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Noch ein starkes Quartal für Gilead Sciences

Foto: National Cancer Institute

Mit den letzten Quartalsergebnissen übertraf Gilead Sciences (WKN:885823) vor drei Monaten die Erwartungen der Analysten. Zum Ende des Dritten Quartals stehen aber wichtige Fragen im Raum. Diese Fragen drehen sich darum, wie gut sich die Hepatitis-C-Medikamente Harvoni und Sovaldi in Europa verkaufen und welche Probleme es mit den Preisen geben könnte. Gilead verkündete die Ergebnisse des dritten Quartals nach Börsenschluss am Dienstag. Hier sind die Höhepunkte.

Die Zahlen

Die Einnahmen des dritten Quartals beliefen sich auf 8,3 Milliarden USD. Das ist ein Anstieg um 43 % im Vergleich zu den 6 Milliarden USD im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu Q2 2015 mit Einnahmen von 8,2 Milliarden USD ist es allerdings ein deutlich kleinerer Anstieg.

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Gilead meldete GAAP-Gewinne von 4,6 Milliarden USD oder 3,06 USD pro Aktie (verwässert). Das markiert einen beeindruckenden Anstieg von 70 %. Im Jahr zuvor waren es noch 1,67 USD pro Aktie oder 2,7 Milliarden USD gewesen. Auf nicht-GAAP-Basis beliefen sich die Gewinne auf 4,8 Milliarden USD oder 3,22 USD pro Aktie. Das liegt 60 % höher als die 3 Milliarden USD oder 1,84 USD pro Aktie aus dem Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen kündigte auch an, zum Ende des dritten Quartals über 25,1 Milliarden USD an Cash, liquiden Zahlungsmitteln und handelbaren Wertpapiere zu verfügen. Zum Ende von Q2 waren es 14,7 Milliarden USD. Die Ausgabe von 10 Milliarden USD an vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten im September machte hier den großen Unterschied.

Gilead erhöhte auch den Einnahmensausblick für das ganze Jahr 2015 von 29 bis 30 auf 30 bis 31 Milliarden USD.

Hinter den Zahlen

Harvoni und Sovaldi zusammen erzielten in Q3 58 % der Gesamteinnahmen. Das ist ein Rückgang verglichen mit dem zweiten Quartal und ein Zeichen dafür, dass in den USA das Geld nicht so locker sitzt, wie man gehofft hatte. Selbst die Umsätze in Europa gingen etwas zurück verglichen mit dem letzten Quartal. Die Umsätze beider Medikamente stiegen aber außerhalb der USA und Europa.

Innerhalb des HIV-Portfolios verzeichnete Stribild das schnellste Wachstum und schoss auf 511 Millionen USD Umsatz verglichen mit 327 Millionen USD aus dem Vorjahreszeitraum. Truvada ist auch weiterhin die größte Einnahmensquelle im HIV-Markt mit einem Umsatz von 903 Millionen USD in Q3.

Aber Gilead hatte auch solides Wachstum bei den nicht-antiviralen Medikamenten. Die Umsätze des Bluthochdruckmedikamentes Letairis stiegen um fast 24 % auf 181 Millionen USD. Die Umsätze für das Blutkrebsmedikament Zydelig stiegen auf 36 Millionen USD. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 6 Millionen gewesen.

Ein Blick in die Zukunft

Gilead scheint gut aufgestellt zu sein, um von den Sicherheitsbedenken um das Hep-C-Medikament Viekira Pak von AbbVie (WKN:A1J84E) zu profitieren. Eine aktuelle Studie fand heraus, dass bei Viekira Pak die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen höher wäre als bei Sovaldi und Harvoni. AbbVie musste auch letzte Woche die Aufschriften auf der Verpackung ändern, um eine Warnung für Patienten mit Child-Pugh B Zirrhose einzufügen und musste gleichzeitig die Ärzte dazu aufrufen, vor der Verschreibung potenzielle Leberschäden abzuschätzen.

Viekira Pak erwirtschaftete 385 Millionen USD in Q2. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was Harvoni und Sovaldi zusammen verdient haben. Trotzdem sollte jeder Marktanteil, den Gilead AbbVie wegnehmen kann, Gileads Umsatz und Gewinn im vierten Quartal und vielleicht auch Anfang 2016 verbessern.

Die vielleicht größte Bedrohung für Gilead kommt von Merck (WKN:659990). Das Schwergewicht im Arzneimittelbereich reichte im Mai bei der FDA seine Hep-C-Medikamente zur Prüfung ein. Die kombinierte Pille aus grazoprevir und elbasvir könnte Sovaldi den Umsatz streitig machen, besonders wenn Merck den Preis deutlich unter den von Gilead senkt.

Das ist auch einer der Gründe, warum die Bewertung von Gilead im Vergleich zu den meisten Biotechunternehmen so niedrig bleibt. Die Investoren sollten ein Auge auf Merck haben und aufpassen, wie die großen Krankenkassen mit ihrer Erstattungspolitik für die teuren Hep-C-Medikamente weiter verfahren.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und wurde am 29.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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