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Barrick Gold oder Kinross Gold: Was ist die bessere Wette auf Gold?

Bei Barrick Gold Corp (WKN:870450) und Kinross Gold Corporation (WKN:A0DM94) lief es in den letzten fünf Jahren aufgrund von schlechten Übernahmen und fallenden Goldpreisen alles andere als rund.
Die Investoren haben auch gute Gründe, die beiden Aktien zu meiden, aber die beiden Unternehmen arbeiten mit Hochdruck daran, die Sache in Ordnung zu bringen und auch der Goldpreis steigt wieder ein bisschen.
Das könnte also der Anfang einer interessanten Entwicklung sein. Daher werden die zwei gebeutelten Minenunternehmen auch langsam wieder interessant für Anleger, die gegen den Trend investieren wollen.
Sehen wir uns an, welches der beiden in dein Portfolio gehört.

Barrick

Barrick zahlte 7,3 Milliarden USD für den Kupferproduzenten Equinox Materials. Diese Übernahme hat nicht zum gewünschten Ergebnis geführt und daher hat Barrick seitdem größere Abschreibungen auf die Lumwana Kupfermine in Sambia laufen. Ende letzten Jahres bestand sogar das Risiko einer Stilllegung, weil die Regierung von Sambia die Lizenzgebühren erhöhen wollte.

Lumwana ist nur eines von den vielen Problemen des Minenunternehmens. Der schwache Goldpreis und massive Schulden sind mitverantwortlich für den Absturz der Aktie um 80 % in den letzten fünf Jahren.
Barrick beendete das Jahr 2014 mit 13 Milliarden USD Schulden. Das Management arbeitet daran, diese auf 10 Milliarden USD bis Ende diesen Jahres zu reduzieren und es sieht auch so aus, als würde man dieses Ziel auch erreichen.

Barrick macht gute Fortschritte bei der Generalüberholung des gesamten Unternehmens. Die Verwaltungskosten werden gekürzt und alle Projekte müssen jetzt bestimmte festgelegte Renditen einfahren.

Der Markt beginnt, wieder an Barrick zu glauben und das ist eine Gelegenheit für Anleger, die gegen den Trend investieren wollen.

Die Produktion für 2015 soll 6,1 bis 6,4 Millionen Unzen erreichen und das bei nachhaltigen Kosten von 840 bis 880 USD pro Unze, was eine der niedrigsten Kostenstrukturen in der Industrie ist.

Kinross

Wie Barrick hat auch Kinross katastrophale Übernahmen getätigt, die fast das Unternehmen ruiniert hätten. 2010 zahlte Kinross 7,1 Milliarden USD für Red Back Mining, um die Tasiast-Goldmine in Mauritanien zu erwerben. Das Projekt hat die Erwartungen aber nicht erfüllt und der Großteil des Kaufpreises musste abgeschrieben werden.

Die Aktie von Kinross ist in den letzten fünf Jahren um 85 % gefallen. Im letzten Monat haben sie aber einen Sprung um 35 % nach oben gemacht.

Das Management hat gute Arbeit geleistet und das Unternehmen während dieser Dürreperiode am Leben gehalten. Kinross hat jetzt auch eine starke Bilanz. Q2 2015 wurde mit 1 Milliarde USD in Cash und 2 Milliarden USD an langfristigen Schulden beendet. Nur 250 Millionen USD davon sind vor 2019 fällig, es sieht also gut aus.

Die Produktion für 2015 soll 2,5 bis 2,6 Millionen Unzen erreichen. Man hat auch gerade die Kapitalausgaben um 75 Millionen USD gekürzt und die nachhaltigen Gesamtkosten für das Jahr sollten bei 975 bis 1.025 USD pro Unze liegen.

Welches der beiden sollte man kaufen?

Kinross ist näher dran, die Trendwende zu schaffen, daher wäre es wohl die sicherere Wette zu diesem Zeitpunkt. Die Tatsache, dass sie auf so viel Cash sitzen könnten das Unternehmen auch zu einem Übernahmeziel machen.
Barrick hat aber geringere Kosten und ein riesiges Produktionsvolumen. Wenn die Goldpreise halten und Barrick die Schulden weiter auf ein vernünftiges Niveau reduzieren kann ohne dabei die Aktionäre zu bestrafen, dann ist Barrick wahrscheinlich die bessere langfristige Investition.

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Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und wurde am 08.10.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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