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VW meldet Verluste, da die Kosten des Skandals steigen

Bild: The Motley Fool

Volkswagen (WKN:766400) gab am 28. Oktober an, im dritten Quartal einen Nettoverlust von 1,73 Milliarden EUR verzeichnet zu haben. Die Kosten des Abgasskandals beginnen, sich auf die Gewinne des Autobauers niederzuschlagen.

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Kennzahl Q3 2015 Q3 2014
Revenue 51,5 Milliarden 48, 9 Milliarden
Operativer Gewinn 3, 2 Milliarden 3, 2 Milliarden
Sonderposten (6, 7 Milliarden) 0
Nettogewinn (Verlust) (1, 7 Milliarden) 3,0 Milliarden

Was ist in diesem Quartal passiert?

Alle Ergebnisse werden von dem Skandal überschattet. VW nahm 6,5 Milliarden EUR aus den Gewinnen des dritten Quartals, um die Kosten des Skandals zu decken. Das war mehr als genug, um die Gewinne zunichte zu machen, aber die letztendlichen Kosten werden wohl noch deutlich höher sein.

Am 18. September beschuldigte die amerikanische Umweltbehörde EPA Volkswagen, gegen den Clean Air Act verstoßen zu haben. Diese Nachricht führte zu einer erstaunlichen Reihe von Geständnissen: VW hatte Millionen von Dieselfahrzeugen auf der ganzen Welt mit einer Software verkauft, die das Abgaskontrollsystem nur dann einschaltet, wenn die Software Testbedingungen erkennt.

Im normalen Fahrbetrieb ist der Großteil des Systems abgeschaltet, um die Leistung und die Sparsamkeit zu verbessern – und die Autos stoßen deutlich mehr Emissionen aus, als in den USA erlaubt.

Das erfüllt den Tatbestand der Manipulation. Unter dem Clean Air Act kann die EPA eine Strafe von bis zu 37.500 USD pro Auto verhängen. Etwa 482.000 dieser Fahrzeuge wurden in den USA verkauft.

Aber das ist erst der Anfang. Etwa 11 Millionen Autos wurden mit der Software weltweit verkauft. Etwa die Hälfte davon in Europa. VW wird alle Fahrzeuge reparieren und sie sagten auch, dass bei einigen Modellen umfangreiche Umrüstungen notwendig wären, die mehr als 1.000 USD pro Auto kosten könnten. Gegen das Unternehmen wird in den USA, Europa und in anderen Teilen der Welt ermittelt, wobei einige dieser Untersuchungen wahrscheinlich auch in ein Strafverfahren gegen VW oder einige Angestellte münden werden.

Vor dem Skandal ging es VW ziemlich gut. Die Marke VW verdiente im vergangenen Quartal 0,8 Milliarden EUR, im Vergleich zu 0,7 Milliarden EUR vor einem Jahr, da günstige Wechselkurse halfen, die Probleme in Südamerika und Russland auszugleichen. Wie üblich machten die beiden Luxusmarken große Gewinne: Audi verdiente 1,1 Milliarden EUR, das markiert praktisch keine Verbesserung verglichen mit dem letzten Jahr. Porsche erhöhte seine Gewinne auf 0,8 Milliarden EUR pro Jahr. Im Vorjahr waren es noch 0,5 Milliarden EUR gewesen. Bei beiden Marken stiegen die Umsätze auf der ganzen Welt.

Was das Management zu sagen hatte

CEO Matthias Müller ist neu in seinem Job, nachdem der langjährige VW-Chef Martin Winterkorn aufgrund des Skandals am 23. September zum Rücktritt gezwungen war. Zuvor war Müller CEO von Porsche gewesen.

„[Die Ergebnisse] zeigen die Stärke der Volkswagen Gruppe auf der einen Seite, auf der anderen aber auch die ersten Auswirkungen der aktuellen Situation.” sagte Müller in einer Erklärung. „Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen.”

Der Finanzchef von VW, Frank Witter, merkte an, dass es VW in diesem Quartal gelungen sei, die Nettoliquidität um 6,3 Milliarden EUR auf 27,8 Milliarden EUR zu erhöhen. Ein großer Teil davon kam aus dem Verkauf der Anteile an Suzuki Motor. „Die Volkswagen Gruppe verfügt über solide Liquiditätsquellen.” gab Witter an. „Das wird uns helfen in dieser schwierigen Situation.”

Was kommt als Nächstes?

VW erwartet, dass die Auslieferungen noch in etwa das Niveau von 2014 erreichen werden. Sie gaben an, dass sich die Einnahmen für das ganze Jahr um bis zu 4 % erhöhen könnten. Aber sie erwarten auch, dass der operative Gewinn aufgrund der Kosten für den Skandal deutlich zurückgehen wird. Schätzungen haben sie aber nicht angegeben.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 28.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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