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Warum Fluggesellschaften lieber gebrauchte Jets statt der CSeries von Bombardier kaufen

Quelle: Bombardier

Seit fast einem Jahr hat Bombardier (WKN:866671) jetzt keinen Festauftrag mehr für die CSeries bekommen. Aber das liegt nicht daran, dass die Fluggesellschaften keine Flugzeuge kaufen würden. Laut Bloomberg News hat der Flugzeugmarkt sogar zugenommen.

Also, warum kaufen sie dann gebrauchte Flugzeuge und nicht die CSeries?

Geringere Kosten

C Serie von Bombardier

CSeries von Bombardier

Die CSeries ist vielleicht das beste Flugzeug in ihrer Kategorie, aber sie ist auch nicht gerade billig bei einem Preis von 82 Millionen USD. Zum Vergleich, ein 10-Jahre-alter Airbus (WKN:938914) kostet etwa halb so viel und diese Flugzeuge haben noch einiges an Lebensdauer vor sich. Ähnliches gilt auch für Fluggesellschaften, die lieber leasen.
Man erwartet natürlich, dass ein überlegener Jet wie die CSeries mehr kostet, aber es gibt andere Gründe für diese Preiskluft. Erstens kaufen die Fluglinien lieber größere Flugzeuge. Daher gibt es jetzt eine wahre Flut an gebrauchten Jets, die mit der CSeries konkurrieren.

Zweitens geben Boeing (WKN:850471) und Airbus bedeutende Preisnachlässe bei ihren kleineren Modellen, um die CSeries abzuwürgen. Diese Taktik treibt die Preise für gebrauchte Jets auch unweigerlich nach unten.

Günstiger Treibstoff

Bis vor einem Jahr noch waren viele Fluggesellschaften gewillt, einen Jet der CSeries zu kaufen, denn sie wussten, dass sie langfristig bei den Treibstoffkosten sparen würden. Aber da die Ölpreise so drastisch gefallen sind, hat es wirtschaftlich momentan keinen Sinn die CSeries zu kaufen. Es spricht Bände, dass der letzte Festauftrag für die CSeries am letzten Tag einging, an dem der Ölpreis über 95 USD pro Barrel lag.

Bombardier argumentiert, die CSeries wäre eine bessere Option auf lange Sicht, und spielt damit auf steigende Treibstoffpreise an. Aber mehr und mehr Prognosen sprechen von tiefen Ölpreisen für die nächsten 5 Jahre.

Kein Grund zur Eile

Wenn ein Produkt schnell vergriffen ist, dann müssen die Käufer schnell handeln. Sie wissen ja, dass die sonst vor leeren Regalen stehen. Dasselbe gilt auch für den Flugzeugmarkt, da die Wartezeiten hier sehr lang werden können.
Aber im Falle der CSeries können die Käufer es sich leisten abzuwarten, da sie ja wissen, dass die hier nicht Schlange stehen müssen.

Darüber hinaus gibt es noch einen Großkunden, Republic Airways, der gerne seine Bestellung an jemand anderen weitergeben würde. Wenn eine Fluggesellschaft wirklich die CSeries nutzen wollte, könnten sie sie auch von Macquarie AirFinance leasen. Dieses Unternehmen hat die letzte Bestellung aufgegeben.

Es gibt Gründe, warum die CSeries keine Festaufträge erhält. Daher solltest du, wenn du schnelle Ergebnisse erwartest, deine Bombardier-Aktien vielleicht besser verkaufen.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und wurde am 23.09.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können

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