MENU

Stehen wir am Beginn einer neuen weltweiten Finanzkrise?

Foto: Pixabay, geralt

Auch wenn es vielleicht nicht unbedingt nachvollziehbar ist, war doch die Kreditkrise für Anleger eine extrem schwierige Phase.

Die Kreditkrise war sicherlich ungewöhnlich, da diese mit dem Risiko eines weltweiten Einsturzes der Finanzmärkte einherging. Viele große Banken galten als „too big to fail“, weil ihr Einfluss auf die Weltwirtschaft zu groß war. Und obwohl die Krise im Jahr 2007 startete, haben doch viele Anleger noch immer Alpträume von den Auswirkungen, die die schlimmste Krise seit den 30er Jahren auf ihre Portfolios hatte.

Dagegen sieht der jüngste Verlust auf den Weltmärkten, darunter auch dem DAX, relativ gemäßigt aus.

Der Schlüssel zur Nervosität der Anleger ist das verringerte Wirtschaftswachstum in China, darüber hinaus auch die Unsicherheit, die die steigenden Zinsen in den USA vermittelt. Ersteres ist nicht wirklich eine Krise, viel eher eine Enttäuschung, denn Chinas Wirtschaft wächst noch immer etwa 7 % pro Jahr und wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch dieses Jahrhundert zur größten Volkswirtschaft der Erde. Diese Zahl liegt natürlich weit unter dem zweistelligen Wachstum der vergangenen Jahre, aber die viel größere Überraschung ist doch, dass Anleger tatsächlich annahmen, dass China bis in alle Ewigkeit derart rasant weiterwachsen könnte.

In der Realität kann China, wie alle anderen Wirtschaften auch, solch ein rapides Wachstum nicht aufrecht erhalten, zumindest nicht mit der Ausrichtung auf eine mehr kundenorientierte Wirtschaft. Das wird ohne Frage kurzfristig mehr Enttäuschung über das Wachstum mit sich bringen. Langfristig aber sollte das ein Anzeichen dafür sein, dass die weltweite Nachfrage stabiler und austarierter ist.

Ähnlich geht es mit den Zinsen in den USA, die Unsicherheit mit sich führen, aber ein positives Anzeichen für die Weltwirtschaft sind. Die USA hat die Zinsen auf Rekordtief hinabgesenkt, um einer Rezession vorzubeugen – die ist aber mittlerweile keine Gefahr mehr. Deswegen ist es nur sinnvoll, die Zinsen nach und nach wieder anzuziehen, damit einer Inflation vorgebeugt wird. Anleger könnten besorgt sein, dass eine solche Entscheidung die Preise beschneidet, wenn es aber um die Gesundheit einer Wirtschaft geht, scheinen Niedrigzinsen ihren Dienst erfüllt zu haben.

Also: Auch wenn es sich ab und an so anfühlt, als stünde die Weltwirtschaft vor dem Kollaps, wenn man sich die Volatilität im DAX und den anderen großen Indices ansieht, so ist doch die Realität, dass sie viel gesünder und widerstandsfähiger ist. Es sieht viel besser aus als noch vor der Kreditkrise. Die Performance einer Wirtschaft wird nicht immer rund sein, aber wenn man jetzt in großartige Unternehmen investiert, kann sich das bezahlt machen – besonders für Investoren, denen es gelingt, die Hysterie der Kurzzeitanleger auszublenden.

Warren Buffett kauft die besten deutschen Unternehmen - und schnappt sie uns dadurch weg

Warren Buffett möchte nach seinem ersten Deal in Deutschland weiter die besten Unternehmen hierzulande kaufen. Wir Fools schätzen Warren Buffett sehr, aber sollten nicht auch wir durch unsere besten Unternehmen reich werden? Wir denken schon und zeigen deswegen in unsererm neuen kostenlosten Sonderbericht wie du neben Warren Buffett investieren kannst. Es gibt doch schlimmere Dinge, als an der Seite des erfolgreichsten Investors aller Zeiten zu stehen, oder? Also, hier kannst du den Bericht herunterladen.

Dieser Artikel von Peter Stephens erschien am 01.10.2015 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Kostenlos: Aktientipps, Börsen-Nachrichten, Anlage-Erkenntnisse

Registriere dich kostenlos für den Newsletter "Bilanz Ziehen", deine wöchentliche E-Mail von The Motley Fool