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Könnte Bombardier bis Ende des Jahres auf 3,50 CAD steigen?

Foto: Bombardier

Bombardier (WKN:866671) ist vielleicht das kanadische Unternehmen, das in diesem Jahr den meisten Gesprächsstoff geliefert hat. Doch leider war das Meiste davon für die Aktionäre eher unerfreulich.

Harte 12 Monate

Vor einem Jahr wurde die Aktie von Bombardier noch für das Doppelte gehandelt. Der Markt war zuversichtlich in Bezug auf die CSeries und die Tatsache, dass Unmengen von Geld verbrannt wurden, interessierte die meisten nicht.

Die Aktie hatten starken Aufwind nachdem im September eine neue Bestellung für den von Problemen geplagten Jet eingegangen war. Daher hatten alle ein gutes Gefühl für die Wintermonate.

Doch leider irrte sich der Markt und Anfang 2015 war klar, dass Bombardier in großen Schwierigkeiten steckte.

Das Management legte das Learjet-85-Programm auf Eis und kündigte weitere Verzögerungen bei der CSeries an. Kurz danach kam ein neuer CEO und Bombardier schaffte es irgendwie die Kapitalmärkte zu überzeugen, 2,25 Milliarden USD an neuen Schulden zu akzeptieren und 2,21 CAD pro Aktie für 1 Milliarde neues Eigenkapital zu zahlen.

Die Aktie hielt sich noch ein paar Monate über dem Ausgabepreis und Ende Juni hatte Bombardier noch 3,1 Milliarden USD in der Bilanz. Aber es wurde schnell klar, dass Bombardier alle sechs Monate mehr als 1,5 Milliarden CAD verbrannte.

Es ist nicht gut, wenn die Kunden das Vorzeigeprodukt meiden und ein Einbruch bei den Energiepreisen den Wettbewerbsvorteil des neuen Jets komplett ausradiert.

Ende August lag der Kurs bei unter 1,15 CAD pro Aktie und jeder dachte, dass der Bankrott nicht mehr abzuwenden sei.

Dann änderten sich die Dinge auf einmal

Es gingen Gerüchte, Bombardier könnte die Zugsparte für 8 Milliarden USD an ein chinesisches Staatsunternehmen verkaufen. Die Aktie stieg wieder und erreichte fast 2,00 CAD bevor sie wieder fiel.
Jede Woche kamen neue Nachrichten, sowohl gute als auch schlechte, und das hält den Kurs auch zwischen 1,50 CAD und 1,75 CAD.

Die gescheiterten Verhandlungen, um die CSeries an Airbus zu verkaufen, wurden nicht gut aufgenommen. Dann ließen Gerüchte um Bestellungen von US-Fluggesellschaften neue Hoffnungen aufkeimen, genau wie das Versprechen der Regierung, mit frischem Geld einzuspringen, wie auch mit der Pensionskasse. Aber das lässt die Investoren nur nervös werden, da keiner weiß, wie die das nur enden wird.

Das ist eigentlich alles sehr unterhaltsam, solange man die Aktie nicht besitzt.

Warum sollte der Kurs sich in den nächsten Monaten verdoppeln?

Die Zulassung der neuen Jets wäre ein guter Anfang, aber das macht die Konten auch nicht voller. Das Unternehmen braucht neue Aufträge für die CSeries, einen akzeptablen Erlös aus dem Börsengang der Zugsparte und darüber hinaus muss das Lieferdatum für die CSeries bestätigt werden – und es sollte früher als erwartet sein.

Sollten alle drei Dinge eintreten, steigt Bombardier auch wieder auf das Niveau von vor einem Jahr.
Zum aktuellen Zeitpunkt scheint das aber unwahrscheinlich und Anleger mit Geld auf der hohen Kante sollten sich eher woanders umsehen.

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Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und wurde am 15.10.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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