ein neues Tief. Das wirft auch die Frage auf, wie viel Vertrauen CEO J. Michael Pearson noch bei den Großinvestoren genießt (wovon viele auch Hedgefonds sind).

Basierend auf den erwarteten Zahlen sieht die Aktie von Valeant sehr billig aus, aber der Markt stuft die Gewinnschätzungen gerade deutlich nach herab. Die Anleger haben das Vertrauen in das auf Übernahmen basierende Geschäftsmodell von Valeant verloren und zweifeln daher auch an den langfristigen Gewinne (ganz zu schweigen von der Integrität der Führung).

Das führt natürlich zu einer Herabstufung. Wenn du bei starkem Nebel fährst, dann verringerst du ja auch die Geschwindigkeit.

Ist die Situation bei VW und Valeant ähnlich? Sie hatten beide einen Skandal und sind davon vorbelastet. Ich glaube trotzdem nicht, dass jemand das Geschäftsmodell von VW wegen dem Skandal in Frage stellt (die Führungsstruktur ist eine ganz andere Sache).

Bei den aktuellen Preisen glaube ich, dass wahrscheinlich in einem Jahr oder anderthalb Jahren die Entwicklung bestätigen wird, dass VW unterbewertet ist. Bei Valeant kann ich dasselbe nicht behaupten.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Alex Dumortier, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 06.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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