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Ist Cisco Systems das größte Schnäppchen im Tech-Sektor?

Foto: Pixabay, jeferrb

Die erste Reaktion der Anleger auf Ciscos (WKN:878841) Quartalsbericht am 12. August war ziemlich positiv. Der Kurs ist danach zwar nicht direkt durch die Decke gegangen, aber er stieg im Lauf von ein paar Tagen von 27,90 USD auf über 29 USD. Im Kontext mit Ciscos aktueller Performance, war dieser Anstieg um 4 % schon lange überfällig.
Aber das hielt leider nicht an. Zum Zeitpunkt, als dieser Artikel geschrieben wurde, lag der Kurs deutlich unter diesem Wert, wie viele andere auch dank des großen Ausverkaufs Ende August. Und genau da liegen die Möglichkeiten. Aus einer Reihe von Gründen hatte Cisco vor dem Kurssturz einen sehr guten Stand bei den Investoren, was Wachstum und Rendite angeht. Und jetzt? Die Aktie sollte bei Valueinvestoren ganz oben auf der Liste stehen.

Was will man mehr?

Es ist nicht schwer, Kommentare zu finden, die den Börsenrutsch in letzter Zeit beklagen. Abgesehen von ein paar erwähnenswerten Ausnahmen scheinen alle Aktien in diesem negativen Strudel festzustecken. Bei langfristig orientierten Investoren sollte dieser pessimistische Unterton nur Kopfschütteln hervorrufen. Warum? Weil Aktien wie Cisco und das Internet der Dinge, Cloud-Dienste und der Konkurrent IBM (WKN:851399) bereits günstig waren, jetzt sind sie fast geschenkt.

Der Einkommensanstieg um 4 % im letzten Quartal auf 12,8 Milliarden USD war natürlich sehr positiv, genau wie der Gewinn pro Aktie von 7,3 % auf GAAP-Basis (ohne einmalige Positionen). Verbesserte Bruttomargen waren auch schön zu sehen, besonders, weil sie jetzt ihre Ausgaben besser managen. Sogar die Einnahmen wuchsen. Aber wie sie das geschafft haben, ist der eigentliche Grund, warum Investoren Cisco auf dem Zettel haben sollten.
Es ist nicht überraschend, dass der Großteil von Ciscos Produkteinnahmen von Schaltern und Routern kommt. Im letzten Quartal waren das etwa 56 % der Produktumsätze. Dieser relativ große Anteil zieht sich aber gerade zusammen, dank der guten Arbeit von Ciscos Collaboration und Data Centers, die beide den Übergang zu den neuen Wachstumsmärkten wie Clouddiensten und IoT markieren.

Das Collaboration Unit ist ein Paket aus Produkten und Diensten, die Unternehmen helfen sollen, alle ihre Kommunikationsprozesse zu managen, sowohl intern als auch extern. Die Verkäufe stiegen im letzten Quartal um 14 % und generierten über 1 Milliarde USD an Einnahmen. Die Data Center schafften in Q4 fast 900 Millionen USD, was auch einen Anstieg von 14 % darstellt. Der Sprung um 22 % in diesem Jahr, verglichen mit dem letzten, macht es zu Ciscos am schnellsten wachsender Sparte.

Ein anderes Schlüsselziel im Fokus des neuen CEO Chuck Robbins ist der Umstieg auf ein Modell mit wiederkehrenden Einnahmen. Und es funktioniert auch. Die Rechnungsabgrenzungsposten im letzten Quartal stiegen um 7 % auf 15,2 Milliarden USD dank “Abonnementgebühren und Softwarediensten”.

Alles „smart“

Der IoT-Markt, bei Cisco auch das Internet of Everything (IoE) genannt, wird Erwartungen zufolge in den nächsten Jahren explodieren, wenn die Welt um uns herum vernetzt wird. Eine konservative Schätzung erwartet bei den vernetzten Städten alleine ein Volumen von 670 Milliarden USD in nur 4 Jahren, was Cisco und IBM natürlich sehr gelegen kommt.

Durch die große Konzentration auf Big Data und Datenanalysen im Rahmen der Initiative “Strategic Imperatives”, die im letzten Quartal um 20 % gewachsen ist, mischt auch IBM bei den Smart Cities mit. Obwohl die Summe relativ klein ausfällt, so zeigt doch die Entscheidung der Regierung 160 Millionen USD in die Smart-City-Forschung zu investieren, welche wachsende Bedeutung dem IoT beigemessen wird. IBM wurde für dieses Forschungsprojekt eigens ausgesucht.

In Q3 eröffnete Cisco sein achtes Collaboration Center in Australien, um die Entwicklung von neuen IoE-Lösungen voranzutreiben. Cisco präsentierte auch sein neues Connected- Roadways-Projekt für “vernetze Straßen”, eine Smart-City-Lösung zum Verkehrsmanagement und zur Verbesserung der Sicherheit. Zuvor hatte Cisco schon mehrere Verträge für Smart-City-Anwendungen mit einigen der größten Städte der Welt für sich gewinnen können.

Unterm Strich

Unterm Strich liefert Cisco dann, wenn es darauf ankommt und wird nur mit dem Schnäppchenpreis des 10,5fachen der Gewinne des nächsten Jahres bewertet. Somit ist Cisco eine der günstigsten Tech-Aktien auf dem Markt. Wenn wir dann noch 3,25 % Diviedendenrendite dazurechnen, dann steht Cisco ganz oben auf der Liste der größten Tech-Schnäppchen.

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Motley Fool empfiehlt Cisco Systems.

Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und wurde am 21.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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