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3 Szenarien, wie die Aktie von Apple in Ungnade fallen könnte

Quelle: Von The Motley Fool zur Verfügung gestellt

Apple (WKN:865985) ist durch den Erfolg des iPhone, iPad, iTunes, des Mac und anderen Produkten zum wertvollsten Unternehmen der Welt geworden.

Die eigene Firmengeschichte zeigt aber, dass ganz oben zu stehen keine Garantie dafür ist, auch oben zu blieben. 1997, als Steve Jobs zurückgeholt wurde, stand Apple am Rande des Bankrotts. Schlechte Entscheidungen, wie den Macintosh von anderen Unternehmen bauen zu lassen, hatten die einst so erfolgreiche Firma in den Untergang gerissen. Nur die visionäre Arbeit des Gründers brachte Apple den Erfolg zurück.
Es ist bereits einmal passiert und obwohl es nicht sehr wahrscheinlich ist, so könnte es doch wieder passieren. Der Rat der Fools hat drei realistische Szenarien durchgespielt, wie Apple scheitern könnte.

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Das iPhone ist der Schlüssel

Wenn das iPhone scheitert, dann scheitert auch Apple. Das Smartphone ist für etwa 70 % der Einnahmen verantwortlich, wie du in dem Diagramm unten sehen kannst. Es ist schwer vorstellbar, da Apple eine breit gestreute Produktpalette hat, aber das iPhone ist der Umsatztreiber.

QUELLE: STATISTA.

QUELLE: STATISTA

Obwohl Apple ein exzellentes Geschäftsmodell geschaffen hat, in dem das neue iPhone jedes Jahr wie ein Event gefeiert wird, ist es vorstellbar, dass Apple kleine oder sogar große Probleme bekommen könnte. Es wird jetzt schon immer schwerer, neue Smartphones zu bauen und es wird in Zukunft wahrscheinlich noch schwieriger.
Das neueste iPhone scheint wieder ein Hit zu werden, aber die Kunden werden vielleicht nicht gleich das nächste Modell kaufen, wenn es nur kleinere Verbesserungen wie dieses Jahr gibt. ForceTouch klingt cool, aber in Wirklichkeit ist es nicht besonders nützlich und man braucht es auch nicht so oft. Alles andere gibt es in dieser oder besserer Form auch schon von der Konkurrenz.

Trotzdem hat Apple seine Kunden so gut abgerichtet, dass im Falle des Status Quo das iPhone auch weiterhin erfolgreich sein wird. Sollte aber ein anderes Unternehmen mit etwas Besserem kommen, dann könnten einige Fans die Flucht ergreifen.

Vergangener Erfolg garantiert keinen anhaltenden Erfolg und auch Gewohnheiten lassen sich aufbrechen. Wenn man 70 % seiner Einkünfte aus einer Quelle bezieht, dann ist das ein großes Risiko, gegen das auch Apple nicht immun ist.

Chris Neiger (Wenn sie sich zu weit vom Kerngeschäft entfernen)

Im Moment scheint es so, als könnte Apple in fast jeder Produktkategorie alles tun, was sie wollen und es wird ein Erfolg. Aber ich glaube, die Probleme werden kommen, wenn sie sich zu weit in andere Märkte wagen, in denen sie wenig Erfahrung haben. Damit meine ich insbesondere die potentiellen Projekte im Automarkt.

Es gehen Gerüchte, dass Apple sein eigenes Elektroauto 2019 auf den Markt bringen will und wenn ich mir ansehe, wie oft und von welchen Quellen diese kommen, dann sind sie wahrscheinlich auch wahr. Mit etwa 203 Milliarden USD auf der hohen Kante haben sie natürlich das Geld für so ein Projekt, das übrigens Project Titan heißt, aber es könnte auch eine riesige Ablenkung vom Kerngeschäft sein.

Trotz Apples großer Erfahrung mit Software, Elektronik und in der Herstellung haben sie doch keine Erfahrung dabei, etwas zu bauen, das aus tausenden beweglicher Teile besteht, Sicherheitsbestimmungen erfüllen muss oder davon, ein solches Produkt während der gesamten Lebensdauer zu betreuen. Natürlich könnte Apple sich mit BMW oder einem anderen Autobauer zusammentun, aber dann würde Apple immer noch versuchen von ihrem Bereich, Verbraucherelektronik, in einen anderen, Autos, zu expandieren. Das ist ein ziemlich großer Schritt.

Wenn Apple irgendetwas in den nächsten Jahren wehtun wird, dann werden es solche Dinge sein. Ein Auto hat das Potenzial, die Aufmerksamkeit eines Unternehmens vom Kerngeschäft mit den iPhones in den Autosektor mit niedrigen Gewinnmargen zu lenken. Aber das scheint das Risiko nicht wert zu sein.

Travis Hoium (Alles relativ)

Bei den Kunden in Ungnade zu fallen ist relativ bei Apple. Ich sehe in Zukunft keine Probleme wie in den 1980ern, als man noch auf das PC-Geschäft konzentriert war. Mit 203 Milliarden USD in Cash müssten sie schon mit mehreren Projekten scheitern, um abzustürzen.

Aber Apple könnte Opfer derselben Trends werden, die den PC-Herstellern in den letzten 15 Jahren solche Schwierigkeiten bereitet haben. Die größte Gefahr geht hier von den längeren Innovationszyklen aus. Vor nicht allzu langer Zeit war ein PC schon wieder veraltet, als man ihn zum ersten Mal anschaltete. Heute dagegen hält ein PC vier, fünf, sechs Jahre ohne zu einem nutzlosen Stück Schrott zu verkommen. Dasselbe könnte den Smartphones passieren und zu einem Rückgang bei Apples Einnahmen führen.

Denk nur an die Verbesserungen zwischen dem iPhone 4S und dem iPhone 6S mit vier Jahren Abstand zwischen den beiden. Das untere Ende des Spektrum hat sich von 8 GB auf 16 GB verdoppelt und das obere Ende von 64 GB auf 128 GB. Aber das sind keine großen Sprünge in der Technik. Die Kamera hat sich von acht Megapixel auf 12 verbessert, zusätzlich gibt es einen Bildstabilisator und ein paar andere Funktionen, aber auch das sind keine revolutionären Veränderungen. Die Chips im Inneren sind schneller, aber hast du das bemerkt?

Ich will nicht unterstellen, dass das iPhone 6S kein besseres Smartphone ist als das 4S. Ich sage, dass Upgrades nicht mehr so selbstverständlich sind wie bei den ersten iPhones. Das erste hatte nicht einmal 3G, daher mussten die Kunden regelmäßig upgraden, um neue Funktionen nutzen zu können. Mittlerweile kann man ein iPhone drei oder vier Jahre nutzen ohne der Technik hinterher zu hinken und das könnte Apple langfristig sehr weh tun.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.
Dieser Artikel wurde von Chris Neiger, Daniel Kline und Travis Hoium auf Englisch verfasst und wurde am 29.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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