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Bleibt die Dividende von GlaxoSmithKline ungefährdet?

Foto: Ian Wilson. Zugeschnitten & bearbeitet. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Für GlaxoSmithKline (WKN:940561) waren die letzten Jahre eine große Herausforderung. Der Umsatz des Unternehmens befindet sich auf Talfahrt, seitdem die harte Konkurrenz den wichtigen Kassenschlager-Medikamenten des Pharma-Riesens Marktanteile streitig macht und Bestechungsvorwürfe, insbesondere aus China, die Runde machen.

Die Gewinne des Unternehmens sind in den letzten drei aufeinanderfolgenden Jahren gefallen und es wird erwartet, dass sich auch im vierten Jahr daran nichts ändern wird. Die negative Stimmungslage der Anleger drückte die Aktie in den letzten drei Jahren um 12 % hinunter.

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Äußerst verführerisch

Trotz alledem gilt GlaxoSmithKline als attraktives Einkommenspapier. Die Dividende je Aktie ist in den letzten fünf aufeinanderfolgenden Jahren gestiegen und das Unternehmen wirft nun eine sehr verführerische Rendite von 6,3 % ab. Das ist über 50 % mehr als die Rendite des FTSE 100 von 4 %. Deshalb wird GlaxoSmithKline von vielen Investoren als erstklassige defensive Aktie betrachtet.

Und dennoch könnte GlaxoSmithKlines Dividende seinen Anlegern Sorge bereiten. Obwohl das Unternehmen plant, seine Dividende in den nächsten Jahren bei ungefähr 0,80 GBP je Aktie zu halten (was einer Rendite von über 6 % entspricht), besteht die Gefahr, dass die Ausschüttungen drastisch gekürzt werden. Mit einer Ausschüttungsquote von 95 % wendet GlaxoSmithKline fast seinen gesamten Gewinn für Dividenden auf; und dafür benötigt das Unternehmen stabile Gewinnzahlen.

Eine so hohe Auszahlungsquote wäre sicherlich haltbar, wenn GlaxoSmithKline ein Unternehmen wäre, das nur geringe Reinvestitionen benötigte. Beispielsweise müsste ein auf Dienstleistungen basiertes Unternehmen weniger in Sachanlagen investieren. Zwar ist dies bei GlaxoSmithKline ähnlich, jedoch muss der Pharma-Gigant extrem viel Geld in seine Medikamenten-Pipeline und F&E pumpen, um sicherzustellen, dass die zukünftigen Umsatz- und Ertragszahlen wesentlich besser ausfallen als in den vergangenen Jahren.

Wobei man positiv bemerken muss, dass GlaxoSmithKline darauf abzielt, in den nächsten Jahren mindestens 1 Mrd. GBP an Kosten einzusparen. Dies wird zweifellos helfen, Druck von den Margen zu nehmen und ist ein entscheidender Grund, weshalb das Unternehmen nun einen – im Vergleich zu den vergangenen Geschäftsjahren – besseren Weg einschlagen könnte. Jedoch wird dadurch der Druck nicht gänzlich von dem Unternehmen und seinen Dividenden abfallen; und es wäre keine riesige Überraschung, wenn Dividenden mittelfristig gekürzt würden.

Äußerst ansprechend

Und dennoch wäre GlaxoSmithKline auf lange Sicht ein attraktives Renditepapier. Aller Voraussicht nach würde die Aktie immer noch deutlich mehr abwerfen als der FTSE 100; und mit einer exzellenten Pipeline voller neuer Behandlungsmöglichkeiten in fortgeschrittenen klinischen Prüfphasen ist das Wachstumsprofil des Pharma-Riesens sehr verlockend. Wenn man dazu noch seine Dividendenhistorie betrachtet (die Dividende ist in den letzten Jahren jährlich um über 5 % gewachsen), erkennt man, dass Glaxo ein aktionärsfreundliches Unternehmen ist, das bereit ist, seine Anleger am eigenen Erfolg mit steigenden Dividenden teilhaben zu lassen.

Obwohl also eine Dividendenkürzung nicht gerade die beste Nachricht wäre, würde GlaxoSmithKline dann immer noch zu den besten Einkommensaktien für Investoren, die mittel- und langfristig mit niedrigen Zinssätzen umgehen können, zählen.

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The Motley Fool empfiehlt GlaxoSmithKline . Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 1.10.2015 auf Fool.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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