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Ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um wieder in Schwellenmärkte zu investieren?

Foto: Pixabay, geralt

Diesmal waren es die Schwellenländer. Die Federal Reserve wollte die Zinsen wegen der Auswirkungen auf die Schwellenländer nicht erhöhen, oder wohl eher wegen China. Es ist eigentlich Aufgabe der Fed, sich um die Inflation und die Beschäftigung in den USA zu kümmern, kann aber Länder wie China, bei denen Amerika Schulden hat, nicht mehr länger ignorieren. Isolationismus funktioniert nicht mehr, wenn alle im selben Boot sitzen.

Mitgefangen, mitgehangen

Die Schwellenländer haben die Vorteile aus den niedrigen Zinsen gezogen und Schulden in Dollar aufgenommen. Ein stärkerer Dollar würde es teurer machen, diese Schulden zu bedienen. Es würde auch das Wachstum in den Ländern behindern, deren Währungen an den Dollar gebunden sind. Sollten diese dann unter der Zinslast anfangen zu ächzen, müssten sie kurzfristige US-Staatsanleihen verkaufen, um ihre Wechselkurse aufrecht zu erhalten, was wiederum die Zinssätze in den USA in die Höhe treiben würden.
Daher können die Schwellenländer jetzt aufatmen, zumindest bis zum nächsten Termin im Oktober oder vielleicht im Dezember oder irgendwann 2016. Der Konsens ist, dass die Schwellenmärkte immer noch zu riskant sind, um in sie zu investieren, nachdem im letzten Jahr mehr als 1 Billion an Kapital abgeflossen ist. Aber als Investor sollte man hier vorsichtig sein, besonders wenn jemand den Ausverkauf dazu nutzt, Aktien zu Discountpreisen zu kaufen, so wie wir Fools. Darüber hinaus sind längst nicht alle der Meinung, dass man von allen Schwellenmärkten die Finger lassen sollte.

Je schlechter, desto besser

Es war ohne Zweifel ein mieses Jahr für die Schwellenmärkte. Eine neue Studie des Vermögensverwalters SCM Direct zeigt, dass der MSCI Emerging Markets Index um fast 14 % im Vergleich zu vor einem Jahr gefallen ist. Daher gibt es jetzt einen Rabatt von 39 % verglichen mit Aktien aus entwickelten Ländern. Das ist der niedrigste Stand seit 12 Jahren. Interessant, oder?
Alan und Gina Miller, die beiden erfahrenen Investoren hinter SCM, sagen, dass Aktien aus Schwellenländern in den nächsten 12 Monaten um fast 25 % zulegen könnten. Genau wie der Fool glauben auch sie, dass man Aktien am besten dann kaufen sollte, wenn die Märkte turbulent und die Investoren nervös sind.

Willkommen bei den Millers

Die Millers haben sich die Schwellenmärkten und deren historische Performance und Volatilität seit März 2000 genau angesehen. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Durchschnittsrendite, wenn man in unruhigen Zeiten kauft, 24,4 % ist. In der Mehrheit der Fälle erzielten die Investoren eine zweistellige Rendite im darauf folgenden Jahr. Negative Renditen wurden nicht verzeichnet.
Das ist doch genau das, was der Fool in den letzten Jahrzehnten gepredigt hat. Aber man muss trotzdem eine gehörige Portion Mut mitbringen, wenn man sich heutzutage in die Schwellenmärkte stürzen will. Vielleicht sollte man auch nach klareren Hinweisen für eine Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft und der Rohstoffpreise Ausschau halten.

Die Möglichkeiten

Vielleicht sollte man auch erst mal abwarten, was wirklich passiert, wenn die Fed dann endlich die Zinssätze erhöht. Das könnte eine noch bessere Kaufgelegenheit sein. Das Problem ist, wenn man wartet bis die Fakten auf dem Tisch liegen, dann ist es schon zu spät. Dann sind die Schnäppchen nämlich schon weg.
Man muss schon mutig sein und gegen den Strom schwimmen, um jetzt zu investieren. Aber es könnte auch eine gute Idee sein, abzuwarten und seine Ressourcen zu sparen.
Reichtümer werden in Zeiten wie diesen gemacht, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, an den turbulenten Börsen Geld zu verdienen.

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Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und wurde am 20.09.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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