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Schlecht für Deutschland? Gut für den Dollar!

Nachdem Deutschland Zahlen für den Monat August bekanntgegeben hat und 1,2 % Verlust eingestehen musste, konnte der Dollar gegenüber dem Euro zulegen.

Die Experten sind von diesem Schwächeln irritiert. Die Prognosen hatten einen leichten Zuwachs von 0,2 % vorausgesagt, wie eine Umfrage von Reuters ergeben hat. Allerdings steht dies auch im Gegensatz zu Stimmen vom Juli, unter anderem titelte Bloomberg „Deutschlands Produktion zeigt Zeichen von Erholung“. Natürlich war das noch bevor die Märkte den schlimmen August durchgemacht haben.

Die Bestellungen machen nicht unbedingt Hoffnung darauf, dass kurzfristig sich etwas ändern könnte. Industriebestellungen fielen 1,8 %, nachdem sie im Juli 2,2 % zurückgingen.

Deutschland ist in der Eurozone die stärkste Wirtschaft und die größte Exportmacht. Darum ist es für ausländische Investoren nicht unbedingt reizvoller geworden, das Portfolio mit europäischen Unternehmen aufzustocken.

Außerdem steigert die Zerbrechlichkeit der wirtschaftlichen Aktivitäten, die in dem Bericht beschrieben werden, die Chancen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ein Programm startet, das die Nachfrage ankurbeln soll. Die sogenannte Quantitative Lockerung. Dabei handelt es sich um ein Programm, bei dem eine Bank eine Sicherheit (in der Regel Staatsanleihen) kauft. Das wird weitestgehend als währungsschwächend angesehen.

Allerdings ist Fakt, dass der Rest der Eurozone es besser gemacht hat: Die Bestellungen bei Handlespartnern aus der Eurozone stiegen 2,5 %. Würde ein Anleihenkauf der EZB das Resultat noch verbessern?

Die Umtauschrate EUR/USD wurde am 7.10.2015 um 21:10 MEZ bei 1,1255 USD angegeben. Das ist 0,2 % weniger als zuvor. (Mit anderen Worten, der Dollar legte zu.) Außerdem gewann er gegenüber dem Schweizer Franken (USD/CHF ist 0,54 % auf 0,9727 CHF gestiegen), dafür verlor er gegenüber dem Britischen Pfund (GBP/USD rauf um 0,58 % auf 1,532 USD).

Sich aus dem Job betrügen

Wo wir schon beim Thema Währungen sind: Am 6.10. hatte Bloomberg einen interessanten Artikel mit dem Titel „4 Arten, wie Währungsmanipulationen die 5,3-Milliarden-USD-Branche verändert haben“.

So wie eine Liste neuer Regularien nach der Kreditkrise die Anleihenbranche verändert hat, so hat ein Skandal bei der Preismanipulation von Banken, die mit Frendwährungen handeln, für Aufsehen gesorgt. Der Währungshandel ist der weltweit größte Asset-Markt.

Fazit: Alle Beteiligten sind viel vorsichtiger geworden – jedenfalls die, die noch einen Job haben. Es scheint so, als wäre automatisiertes Handeln schon längst hier.

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Dieser Artikel von Alex Dumortier erschien am 7.10.15 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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