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Bombardier oder Penn West Petroleum: Wer wird überleben?

Bombardier (WKN:866671) und Penn West Petroleum Ltd.(WKN:A1H5YL) haben harte Zeiten hinter sich und beide Aktien sind gerade spottbillig.

Anleger, die gegen den Strom schwimmen, haben sich die beiden in letzter Zeit angesehen in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen. Aber es bestehen immer noch große Risiken bei beiden.

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Werfen wir einen Blick auf die beiden Unternehmen, um zu sehen, bei welchem die Überlebenswahrscheinlichkeit höher ist.

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Bombardier

Bombardier hat gerade damit zu kämpfen, die Zulassung für seinen Problem-Jet, die CSeries, zu bekommen, bevor ihnen das Geld ausgeht. Das Programm ist bereits jetzt über zwei Jahre hinter dem Zeitplan und mindestens 2 Milliarden CAD über dem Budget.

Was einem aber noch mehr Sorgen macht, ist, dass Bombardier seit über einem Jahr keinen Auftrag für den Jet erhalten hat. Die Analystenmeinungen gehen hier auseinander. Die einen sagen, die Kunden warten einfach, bis die Jets endlich alle Tests bestanden haben, bevor sie Geld dafür ausgeben. Andere glauben, dass der Markt das Interesse verloren hat, weil die niedrigen Treibstoffpreise den Wettbewerbsvorteil der CSeries zunichte gemacht haben.

In jedem Fall steht Bombardier mit dem Rücken zur Wand. Sie sitzen auf 9 Milliarden USD an langfristigen Schulden und das Geld wird langsam knapp. Das Management hat noch ein paar Optionen, um an Geld zu kommen, ohne dabei die Aktionäre zu vertreiben und der Markt merkt langsam auch, dass Bombardier langsam am Verzweifeln ist.

Das bullische Szenario besagt, dass Bombardier vielleicht genug Mittel aufbringen kann, um die CSeries in den nächsten Monaten fertigzustellen, indem sie die Zugsparte an die Börse bringen. Sobald die Zulassung da ist und die ersten Jets ausgeliefert werden, sollten frisches Geld und neue Aufträge eintrudeln.

Sollte es dazu kommen, könnte der aktuelle Kurs sich auf etwa 1,60 CAD verdoppeln.

Penn West

Penn West wurde im Sommer 2006 noch für 45 CAD pro Aktie gehandelt. Seither ist die Aktie nach und nach immer mehr abgerutscht, bis sie im August bei 0,60 CAD den Boden erreicht hatte. Das ist eine der größten Geldvernichtungen, die der kanadische Markt je gesehen hat.

Vor zwei Monaten schien der Bankrott unausweichlich, aber eine Reihe von Veräußerungen und der Wiederanstieg der Ölpreise veranlasst einige Marktbeobachter zu der Annahme, dass sie es gerade so schaffen könnten.

Wie Bombardier hat auch Penn West hohe Schulden und ein Cashflowproblem. Der Rückgang bei den Öl- und Gaspreisen hat die Einnahmen aus dem operativen Geschäft soweit zurückgehen lassen, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt und auch keine Mittel mehr zur Ausweitung der Produktion aufbringen kann.

Viele Beobachter glauben, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis ein größeres Unternehmen mit solider Bilanz Penn West übernimmt. Der Gedanke ergibt Sinn bei langfristig starken Ölpreisen, denn Penn West besitzt ein attraktives Portfolio von Leichtöl und Gasquellen, die bei höheren Ölpreisen lukrativ wären.

Abgesehen von diesen Gedankenspielen blicken die Investoren auf die Veräußerungen im Wert von mehr als 800 Millionen CAD in den letzten 6 Monaten und fragen sich, ob das Management die Schulden soweit reduzieren kann, um es durch die Ölschlappe zu schaffen.

Die Aktie wird momentan bei 1,40 CAD gehandelt, was mehr als das Doppelte verglichen mit dem Tief im August darstellt. Wenn das Management in den nächsten Monaten noch mehr Veräußerungen tätigen kann und wenn die Energiepreise steigen, dann könnte der Kurs von Penn West auch wieder steigen.

Sollte man kaufen?

Die Regierung von Quebec könnte Bombardier aus der Patsche helfen, aber die Aktionäre werden das wahrscheinlich nicht gerne sehen. Penn West könnte übernommen werden, aber der Kaufpreis könnte niedriger als der aktuelle Kurs sein.

Zu diesem Zeitpunkt sind beide Aktien extrem riskant und die Anleger sollten sich wohl besser nach anderen Gelegenheiten umsehen.

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Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und wurde am 21.10.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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