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3 Gründe, warum BlackBerry sein Ziel von 500 Millionen USD nicht erreichen wird

Der CEO von BlackBerry (WKN:A1W2YK), John Chen, hat kein Problem damit, sich ambitionierte Ziele zu setzen. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht sein Zielwert von 500 Millionen USD in Software- und Lizenzeinnahmen für das Rechnungsjahr 2016.

Unglücklicherweise scheint dieses Ziel außer Reichweite zu liegen. Im zweiten Quartal des Rechnungsjahres 2016 meldete BlackBerry nur 74 Millionen USD an Software- und Lizenzeinnahmen, was sogar noch weniger war als im ersten Quartal.

Warum hat BlackBerry in diesem Bereich solche Probleme? Hier sind drei Gründe dafür:

1. Das Image

BlackBerry versucht seine EMM-Sparte (Enterprise Mobility Management) zu vergrößern, verkauft die EMM-Lösungen aber, als wäre es Zahnpasta. EMM erfordert eine tiefe, langfristige Partnerschaft mit den Kunden und das ist eine Beziehung, die für beide Seiten sehr schwer und kostspielig aufzubrechen ist.

Wenn ein EMM-Provider aus dem Geschäft ausscheiden würde, dann würde das große Probleme für alle seine Kunden bedeuten. Das ist auch das Problem von BlackBerry, ein Unternehmen, das als auf dem absteigenden Ast wahrgenommen wird.

In anderen Worten, wenn gemeldet wird, dass es mit BlackBerrys Smartphone-Geschäft abwärts geht, dann fragen sich die EMM-Kunden, ob BlackBerrys Tage gezählt sind. Diese Sicht auf BlackBerry macht es ihnen so schwer EMM-Lösungen zu verkaufen, egal wie gute Sicherheitslösungen sie für mobile Geräte anbieten.

2. Schärferer Wettbewerb

Als BlackBerry seine Bemühungen im EMM-Bereich erhöhte, legten sie sich mit bereits etablierten Unternehmen wie AirWatch und Mobileiron an. Aber in den letzten paar Jahren ist der Wettbewerb noch einmal härter geworden.
Software-Riesen wie Microsoft, Oracle und IBM sind jetzt mehr in diesem Bereich involviert und bieten auch EMM-Dienste als Teil ihres größeren Softwareangebots an. Das macht den unabhängigen EMM-Dienstleistern das Leben sehr schwer. Nur um ein Beispiel zu nennen: Der Kurs der Mobileiron-Aktie ist in den letzten 12 Monaten um zwei Drittel gefallen.

Einige andere unabhängige EMM-Provider wie AirWatch wurden inzwischen von größeren Softwareunternehmen aufgekauft. Aber BlackBerry möchte unabhängig bleiben, zumindest vorerst. Aber das wird nicht leicht.

3. Man kann sich nicht immer auf das Lizenzgeschäft verlassen

Die BlackBerry-Anleger waren guten Mutes, als das Unternehmen Einnahmen von 137 Millionen USD aus Lizenzen und Software im ersten Quartal verkündete. Aber diese Zahl beinhaltet zwei große Lizenzverträge, einer davon mit Cisco.

Solche Lizenzen fanden sich aber erwartungsgemäß nicht in den Ergebnissen von Q2. Große Lizenzverträge werden nicht jedes Quartal kommen. Wenn also solche Ergebnisse verkündet werden, dann spiegeln sie nicht unbedingt einen langfristigen Trend wider.

Mr. Chen erwartet, dass das Lizenzgeschäft in den nächsten beiden Quartalen “einen Beitrag leisten werde” und bleibt bei seinem Ziel von 500 Millionen USD. Aber die Anleger sollten sehr skeptisch sein.

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Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft und Oracle.
Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und wurde am 29.09.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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