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Was würde mit Bombardier passieren, wenn die Gründerfamilie die Kontrolle verlieren würde?

Foto: Bombardier.

Bombardier (WKN:866671) ist eines von vielen Familienunternehmen an der kanadischen Börse. Die Familie Bombardier-Beaudoin hält 54 % der Stimmrechte, obwohl sie nur 14 % der Aktien halten. Das wird dadurch möglich, dass sie Vorzugsaktien mit höherem Stimmrecht haben.

Diese Struktur findet man auch in anderen Unternehmen, aber in diesem Fall ist das ein Grund zur Frustration für viele Aktionäre von Bombardier, besonders wenn man bedenkt, welche Probleme das Unternehmen gerade hat.
Besonders erwähnenswert ist hier, dass die Caisse de dépôt et placement du Québec (einer von Bombardiers größten Aktionären) wiederholt darauf bestanden hat, dass diese Struktur aufgebrochen werden muss.

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Aber die Gründerfamilie hat dagegengehalten und führt an, dass das Unternehmen ohne diese Struktur aufgekauft und aufgespalten werden würde. Aber wie würde das genau aussehen?

Die Übernahme

Normalerweise, wenn ein Unternehmen die Erwartungen nicht erfüllt, wie im Fall von Bombardier, könnte es von einem anderen Unternehmen übernommen werden. In diesem Fall ist die Sache aber viel komplizierter, denn es gibt niemanden auf dem Markt, der ein Unternehmen kaufen will, das sowohl Flugzeuge als auch Züge herstellt. Daher müsste Bombardier zuerst aufgespalten werden.

Der erste Schritt wäre wahrscheinlich, dass ein Hedgefonds ein Aktienpaket kauft und dann versucht, den Vorstand zu überzeugen, das Unternehmen zu zerschlagen. Sollte sich der Vorstand weigern, dann könnte der Hedgefonds seine eigenen Vorstände nominieren und dann die Aktionäre davon überzeugen, dafür zu stimmen.

An diesem Punkt würden die Aktien wahrscheinlich steigen und die Investoren hätten Angst, der Kurs könnte wieder fallen. Daher hätte der Hedgefonds gute Chancen.

Die Zerschlagung

Die neuen Vorstände würden dann Bombardier Transportation (BT) von der Luftfahrtsparte trennen. Das könnte dadurch geschehen, indem man BT komplett verkauft, entweder durch einen Börsengang oder direkt an einen Wettbewerber.

Die letztere Option ist deutlich vorteilhafter. Es gab Berichte, dass ein chinesischer Käufer bereit wäre, bis zu 8 Milliarden USD für die Transportsparte zu bezahlen, wogegen ein Börsengang wohl nur eine Bewertung von 5 Milliarden USD erzielen würde. Das ergibt Sinn, denn Bombardier hat die Sparte jahrelang schlecht gemanagt. Daher sollte BT in den Händen eines anderen Unternehmens deutlich wertvoller sein.

Aber die neuen Vorstände würden hier nicht aufhören. Die CSeries war bisher ein absolutes Desaster und genau wie BT wäre auch sie bei einem anderen Unternehmen besser aufgehoben. Daher würde die CSeries wahrscheinlich auch verkauft werden und damit wäre nur noch der Rest der Luftfahrtsparte übrig (zusammen mit einem riesigen Haufen Geld).

Ärger mit Québec

Sollte es soweit kommen, dann wäre die Regierung von Quebec alles andere als glücklich darüber. Die neuen Eigentümer von BT würden die Produktion dorthin verlagern, wo die Kosten weniger hoch sind und das würde die Provinz tausende von Arbeitsplätzen kosten.

Daher wird die Regierung alles versuchen, um diesen Prozess zu verlangsamen und das könnte sehr ungemütlich werden. Das ist etwas, das die Gründerfamilie gerne vermeiden möchte.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 26.10.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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