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Aktien im Rückblick: VW-Affäre belastet den DAX, gute Quartalszahlen von Adidas und Beiersdorf

Foto: Pixabay

Nach dem steilen Anstieg im Vormonat setzte der DAX zum Beginn der ersten Handelswoche im November seinen Aufwärtstrend fort und erreichte fast die 11.000er-Marke. Allerdings konnte der deutsche Leitindex dieses Niveau nicht halten und notierte am Freitag nur knapp über seinem Vorwochenschluss.

Das Börsenbarometer reagierte damit auf den sich stetig ausweitenden Abgasskandal bei Volkswagen (WKN:766403), der nicht nur die VW-Aktie einbrechen ließ, sondern auch die Kurse von BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN:710000) drückte.

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Allerdings gab es auch positive Nachrichten – beispielsweise von zwei DAX-Unternehmen, die gute Quartalszahlen lieferten…

Was war an der Börse los?

Nach einem Anstieg um mehr als 12 % im Vormonat setzte der DAX (WKN:846900) am ersten Handelstag im November seinen Aufwärtskurs fort und legte weitere 0,9 % auf 10.951 Punkte zu.

Der beste DAX-Wert war am Montag die Aktie der Commerzbank (WKN:CBK100), die um 6,6 % stieg. Das Geldhaus hatte vor Handelsbeginn Quartalszahlen vorgelegt und die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Für das Jahr 2015 soll erstmals seit acht Jahren wieder eine Dividende gezahlt werden. Auch die Ankündigung vom Wochenende, dass Commerzbank-Chef Martin Blessing seinen Vertrag im Jahr 2016 auslaufen lassen werde, sorgte bei einigen Marktteilnehmern für positive Stimmung.

Weniger Grund zur Freude hatten Aktionäre der ehemals im TecDAX (WKN:720327) gelisteten Solarworld (WKN:A1YCMM), deren Anteilscheine zeitweise um 50 % im Minus lagen. Grund für die Verkaufspanik war ein Bericht, laut dem das Unternehmen nach einem verlorenen Rechtsstreit in den USA bis zu 800 Millionen Dollar zahlen muss. Solarworld dementierte umgehend und erwiderte, es gebe kein Urteil und man sehe „keine höhere Risikoeinschätzung“. Das half der Aktie, einen Teil der Verluste wieder aufzuholen. Bei Handelsschluss betrug der Kursabschlag allerdings immer noch rund 25 %.

Am Dienstag sorgten neue Vorwürfe gegen Volkswagen für miese Stimmung an der Frankfurter Börse. Die US-Umweltbehörde EPA warf dem Automobilkonzern vor, auch bei Dieselmotoren mit 3 Litern Hubraum eine Schummel-Software installiert und damit falsche Abgaswerte vorgetäuscht zu haben. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. VW-Vorzüge gaben 1,5 % ab.

Der DAX notierte bis zum Nachmittag im Minus, wurde dann aber von einer freundlich eröffnenden Wall Street gestützt und schloss deshalb genau auf Vortagsniveau. An die Spitze des deutschen Leitindex setzte sich die Aktie von K+S (WKN:KSAG88), die von einer Kaufempfehlung profitierte und einen Kursgewinn von 4,4 % verbuchte.

In den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer den Chiphersteller Infineon (WKN:623100), dessen Anteilscheine 3,6 % an Wert verloren. Auf dem Parkett kursierte das Gerücht, der Münchener Konzern stehe vor der Übernahme eines US-Konkurrenten.

Kein Gerücht, sondern eine Bekanntmachung von VW lieferte den Börsianern am Mittwoch Gesprächsstoff: Die Wolfsburger gaben per Ad-hoc-Meldung zu, dass es auch bei der neuesten Generation von Dieselmotoren Manipulationen gegeben habe.

Komplett wurde der PR-Gau durch die Mitteilung, dass sich der Manipulationsverdacht nunmehr auch auf Benzinmotoren ausweitet: Bei nach derzeitigem (!) Erkenntnisstand rund 800.000 Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda sollen falsche Ausstoßwerte für Kohlendioxid ausgewiesen worden sein. Kein Wunder also, dass die VW-Vorzüge 9,5 % verloren.

Der DAX hielt sich am Mittwoch vergleichsweise wacker, bekam aber am Nachmittag keine Unterstützung von den US-Börsen und bewegte sich um 1,0 % abwärts auf 10.845 Zähler. Wie geschmiert lief es hingegen beim Nivea-Hersteller Beiersdorf (WKN:520000), dessen Anteilscheinen die Marktteilnehmer wegen starken Wachstums bei Körperpflegeprodukten ein Kursplus von 2,9 % spendierten.

Am Donnerstag stieg das Börsenbarometer wieder. Allerdings musste der DAX im Nachmittagshandel wegen einer schwächelnden Wall Street einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben und ging beim Stand von 10.888 Punkten mit einem Aufschlag von 0,4 % aus dem Handel.

Grund zur Freude hatten Aktionäre von Adidas (WKN:A1EWWW), deren Papiere 8,6 % aufwärts sprinteten und sich damit die Spitzenposition in der deutschen Blue-Chip-Tabelle sicherten. Der Sportartikelhersteller hatte am Morgen überzeugende Quartalszahlen vorgelegt und sein Jahresziel angehoben.

Weniger sportlich lief es bei der Lufthansa (WKN:823212), deren Aktie mit einem Abschlag von 3,8 % eine Bruchlandung am unteren DAX-Ende hinlegte. Auslöser des Sinkflugs war das Scheitern der Verhandlungen mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, das in den kommenden Tagen Streiks zur Folge haben wird.

Am Freitag warteten die deutschen Marktteilnehmer gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht und hielten sich deshalb mit Engagements zurück. Der DAX gab bis 14:00 Uhr rund 0,2 % ab. Im Fokus des Interesses stand die Aktie der Allianz (WKN:840400), deren Quartalszahlen etwas schlechter ausgefallen waren, als die Mehrheit der Analysten erwartet hatte. Die Dividendenpapiere des Versicherungsriesen verbilligten sich um rund 2,5 %. Die Lufthansa konnte bis zum frühen Nachmittag die Vortagsverluste wieder aufholen.

Wie geht es weiter?

Am Montag (09.11.) legt der Automobilzulieferer Continental (WKN:543900) Quartalszahlen vor. Die deutsche Handelsbilanz für September und der sentix-Konjunkturindex für November werden veröffentlicht.

Am Dienstag (10.11.) liefert die Lufthansa ihre Oktober-Verkehrszahlen. Aus den USA kommen Statistiken zu den Lagerbeständen des Großhandels im September sowie zu den Im- und Exportpreisen im Oktober.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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