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Ist es an der Zeit, in BP, Tullow Oil und The Parkmead Group zu investieren?

Quelle: BP

Gibt es in der Ölbranche überhaupt noch Schnäppchen? Vielleicht schon, aber es scheint sinnlos zu sein, über Öl zu reden ohne zuvor den Preis für den Rohstoff auf dem Schirm zu haben. Der zukünftige Ölpreis wird einen großen Einfluss darauf haben, wie gut sich Unternehmen wie BP (WKN:850517), Tullow Oil (WKN:591219) oder The Parkmead Group (WKN:A1W9RR) machen werden.

Das schwarze Gold

Mitte August hat Rohöl den tiefsten Stand seit dem Frühling 2009 erreicht, nämlich 45 USD pro Barrel. Seitdem konnte er sich leicht erholen und steht jetzt, Anfang Oktober, bei 53 USD.

Der Ölpreis hängt von vielen Faktoren ab, darunter Angebot, Nachfrage, Spekulationen, Krisen, der Gesamtwirtschaft und veränderten Erwartungen usw. Es ist also nicht ganz einfach vorauszusagen, wie der Ölpreis sich entwickeln wird. Allerdings haben wir gesehen, wie tief er fallen kann, und das lässt die 53 USD ungemein angreifbar aussehen.

Ende 2008 lag der Preis bei etwa 37 USD, ein Level, bei dem er schon einmal stand, nämlich im Frühjahr 2004. Wir müssen tief in die 80er abtauchen, um einmal einen Ölpreis zu finden, der darüber lag. Es ist also nach wie vor eine Möglichkeit, dass Öl bei 40 USD oder tiefer zu haben sein wird. Außerdem muss der Preis nach dem Tiefstand von 45 USD im Sommer erst noch eine Reihe von höheren Tiefständen zeigen. Wäre das geschehen, wäre ich jetzt viel zuversichtlicher, dass die Baisse bei Öl vorbei ist. So scheint man immer noch im Abwärtsschwung zu sein.

Der Verlauf und der Preis können uns vielleicht nicht sagen, was genau als nächstes eintreffen wird, aber sie können uns Aufschluss darüber geben, warum wir in der Ölbranche wachsam sein sollten.

Den Unternehmen geht es nicht gut

BP, Tullow und Parkmead konnten steigende Aktienwerte verkünden – der Aufschwung beim Ölpreis dürfte geholfen haben. Es ist selbstverständlich klar, dass tiefe Ölpreise den Unternehmen schaden.

BP geht davon aus, dass man bei prinzipiell allen noch bestehenden Forderungen von Staat und Bundesstaaten Einigungen hat erzielen können. Dazu zählen auch die mehr als 400 staatlichen Einrichtungen und Organe, die nach der Deepwater Horizon Katastrophe Klage eingereicht hatten. Dies dürfte dabei geholfen haben, dass die Aktie wieder bei 3,24 GBP steht, zumindest vorerst.

Allerdings geht CEO Bob Dudley davon aus, dass man mit verbesserter Effizienz, weniger verursachten Kosten sowie dem Abverkauf von Assets dem ungünstigen Klima entgegentreten kann. Letzteres allerdings macht mir ein wenig Sorgen. Denn wenn man immer mehr vom Tafelsilber loswird, weiß ich nicht, in welchem Zustand BP sein wird, wenn erst einmal der Aufschwung kommt. Man will wohl kleiner und agiler werden, was langfristigen Anlegern nicht schmecken dürfte.

Am Ende der Leiter

Tullows Profite im Ölgeschäft sind wie weggeblasen, und seit dem Beginn der Krise Anfang 2012 hat man die Profite der letzten 10 Jahre vernichtet. Seit Mitte September hat die Aktie aber wieder 45 % zugelegt, was für bestehende Aktionäre etwas Zuversicht und für Spekulanten, die zur rechten Zeit eingestiegen sind, massive Gewinne bedeutet. Aber kann der Trend anhalten?

Tullows CEO gibt an, dass man mit besserem Kostenmanagement und weniger Ausgaben einen Neustart im Geschäft beginnen konnte. Der Vorstand prüft, ob man Nebenprojekte nicht abgeben könnte, und ob man in allen Projekten überhaupt dabei sein muss. Ein bisschen wie bei BP – die tiefen Ölpreise zwingen die Unternehmen dazu, ihre Methoden zu überdenken.

Unterdessen hat The Parkmead Group zum ersten Mal einen Profit erwirtschaften können. Der Vorsitzende Tom Cross geht davon aus, dass Parkmead gut positioniert ist, um bei der Rohstofferschließung und Förderung („Exploration & Production, E&P“) in der Nordsee ein wichtiges Wörtchen mitzureden.

Parkmead hat mehr mit der Erschließung zu tun als mit der Förderung. Deswegen erscheinen sie mir von den dreien als am wenigsten von einer Fluktuation in Ölpreisen betroffen. Die Gewinne eines Anlegers hängen von den Geschäften eines Unternehmens ab, und wie das Unternehmen Förderungen mit dem Geld der Investoren verknüpft. Von den drei hier erwähnten Unternehmen sehe ich die besten Chancen bei der Parkmead Group.

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The Motley Fool UK empfiehlt Tullow Oil. Dieser Artikel von Kevin Godbold erschien am 12.10.15 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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