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BlackBerry verdoppelt die Sicherheit

Foto: Blackberry

BlackBerry (WKN:A1W2YK) kauft Good Technology, ein Softwareunternehmen für Mobile Device Management (MDM oder Mobilgeräteverwaltung) und Sicherheitssoftware. Die Übernahme zeigt, dass BlackBerry sich mehr auf mobile Dienste, Sicherheit und das Internet der Dinge konzentrieren will.

BlackBerry kauft das Privatunternehmen für 425 Millionen USD in Cash. Diese Mittel kommen aus den 3 Milliarden USD Barreserven für kurzfristige Investitionen und machen etwa 14 % davon aus. Das ist sicher keine große Akquisition, aber ziemlich groß für ein Unternehmen, das immer noch Probleme hat.

So kann BlackBerry seine Stärken ausspielen

Alle, die BlackBerry verfolgen, haben wahrscheinlich schon bemerkt, dass man sich vom Hardwarehersteller von Mobiltelefonen zur Softwarehaus für digitale Sicherheit entwickelt. Selbst in den Presseerklärungen bezeichnet man sich selbst als “einen globalen Leader im Bereich sichere mobile Kommunikation”. Etwa 40 % der Einnahmen kamen im letzten Quartal aus dem Softwarebereich, 38 % für Dienstleistungen und 21 % für Software- und Technologielizenzen.

BlackBerry versucht, seine Expertise im Sicherheitsbereich zu nutzen und in den EMM-Markt zu expandieren (Enterprise Mobile Management). Good Technology wird bei dieser Strategie eine Hilfe sein, um ein komplettes Produkt anbieten zu können, das die mobilen Geräte im ganzen Netzwerk eines Unternehmens sichert, egal um welches Betriebssystem, Gerät oder App es sich handeln mag.

Diese Strategie nutzt den BYOD-Trend oder “bring your own device” (Bring dein eigenes Gerät) genau wie den Trend, dass Nutzer keine separaten Geräte für die Arbeit und das Privatleben haben wollen. Niemand will ein zweites BlackBerry mitschleppen, wenn man lieber ein iOS oder Android-Gerät nutzen würde. Stattdessen suchen die Unternehmen nach Möglichkeiten, wie ihre Mitarbeiter ihre bevorzugten Geräte benutzen können, ohne auf Sicherheit und Geräteverwaltung verzichten zu müssen.

Wie BlackBerry hat auch Good Technology viele Unternehmens- und Regierungskunden, für die Sicherheit und Geräteverwaltung von höchster Wichtigkeit sind. Dies wird BlackBerrys Position in diesen Märkten weiter verbessern, besonders in vertikalen Branchen wie Regierungen, Finanzen, Recht und immer mehr auch dem Gesundheitssektor. Laut einer Presseerklärung arbeitet “Good Technology mit allen Fortune-100-Banken, Luftfahrt- und Verteidigungsfirmen zusammen.” Die beiden Unternehmen werden bei der Fusion einige Einsparungen vornehmen können, und so verschwindet gleichzeitig auch ein Konkurrent von der Bildfläche. Dieser Artikel aus  the Verge beschreibt die Rivalität zwischen den beiden ehemaligen Konkurrenten sehr schön.

Dies ist nicht die erste Übernahme im EMM-Bereich für BlackBerry. Vor kurzem hat man erst die Übernahme von WatchDox abgeschlossen, ein Service, der es Nutzern erlaubt ihre Dateien auf allen Geräten und mobilen Betriebssystemen und PCs zu teilen, zu schützen und zu bearbeiten. Watch Dox wird in das BES12 EMM-Produkt integriert. Wieder ein Umstand, der zeigt, dass BlackBerry sich auf den Bereich Sicherheit auf allen Betriebssystemen verlagert.

Mehr Möglichkeiten?

Das Management vermutet, dass die Übernahme bis Ende des dritten Quartals des Steuerjahres 2016 abgeschlossen sein wird und erwartet etwa 160 Millionen USD in GAAP-Einnahmen im ersten Jahr. Das ist nicht gerade viel, um den Umsatz eines Unternehmens zu erhöhen, das gerade etwa 2,5 Milliarden USD pro Jahr verdient. Darüber hinaus arbeitet Good Technology immer noch nicht profitabel, daher wird das Management von BlackBerry einiges an Kosten reduzieren müssen, um in naher Zukunft überhaupt Profite zu realisieren.

Aber die Übernahme spricht für BlackBerrys größeren Fokus auf Sicherheit und für die mögliche Trendwende. Man spricht bereits darüber, die Technologie von Good für Wearables zu nutzen und BlackBerry ist sich des Trends des Internets der Dinge sehr wohl bewusst. Je mehr Geräte, Fahrzeugflotten, Werkzeuge und andere mobile Geräte miteinander verbunden werden, desto dringender werden diese verwaltet und gesichert werden müssen.

BlackBerry ist noch lange nicht am Ziel, die neueste Übernahme ist klein und es wird Zeit brauchen, deren Technologie und Kunden in eine einzige Plattform zu integrieren. Daher sollten Investoren nicht gleich loskaufen, aber die Entwicklung und die langsame Umwandlung von BlackBerry sollte man genau beobachten, da der Bedarf nach mobiler Geräteverwaltung und Sicherheit bereits jetzt besteht und noch ein riesiges Wachstumspotenzial in der nahen Zukunft haben wird.

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Dieser Artikel wurde von Chris Kuiper auf Englisch verfasst und wurde am 16.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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