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Die Reaction-Buttons könnten Facebook helfen, dich noch besser zu verstehen

Foto: Facebook

Nachdem CEO Mark Zuckerberg es schon bei einer Fragestunde angedeutet hatte, bekam die Welt heute einen ersten Vorgeschmack auf den „Gefällt mir nicht”-Button. Facebook (WKN:A1JWVX) Reactions bietet vielleicht keinen direkten Dislike-Button, aber immerhin eine ganze Reihe von Emojis, um abgesehen von „Gefällt mir” Gefühle auszudrücken. Reactions wird gerade in Irland und Spanien getestet. Hierzulande werden sich die Nutzer wohl noch mit den Emojis im Kommentarfenster die Zeit vertreiben müssen.

Sehen wir uns die Hintergründe an, warum Facebook den Like-Button erweitert hat.

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Was ganz Neues

Der Like-Button drückt momentan alles Mögliche aus. Ein „gefällt mir“ könnte bedeuten, dass man einem Freund mitteilen will, dass man seinen Beitrag gesehen hat, oder auch „OMG!!! Das ist das Allercoolste!” und alles dazwischen. Andererseits gibt es auch viel Content auf Facebook, den viele nicht liken wollen, weil sie es für unangemessen halten, beispielsweise wenn etwas Trauriges vorgefallen ist.

Facebook hofft, die größere Ausdruckskraft der Emoticons in Reactions hilft den Nutzern, besser mit Inhalten zu interagieren, die in diese Kategorie fallen. Facebook verfolgt, wie viel Zeit die Nutzer damit verbringen, wenn sie einen Post ansehen, doch der Like-Button ist ein Anzeichen dafür, dass der Nutzer mehr solche Inhalte sehen will.

In den ersten Testläufen von Reactions wird jede Reaktion als eine Angabe gezählt genauso wie ein Standard-Like. Die erweiterten Emoticons könnten Facebook zusätzlich in die Lage versetzen, seine Nutzer und das, was sie posten noch besser zu verstehen.

Facebook ist in der Lage, ziemlich detaillierte Persönlichkeitsprofile basierend auf den Likes zu erstellen. Forscher der Universitäten von Stanford und Cambridge fanden heraus, dass Facebook die Persönlichkeit einer Nutzerin besser versteht als der Ehepartner, nachdem sie 300 Likes gegeben hat. Durch die spezifischeren emotionalen Reaktionen wird dieses Profil wahrscheinlich sogar noch genauer werden. Das erlaubt es Facebook Werbung noch effektiver und zielgerichteter zu schalten und interessantere News Feeds anzubieten.

Zusätzlich liefert Reactions wertvolle Daten, um den AI-Algorithmen von Facebook zu helfen, das Grundgefühl der geposteten Inhalte zu verstehen. Facebook hat viel in künstliche Intelligenz investiert, die Sprache verarbeiten kann und verlässt sich auf das maschinelle Lernen, um diese Algorithmen zu verbessern. Reactions macht die Nutzer von Facebook zu Trainern dieser künstlichen Intelligenz. Durch ein besseres Verständnis der Inhalte kann Facebook auch die News Feeds verbessern und passende Werbung daneben schalten.

Was könnte schiefgehen?

Reactions ist aber kein garantierter Erfolg. Es gibt ein paar Dinge, die verhindern könnten, dass Facebook die gewünschten Resultate erhält.

Sarkastische Reaktionen werden ein Thema sein. Leute, die bei Tragödien „lachen” oder „weinen” wenn jemand ankündigt, ein Baby zu bekommen, verzerrt die Ergebnisse. Wenn genug Leute Reactions richtig verwenden, dann wird das aber leicht herausgefiltert.

Ein größeres Problem könnte das Paradox der Wahlmöglichkeiten sein, wobei zu viele Wahlmöglichkeiten zu keiner Reaktion führen könnten. Den Nutzern stehen sieben Möglichkeiten zur Wahl, um auf einen Beitrag zu reagieren: gefällt mir, love, haha, yeah, wow, traurig und wütend. Bei mehr Auswahl steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer keine Reaktion zeigen. Wenn das der Fall ist, dann wäre es besser, wenn Facebook bei dem Like-Button bleibt.

Die Nutzer könnten Reactions aber auch negativ aufnehmen. Vielleicht wollen die Leute sie aus irgendwelchen Gründen nicht nutzen und Facebook wird dann für ein paar Wochen unter schlechter PR zu leiden haben – aber das ist man bei Facebook ja inzwischen gewohnt.

Aber keine dieser Möglichkeiten ist eine wirkliche Bedrohung für Facebook. Aufgrund des großen Potenzials von Reactions könnten die Tests in Spanien und Irland interessant werden. Sollte Facebook den Test auf andere Länder ausweiten, ist das ein Zeichen, dass es gut aufgenommen und auch benutzt wird. Das könnte zu mehr Interaktion führen und zielgerichtetere Werbung ermöglichen. Das wiederum bedeutet höhere Preise für Werbung und höhere Werbeeinnahmen für Facebook.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.
Dieser Artikel wurde von Adam Levy  auf Englisch verfasst und wurde am 16.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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