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Ist Facebook oder Google der größere Gewinner im mobilen Bereich?

Die Analysefirma Flurry veröffentlichte diesen Sommer einen Bericht über die mobile Internetnutzung, der ziemlich übel für Google, die Suchmaschine von Alphabet (WKN:A14Y6H), war. Aber gleichzeitig zeigte sich der Bericht ziemlich bullisch für das soziale Netzwerk Facebook (WKN:A1JWVX) . Aber an dieser Geschichte ist mehr dran als nur die Zahlen, auf die sich viele Medien konzentrieren. Abgesehen davon werden die Investoren die Sache auch nicht als ein Nullsummenspiel sehen wollen.

Kurz gesagt, der Bericht zeigte, dass fast 90 % unserer Zeit im mobilen Web sich auf Apps abspielt, wobei die beliebtesten Facebook gehören.

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Andere Studien haben gezeigt, dass der durchschnittliche Tablet-Nutzer fast seine ganze Zeit mit drei Apps verbringt. Smartphone-Nutzer verbringen fast die Hälfte ihrer Zeit mit nur einer einzigen App. (Für viele sind die beliebtesten Apps in diesen Szenarien Facebook, Messenger und Instagram, drei Produkte von Facebook, die laut Unternehmensangaben zusammen mehr als 1,3 Milliarden mobile Nutzer haben.)

Das scheinen schlechte Nachrichten für Google zu sein, die damit Geld verdienen, dass die Leute etwas im Netz suchen. Die Werbung im mobilen Bereich wächst schnell. EMarketer schätzt, dass der Markt sich bis 2017 mehr als verdoppeln und etwa 51 Milliarden USD erreichen wird, während die konventionelle – und historisch gesehen profitablere – Werbung im Netz zurückgeht. Mit diesem Bericht scheint Flurry Google keine guten Aussichten zu prophezeien.

Dranbleiben bitte…

Aber in dieser dunklen Stunde kam das Licht am Ende des Tunnels: Morgan Stanley veröffentlichte letzten Monat eine Studie, die die Ergebnisse von Flurry scheinbar auf den Kopf stellt. Die Analysten der Bank geben an, dass mobile Suchen – also das Geschäft von Google – über ein Publikum verfügt, dass doppelt so groß ist, wie das, das die Apps nutzt und auch schneller wächst.

Wer hat jetzt Recht?

Es ist ohne Zweifel verwirrend, aber beide scheinen Argumente für sich zu haben. Beide nutzen verschiedene Kriterien, um zu ihren Schlussfolgerungen zu kommen. Der Bericht von Flurry verfolgte die mobile Nutzung nach Zeit. Laut Flurry verbringen wir etwa 220 Minuten pro Tag auf unseren mobilen Geräten und 198 Minuten davon mit Apps.

Damit bleibt uns laut diesen Daten weniger als eine halbe Stunde pro Tag für die Websuche auf einem Smartphone oder Tablet.

Nach diesen Daten würde Google hinter beliebten Apps wie Facebook, Messenger und Instagram zurückbleiben – und immer weiter zurückfallen.

Die Studie von Morgan Stanley nahm den Traffic als Kriterium, basierend auf der Zahl der einmaligen mobilen Besucher pro Tag und nicht die Zeit, die sie mit irgendetwas verbrachten. Wenn also ein Smartphone-Nutzer den Browser öffnet und nach etwas sucht und dann eine Stunde auf Instagram verbringt, dann würden die mobile Suche und die App gleiche Punktzahl erhalten.

Die Suche nach Werbeeinnahmen

Beide Methoden haben ihre Vorteile. Google braucht keine Nutzer, die lange Zeit auf ihren Seiten verbringen, um Geld zu verdienen. Da sie sich auf die Suche beschränken, sammeln sie Daten auf effiziente Art und Weise und können Nutzer und Werbekunden schnell zusammenbringen. Man tippt einfach nur einen Suchbegriff ein und Google liefert die Ergebnisse. Und darunter befinden sich auch Werbeanzeigen – oft auch ganz oben. Man klickt auf eine und Google verdient damit.

Das ist schnell, sauber und sinnvoll.

Natürlich ist das noch nicht alles. Google bietet auch zielgerichtete Anzeigen, die es Betreibern von Websites erlaubt, an den Gewinnen mitzuverdienen. Google bietet auch Retargeting oder Remarketing – das sind die Anzeigen, die einem dauernd hinterherdackeln nachdem man eine Website besucht oder eine App benutzt hat.

Aber die eigentliche Einnahmequelle von Googles 59-Milliarden-USD-Werbegeschäft bleibt die Suche. Laut Goldman Sachs kamen etwa 20 % davon im letzten Jahr von Suchen auf mobilen Geräten. 2011 machte die mobile Suche laut eMarketer nur 4,8 % aus.

Komm und bleib doch ein bisschen

QUELLE: FACEBOOKBRAND.COM

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Für Facebook dagegen ist es wichtig, dass die Nutzer Zeit auf der Plattform verbringen, Newsfeeds und Fotos ansehen und mit anderen Nutzern und deren Posts interagieren. Die Nutzer sehen Vorschläge in ihrem Newsfeed und Anzeigen, von denen Facebook meint, dass sie sich dafür interessieren könnten. Ermittelt wird das basierend auf den Dingen, die sie eingegeben haben und welche Seiten sie innerhalb von Facebook besucht haben. Das erlaubt auch Websites und Apps von diesen Daten zu profitieren und Anzeigen durch das „Audience Network” auszuwählen. Darüber hinaus haben Werbekunden die Möglichkeit, Retargeting anzuwenden, wenn die Nutzer im Netz surfen.

Es ist nicht so effizient wie die Suchplattform von Google. Aber das muss es auch nicht sein. Facebook hat eine Plattform aufgebaut, die die Leute für längere Zeit nutzen und auf die sie wieder und wieder zurückkommen.
Während diese Studien auf den ersten Blick verwirrende Ergebnisse liefern – wenn nicht sogar widersprüchliche – so gibt es doch einige wichtige Informationen, die wir mitnehmen können. Mobile Nutzung wächst schnell und nur ein paar Unternehmen positionieren sich, um davon zu profitieren.

Hier gibt es mehr als einen Gewinner

Zuerst schien es so, als würden die beiden Berichte Probleme für eines der beiden Unternehmen ankündigen. Aber wie sich herausstellt, schlagen sich beide sehr gut, was Stabilität und Wachstum im mobilen Werbemarkt betrifft, der von 19 Milliarden USD im letzten Jahr auf 51 Milliarden USD bis 2017 explodieren soll.

Sowohl Alphabet als auch Google sind gut positioniert, um von diesem riesigen Trend zu profitieren. Für Investoren ist es weniger hilfreich, sich auf die scheinbaren Unterschiede in den Berichten zu konzentrieren als auf das große Ganze.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien) und Facebook.

Dieser Artikel wurde von John-Erik Koslosky auf Englisch verfasst und wurde am 03.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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