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Die besten Tech-ETFs auf dem Markt

Foto: Pixabay, stevepb

In den letzten 10 Jahren gab es keine größere Neuerung beim Investieren für Einzelpersonen als der Exchange-Traded Fund oder kurz ETF. Laut dem Partner von Goldman Robert Boroujerdi erhöhte sich während diesem Zeitraum allein in den USA das gesamte von Fonds gemanagte Volumen um 24 % pro Jahr. In harten Zahlen ist das ein Anstieg von 230 Milliarden USD auf 2 Billionen USD. Das hinkt dem Investmentfondsmarkt immer noch hinterher, der ein verwaltetes Vermögen (AUM, assets under management) von etwa 16 Billionen aufweist, aber das explosive Wachstum der ETFs ist unwiderlegbar.

Das ist auch sinnvoll, da ETFs große Vorteile gegenüber ihren größeren und älteren Gegenstücken haben. Im Gegensatz zu Investmentfonds werden ETFs kontinuierlich jeden Tag bewertet und gehandelt, was zu mehr Transparenz für die Investoren führt. Andere Vorteile sind die niedrigeren Steuern und (allgemein) niedrigere Gebühren für Verwaltung und Management.

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Natürlich haben auch ETFs ihre Nachteile. Für ETF-Investoren gehen diese niedrigeren Gebühren und Steuervorteile zulasten des aktiven Managements. Im Gegensatz zu anderen Fonds, bei denen normal eine aktive Managementstrategie angewendet wird, sind ETFs meist passiv. Es sind Vehikel, die Indexe abbilden sollen. Damit müssen die Investoren selbst wissen, welche Anlage die beste für ihre Strategie ist.

Im Tech-Sektor, wo es jeden Tag etwas Neues gibt, gibt es mehr als nur ein paar Optionen. Die Frage ist, welcher ist der beste ETF in diesem Markt?

Die Antwort ist: Das kommt darauf an. Aber es gibt ein paar Tech-ETFs, die aus der Masse herausragen.

Der beste ETF für Unternehmen mit großer MArktkapitalisierung

Wenn es um den Tech-Sektor geht, dann ist der am meisten genannte Index der Nasdaq Composite, der mehr als 3.000 Unternehmen enthält. Und der Index, der die 100 größten Unternehmen im Nasdaq nach ihrer Marktkapitalisierung verfolgt, ist der Nasdaq-100. Um zu geringen Kosten in diese Unternehmen zu investieren sollte man sich den PowerShares QQQ Trust (WKN:989871) von Invesco ansehen.

Natürlich ist dieser ETF nicht das Richtige für alle Anleger. Für Investoren, die bereits Positionen von großen Tech-Unternehmen besitzen, sei es direkt durch Aktien oder durch ETFs wie den SPDR S&P 500 ETF Trust, ist das vielleicht nicht die beste Option. Da der Nasdaq-100 durch Marktkapitalisierung gewichtet wird, haben Unternehmen mit hohem Börsenwert einen größeren Einfluss auf den Index – und daher auf den PowerShares QQQ Trust – als kleinere Unternehmen. Der PowerShares-ETF besteht zu 13 % nur aus Apple und wenn man dann noch andere größere Tech-Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Google (A und C) und Facebook hinzufügt, dann machen diese Unternehmen schon 39 % des ETFs aus. Wenn du bereits einen Wachstumsfonds mit hoher Marktkapitalisierung, ETF oder einen anderen Large-Cap-Indexfonds hast, dann bist du damit vielleicht weniger diversifiziert als zu denkst.

Wenn es doch nur eine Alternative zu diesem relativ wenig breit gestreuten ETF gäbe…

Der beste ETF, um Konzentrationen zu vermeiden

Investoren, die nach diesen Tech-Unternehmen suchen, aber Angst haben, einzelne Aktien könnten zu stark gewichtet sein, sollten sich den First Trust Nasdaq-100 Equal Weighted ETF ansehen. Dieser Fonds gehört zu einer kleinen Gruppe ETFs, die die Unternehmen im Nasdaq 100 gleichwertig gewichten. Das bedeutet, sie gewichten ihre Positionen nicht nach Marktkapitalisierung, sondern halten den gleichen Prozentsatz jedes Unternehmens aus diesem Index.

Auch hier gibt es ein paar Nachteile. Wenn du ein aktiver Trader bist – und das ist etwas, das wir bei Motley Fool nicht empfehlen – dann ist diese Investition weniger liquide, was das durchschnittliche tägliche Volumen angeht. Das führt zu Geld-Brief-Spannen (Spread), die größer sind als bei aktiver gehandelten. Die Kosten sind auch mehr als dreimal so hoch verglichen mit dem bereits erwähnten PowerShares ETF (0,60 % verglichen mit 0,20 %), was das geringere AUM-Volumen und die höheren Kosten widerspiegelt.

Der Übergang von einem Market-Cap-Index auf einen gleich gewichteten ETF führt zu einem Effekt, genannt „bum curse”. Dabei werden Unternehmen, deren Marktkapitalisierung wächst (gut), verkauft, um den ETF wieder auszubalancieren, um mehr Unternehmen zu kaufen, deren Marktkapitalisierung nicht wächst. Für diejenigen, die sich weniger Sorgen um Diversifizierung machen als um absolute Renditen, ist das vielleicht nicht die beste Investition.

Der beste Einkommens-ETF

Historisch gesehen ist der Tech-Sektor nicht der beliebteste bei den Dividendenanlegern, da diese Unternehmen allgemein ihr Kapital wieder reinvestieren. Und das tun sie normal auch bei überdurchschnittlichen Gewinnen, anstatt das Geld an die Anleger zurückzuführen. Trotzdem zahlen inzwischen viele Unternehmen überdurchschnittliche Dividenden. Nicht viele ETFs wurden bisher geschaffen, um Investoren an diesem Phänomen teilhaben zu lassen, aber zum Glück gibt es den First Trust Nasdaq Technology Dividend ETF. Dieser bietet eine Dividendenrendite von fast 3 %.

Wie der andere First Trust ETF ist auch das ein ETF mit eher weniger AUM und relativ hohen Kosten (obwohl 0,50 % immer noch unter dem Durchschnitt des normalen Investmentfonds liegt). Ich persönlich hätte gerne mehr ETFs zur Auswahl, die sich auf Dividendenzahler in diesem Sektor konzentrieren. Was die Positionen betritt, wird auch diese Gruppe von den „alten Tech-Unternehmen” dominiert – damit sind solche gemeint, die schon als reifer angesehen werden und in ihrem Hauptgeschäft langsamer wachsen. Beispiele wären die 10 größten Positionen wie Intel, Cisco, IBM und Oracle.

Wenn du mehr Tech-Investitionen suchst, dann sieh dir die erwähnten ETFs mal an. Vielleicht passt ja einer zu deinem Risiko- und Renditeprofil. ETFs geben Anlegern mehr Auswahl, niedrigere Kosten, leichtere Diversifizierung, Steuervorteile und transparentere Preise. Das ist ein Investmenttrend, den alle Anleger feiern sollten.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Amazon.com und Facebook. Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft und Oracle. Motley Fool empfiehlt Cisco Systems und Intel.

Dieser Artikel wurde von Jamal Carnette  auf Englisch verfasst und wurde am 01.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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