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4 Gründe Glencore zu verkaufen

Foto: Pixabay, marcindrews

Heute sehen wir uns an, warum man um Glencore (WKN:A1JAGV) einen großen Bogen machen sollte.

Volatile Kurse

Zu sagen, dass Glencore ein turbulentes Jahr hinter sich hat, wäre eine kolossale Untertreibung, Da sich das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage immer weiter verschlechtert hat, sind auch die Preise dementsprechend in den letzten Jahren immer tiefer gesunken. Das hat sich auch im Kurs von Glencore gezeigt und das Unternehmen ist im vergangenen Jahr allein um fast zwei Drittel abgestürzt.

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Aber die Kauflaune der Investoren hat ihr Übriges getan, um den Kurs Ende September vom Rekordtief um 68 % nach oben zu katapultieren. Es ist schwer vorherzusehen, was als nächstes passieren wird, da der Markt gerade sehr volatil ist. Aber da erwartet wird, dass die Daten aus China auch weiterhin enttäuschend sein werden, glaube ich, dass der Kurs noch tiefer fallen könnte, sobald die Trader ihre jüngsten Gewinne zu Geld machen.

Dividenden

Da sich die chinesische Wirtschaft weiterhin abkühlt und die Produktion von vielen Rohstoffen wie Kupfer und Eisenerz steigt, werden die Gewinnprognosen im ganzen Minensektor auch weiterhin nicht gut aussehen. Bei Glencore allein soll es in diesem Jahr ein Gewinnrückgang von 57 % sein.

Diese düsteren Aussichten haben Glencore dazu gebracht, ihre Dividende im September auszusetzen, um damit die Bilanz zu stützen. Das war eine vernünftige Aktion, da die Nettoschulden aktuell bei unglaublichen 30 Milliarden USD liegen. Glencore ist bisher das einzige Unternehmen, das sich entschieden hat, die Dividende zu streichen. Das ist natürlich eine Enttäuschung für viele Einkommensinvestoren, aber andere Dividenden im Minen- und Energiesektor werden wohl auch unter Druck geraten. Daher sollten sich die Rohstoff-Investoren vielleicht besser woanders umsehen.

Verschlechterungen bei allen Rohstoffen

Ich persönlich würde es nicht in Betracht ziehen, in irgendeinen Metall- oder fossilen Brennstoffproduzenten zu investieren, da die Rohstoffpreise auch weiterhin stark unter Druck geraten könnten. Kupfer kam Ende September einem neuen Sechsjahrestief nahe und das obwohl einige Minenunternehmen, darunter auch Glencore angekündigt hatten, die Produktion einzuschränken. Die Preise sind momentan wieder auf dem Weg zur Marke von 5.000 USD pro Tonne.

Die Termingeschäfte mit dreimonatiger Laufzeit auf Aluminium sanken an der Lonodner Metallbörse auf ein neues Tief unter 1.640 USD pro Tonne. Die Auswirkungen von fallenden Aluminium- und Nickelpreisen drückten das bereinigte EBITDA von Glencore im Zeitraum von Januar bis Juni um 27 % auf 1,2 Milliarden USD.

Da die Preise weiterhin nicht nur beim Aluminium fallen, sondern bei allen Rohstoffen, die Glencore produziert, sollten die Investoren weitere deutliche Schwächen bei Glencore erwarten, sowohl bei der Produktion als auch im Vertrieb.

Veräußerungen untergraben das langfristige Wachstum

Zusätzlich zur Streichung der Dividende hat Glencore auch mehrere andere Maßnahmen angekündigt, um den Schuldenberg von 27 Milliarden USD bis Ende 2016 abzubauen. Diese Initiativen beinhalten auch eine rechtliche Angelegenheit, weitere Kostensenkungen und den Verkauf von einigen Unternehmensteilen.

Ich wiederhole es noch einmal: Ich halte solche Maßnahme in der aktuellen Lage für vernünftig. Aber der geplante Verkauf von Projekten wie den Cobar- und Lomas-Bayas-Minen in Chile tut den langfristigen Gewinnaussichten keinen Gefallen, sobald die Rohstoffpreise sich wieder erholen. Meiner Meinung nach hat Glencore gerade zu viele Probleme, um als eine gute Investition bezeichnet werden zu können.

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The Motley Fool UK besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Royston Wild auf Englisch verfasst und wurde am 02.11.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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