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AbbVie, Pfizer, Bristol-Myers Squibb haben 3 Medikamente, die 2016 durch die Decke gehen

Foto: Pixabay, stevepb

Jeder Hersteller hat die Hoffnung, dass eines der Medikamente, die man entwlckelt hat, sich als milliardenschwere Behandlungsmethode entpuppt. Aber da 90 % der Medikamente in klinischen Studien und Testläufen durchfallen, dürfen nur wenige Unternehmen diesen Erfolg einfahren. Bristol-Myers Squibb (WKN:850501), Pfizer (WKN:852009) und AbbVie (WKN:A1J84E) jedoch scheinen der Wahrscheinlichkeit zum Trotz jeweils ein Medikament auf den Markt gebracht zu haben, das im nächsten Jahr den begehrten “Blockbuster”-Status errungen haben dürfte.

Bristol-Myers Squibb: Opdivo

Bristol-Myers Squibbs Immuno-onkologische Behandlung Opdivo, die etwa 12.500 USD pro Monat kostet, hat die Erwartungen der Experten im dritten Quartal weit übertroffen. Die Umsätze von Opdivo lagen bei 305 Millionen USD, und das lag weit über den erwarteten 238 Millionen USD.

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Der Erfolg ist großen Bemühungen in der Forschung zuzuschreiben. Vorgabe von Bristol-Myers war, schlichtweg die Behandlungsmethode bei Krebs zu entwickeln, die allein wie auch in Kombination mit anderen Medikamenten genutzt werden kann, um die Wirkung zu verstärken.

Bislang ist Opdivo als Monotherapie bei der Behandlung von fortgeschrittenen Melanomen und Lungenkrebs zugelassen. Außerdem wird es mit einem anderen Medikament von Bristol-Myers, Yervoy, bei einer besonderen genetischen Variation von Melanom-Metastasen eingesetzt.

Es ist wahrscheinlich, dass noch weitere Zulassungen folgen. Bristol-Myers führen derzeit mehr als 50 Studien bei verschiedenen Krebsarten durch. Zum Beispiel konnte Bristol-Myers jüngst berichten, dass die amerikanische Aufsichtsbehörde Opdivo positive Therapieergebnisse bei Nierenkrebs zugeschrieben hat.

Insgesamt könnte Opdivo das Potenzial haben, ein richtiger Blockbuster bei der Krebstherapie zu werden, der Milliarden USD schwer ist. So wie es heute aussieht, ist das Medikament drauf und dran, im kommenden Jahr die Schwelle von einer Milliarde Dollar zu überschreiten.

Pfizer: Ibrance

Ibrance von Pfizer wurde neulich erst zur Behandlung von Brustkrebs zugelassen, und die Verkaufszahlen sind besser als erwartet. Im Q3 betrugen die Verkaufszahlen 230 Millionen USD, und das sieht vielleicht noch nicht nach einer Milliarden-Runrate aus. Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass der Trend anhält und das Medikament bald diese magische Marke knacken kann.

Pfizer zufolge wurden 15.000 Patienten mit Ibrance behandelt; die Behandlung kostet monatlich etwa 10.000 USD. Im Q2 waren es noch 9.000 Patienten, im Q1 sogar nur 2.000 Patienten. Mittlerweile verschreiben 4.000 Ärzte Ibrance, am Ende des Q2 nur 3.000 Ärzte, Ende Q1 sogar nur 800 Ärzte. Resultat: Ibrance hat bereits 27 % des Markts für Erstbehandlung an sich gerissen.

Der wirtschaftliche Erfolg von Ibrance ist nicht wirklich überraschend. Das Medikament hat in Versuchsläufen gut abgeschnitten, was dazu geführt hat, dass die Aufsichtsbehörde FDA die Zulassung zwei Monate eher als geplant erteilt hat. Zudem haben 1 Million der in den USA erfassten 1,7 Millionen Menschen mit Brustkrebs die von Ibrance bediente genetische Veranlagung.

Da Ibrance auf gutem Weg ist, die Hürde von 1 Milliarde USD in Verkäufen zu knacken und darüber hinaus noch eine Zulassung in der EU wahrscheinlich ist, sieht die Zukunft für 2016 nach einem echten Blockbuster-Jahr aus.

Quelle: AbbVie

AbbVie: Imbruvica

Als AbbVie Anfang des Jahres in einem riesigen, 21 Milliarden USD schweren Deal Pharmacyclics gekauft hat, war der Plan, die Rechte zu Imbruvica zu bekommen. Imbruvica ist ein Medikament mit schneller Verbreitung, dessen Behandlung monatlich um die 11.000 USD kostet und zur Behandlung von Blutkrebs, Lymphkrebs (CLL) und Waldenstroms Macroglobulinemia eingesetzt wird.

Seit man im letzten Jahr die Zulassung für die CLL-Behandlung bekommen konnte, haben die Verkäufe von Imbruvica, das zu Teilen von Johnson & Johnson entwickelt wurde, rapide zugenommen. Im Q3 berichtete AbbVie, dass Imbruvica 304 Millionen USD umgesetzt hätte, was zu einem geschätzten Jahresumsatz von 1,2 Milliarden USD führt. Dieser Umsatz setzt sich aus 267 Millionen USD in den USA und 37 Millionen USD in anderen Märkten zusammen, die man sich mit Johnson & Johnson teilt.

Im nächsten Jahr könnte Imbruvica noch häufiger verschrieben werden. Vor allem, da AbbVie sich noch um weitere Behandlungsmethoden kümmert, für die Imbruvica eingesetzt werden kann, darunter für CLL-Patienten, die bislang noch keine Behandlung erfahren haben. Bei diesen Patienten konnte man in Tests mit Imbruvica bessere Ergebnisse erzielen als mit Chemotherapie, was dazu führen könnte, dass man zukünftig nicht nur als effektive Sekundärbehandlung, sondern auch als Erstbehandlung wahrgenommen werden könnte. Pharmacyclics haben geschätzt, dass die Zahl der Zielpatienten sich von 40.000 im Jahr 2014 auf 374.000 steigern kann. Und sollte diese Einschätzung zutreffen, dann könnte Imbruvica tatsächlich eine der sich am besten verkaufenden Medikamente in der Behandlung von Krebs erweisen.

Das große Ganze

Alle drei besprochenen Medikamente werden zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Alle drei sind auf eine Weise bepreist, die ihren Einsatz zu sehr teuren Behandlungsmethoden macht. Neulich erst hat ein Sparkurs Experten dazu veranlasst, laut nachzudenken, ob Medikamentenhersteller sich Gedanken um ihre Profite machen müssen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass hier und da Veränderungen stattfinden werden. Aber ich bin mir nicht sicher, ob diese groß und wichtig genug sind, um diese drei Blockbuster-Medikamente vom Erfolgskurs abzubringen. Denn jedes von ihnen hat das Potenzial, das Leben der Behandelten effektiv zu verlängern.

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Dieser Artikel von Todd Campbell erschien am 1.11.15 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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