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Wird Apple Tesla Motors im Markt für Elektroautos schlagen?

Quelle: Apple

Ist Elon Musk, der Ingenieur hinter Space X und der CEO von Tesla Motors (WKN:A1CX3T), ein Visionär? Ja.

Wird Tesla Motors, das Unternehmen, welches elektrische Autos und deren Komponenten entwickelt, das große Geld damit machen? Ich bin mir nicht so sicher.

Das Problem ist, dass die Geschichte dagegen spricht. Als konventionelle Autos zum ersten Mal auf der Straße fuhren, war es sehr schwer, diejenigen herauszupicken, die ihre Wettbewerber hinter sich lassen. Das führt uns zu Warren Buffetts berühmter Aussage, dass es sicherer gewesen wäre, Pferde short zu handeln.

Das Gleiche gilt für die Flugpioniere. Es sind nicht sie, die die Massenfertigung dominieren oder profitable Fluglinien aufgebaut haben. Nein, stattdessen waren es die nachfolgenden Wellen der Newcomer, die die Fertigung perfektioniert haben und genau das richtige Timing für den Markt fanden.

Friedhof?

Letzte Woche schien sich Musk über ein Unternehmen lustig zu machen, das zum Synonym dafür geworden ist, neue Technologien zur richtigen Zeit zu vermarkten. Dieses Unternehmen soll ein Konkurrenzauto von Tesla entwickeln. Dieses Unternehmen ist natürlich Apple (WKN:865985). Musk nannte es den Friedhof von Tesla, denn er behauptete, dass Leute nur dort arbeiten, weil sie nicht bei Tesla reingekommen sind.

Ich frage mich, ob sich Musk an Nokia erinnert. Das Unternehmen war der Vorreiter bei Handys. Damals fragten sich Investoren, wer außer Nokia ist es wert, zu investieren, wenn du in Mobiltelefone investieren willst. Aber die Branche stak noch in ihren Kinderschuhen. Daher war es noch zu früh, zu erkennen, wie sie sich entwickeln wird. Nokia ist nun Geschichte. Nachdem es die Führungsposition verloren hatte, verkaufte es seine Mobilsparte an Microsoft.

Die Geschichte von BlackBerry ist ähnlich. Das Unternehmen ebnete den Weg für Smartphones. Zwar freuen sich immer noch ein paar Leute über das knuffige Keyboard, aber der Markt hat sich weiterentwickelt, hin zu großen Touchscreens. Heute wollen die Leute iPhones.

Die Geschichte wiederholt sich

Es gibt ein noch aktuelleres Beispiel im SmartWatch-Sektor. Fitbit ging dieses Jahr an die Börse und war ein früher Pionier. Auch ich habe ein paar Geräte davon, zum Beispiel das uhrenartige Fitbit Surge. Im Moment mag ich es, aber ich denke, es ist ein gutes Stück Hardware mit einer akzeptablen Software. Aber aufgrund des furchtbaren proprietären Netzinterfaces und der mobilen App, kann ich meine GPS-Tracks nicht auf Google Maps übertragen und ich kann sie nicht mit der Fitnessapp synchronisieren.

Mein nächster Fitnesstracker wird daher wahrscheinlich eine Apple Watch sein, die genauso wie bei einem iPhone, iPad und Mac funktioniert. Und die Geräte von Apple funktionieren mit Apple Pay. Du siehst, dass es eine weitere Branche gibt, in der Apple Kunden gewinnt.

Welcher Markt?

Das Problem bei Elektroautos ist, dass sie eine schöne Idee sind, aber es gibt noch keinen Markt für sie. Nein, gibt es nicht. Es gibt ein paar Hybridmotoren, die auf den Straßen unterwegs sind und ein paar batteriebetriebene Fahrzeuge, die dich bis zu Ladentür bringen, bevor du sie wieder aufladen musst. Und der seltsame Prototyp ist vielleicht in der Lage, es in ein paar ausgewählten Situationen mit dem Benziner aufzunehmen. Aber der richtige, reife Markt, der, in dem die Überlebensfähigkeit der Autohersteller getestet wird, ist noch Jahre entfernt.

Arbeitet Apple wirklich an Elektroautos? Steckt es mit BMW und dem Batteriespezialisten Samsung unter einer Decke, wie Gerüchte ahnen lassen? Wer weiß. Wenn das wahr sein sollte, dann sollten wir uns in Erinnerung rufen, dass Apple eine riesige Menge Geld hat, um in Forschung und Entwicklung zu investieren. Und diese Geldreserven wachsen ständig an. Außerdem wird Apple den Markt nicht betreten, bevor es dafür bereit ist.

Wird Elon Musk seine „Teslafriedhof“-Aussage bereuen? Wir werden es sehen.

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The Motley Fool UK besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Alan Oscroft auf Englisch verfasst und am 14.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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