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Aktien im Rückblick: Deutsche Bank meldet Rekordverlust, Übernahme von K+S ist gescheitert, DAX legt binnen einer Woche mehr als 5 % zu

Auf die miese Stimmung am Quartalsende folgt ein optimistischer Auftakt ins letzte Vierteljahr. Das deutsche Kursbarometer steigt an allen Handelstagen dieser Woche.

Zu Beginn ein Hinweis für diejenigen, die sich den regelmäßigen Blick auf die Kurstafel verkneifen: Vor genau sieben Tagen schloss der DAX (WKN:846900) beim Stand von 9.553. Punkten. Was ist seitdem passiert? So einiges: Der Kurs von K+S ist nach dem Ende der Übernahmeeuphorie eingebrochen, die Deutsche Bank hat fürs dritte Quartal einen Rekordverlust gemeldet und der VW-Abgasskandal hat immer weitere Kreise gezogen.

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Wie hat sich das auf den DAX ausgewirkt? Nicht so, wie man vielleicht denken könnte: Der deutsche Leitindex ist binnen einer Woche um mehr als 5 % gestiegen und notiert deutlich oberhalb der 10.000er-Marke.

Was war an der Börse los?

Die deutschen Börsen starteten optimistisch in die Handelswoche. Der DAX verbesserte sich am Montag um 2,7 % auf 9.815 Punkte. Als Gründe für den Anstieg nannten Marktteilnehmer die freundliche Stimmung an der Wall Street und die Erwartung, dass die US-Zinswende auf das kommende Jahr verschoben werde.

Nur ein Standardwert beendete den Handelstag im Minus: Die Aktie von K+S (WKN:KSAG88) brach um 24,7 % ein. Zuvor hatte der kanadische Konkurrent Potash bekannt gegeben, dass er seine Bemühungen, den deutschen Düngemittelhersteller zu übernehmen, wegen der mittlerweile eingetrübten Marktlage und des Widerstands des K+S-Managements einstellen werde.

Am Dienstag setzte das deutsche Kursbarometer seinen Anstieg fort und legte 0,9 % auf 9.903 Zähler zu. An die DAX-Spitze setzten sich die Vorzüge von Volkswagen (WKN:766403), die sich um rund 4 % verteuerten. Im Fokus des Interesses stand der Börsenneuling Covestro (WKN:606214), dessen Kurs am Tag der Erstnotiz über 10 % stieg. Die Aktie des Covestro-Mutterkonzerns Bayer (WKN:BAY001) beendete den Handelstag mit einem kleinen Minus von 0,1 %.

Die freundliche Stimmung hielt auch am Mittwoch an. Am Mittag überwand der DAX zeitweise die 10.000er-Marke, musste einen Teil der Gewinne jedoch wieder abgeben und beendete den Handelstag beim Stand von 9.970 Punkten mit einem Aufschlag von 0,7 %.

Wie am Vortag spendierten die Marktteilnehmer Volkswagen (+7,2 %) den größten Kursgewinn im Blue-Chip-Segment. Im MDAX (WKN:847741) machte die Aktie von Lanxess (WKN:547040) einen Sprung von 4 %. Zuvor hatten Äußerungen des Vorstandschefs des Spezialchemiekonzerns für positive Analystenkommentare gesorgt.

Am Donnerstag schaffte der DAX einen weiteren, aber diesmal kleineren Anstieg von 0,2 % und schloss mit 9.993 Punkten nur knapp unter der 10.000er-Marke. Kräftig aufwärts ging es bei den Anteilscheinen der Lufthansa (WKN:823212), die dank einiger Analystenempfehlungen rund 4 % zulegten.

Hauptgesprächsthema auf dem Parkett war die Deutsche Bank (WKN:514000). John Cryan, der neue Chef des vornehmen Geldhauses, hatte fürs dritte Quartal einen Rekordverlust von 6,2 Milliarden Euro angekündigt und die Aktionäre auf zusätzliche milliardenschwere Rückstellungen und einen möglichen Dividendenausfall vorbereitet. Trotz dieser unerfreulichen Botschaften fiel der Aktienkurs lediglich um 1,8 %.

Nach mehreren Anläufen schaffte der DAX am Freitag einen deutlichen Sprung in den fünfstelligen Bereich und zeigte am frühen Nachmittag ein Plus von  rund 1,2 %. Besonders stark gefragt waren RWE (WKN:703712) und E.ON (WKN:ENAG99), deren Aktien rund 4 % bzw. 6 % zulegen.

Wie geht es weiter?

Am Montag (12.10.) veröffentlicht der im MDAX notierte Flughafenbetreiber Fraport (WKN:577330) Verkehrszahlen für den Monat September und das dritte Quartal. In Schweden wird bekannt gegeben, wer in diesem Jahr den Wirtschafts-Nobelpreis bekommt.

Am Dienstag (13.10.) informieren uns die deutschen Statistiker über die Entwicklung der Verbraucherpreise im September. Etwas später werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Oktober veröffentlicht. Am frühen Nachmittag äußern sich die US-Schwergewichte JP Morgan Chase, Johnson & Johnson und Intel zum Geschäftsverlauf und geben ihre Zahlen fürs dritte Quartal bekannt.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein angenehmes Wochenende!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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