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3 einfache Gründe, warum Apple GoPro kaufen sollte

Foto: Pixabay, bergblau

Sollte Apple (WKN:865985) GoPro (WKN:A1XE7G) kaufen? Analysten von Northland Capital Markets sind sich dessen sicher und sagen, dass Apple den Action-Kamera-Hersteller kaufen sollte, um seine Produktlinie zu diversifizieren und sein digitales Ökosystem auszubauen.

Der Deal wäre Apples 3 Milliarden USD schwerem Kauf von Beats Electronics im letzten Jahr sehr ähnlich. So wie GoPro seine Action-Kameras zu hohen Preisen verkauft, bietet Beats seine Kopfhörer und Lautsprecher zu höheren Preisen an als seine Konkurrenz. Genau wie GoPro sein mediales Ökosystem mit dem GoPro-Channel ausbaut, hat Beats seine Marke mit dem Beats Musik-Streamingservice ausgebaut. Und genau wie Apple Beats-Produkte bereits vor dem Kauf im Apple Store angeboten hat, verkauft Apple GoPros Kameras in seinen physischen und online Stores.

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Quelle: The Motley Fool

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Mit einer Marktkapitalisierung von 4,4 Milliarden USD würde GoPro Beats als Apples größte Akquisition seiner Geschichte in den Schatten stellen. Jedoch ist das für Apple nur Kleingeld — es hat das vergangene Quartal mit über 200 Milliarden USD an Cash abgeschlossen. Meiner Meinung nach könnte ein Aufkauf aus drei wichtigen Gründen passieren.

 

1. Eine logische Erweiterung von Handys und Uhren

Wie ich in einem früheren Artikel bereits argumentiert habe, werden Smartphones Action-Kameras niemals ersetzen, weil die beide Produkte auf verschiedene Märkte setzen. Apple-Kunden werden wahrscheinlich nicht ihre wertvollen und fragilen iPhones an Motorradhelme und Surfboards montieren, weswegen ein Markt für haltbare und kompakte GoPro-Kameras immer existieren wird. Deswegen haben auch HTC und Sony ihre eigenen Action-Kameras auf den Markt gebracht, anstatt Weitwinkel-Linsen auf ihren Handys zu installieren.

Apple hat eine GoPro-App für seine Apple Watch während seines Sonderevents im frühen September vorgestellt. Die App fungiert als Remote-Bildsucher und Fernbedienung für GoPro-Kameras, was es leichter macht, bildschirmlose Kameras wie die HERO4 Session zu nutzen. Die App ergänzt GoPros Standard iOS und Andriod-Apps, welche es Nutzern erlauben, die Kameras von Handys oder Tablets aus zu steuern. Sie werden wahrscheinlich auch GoPros Drohnen steuern, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen.

Da sich GoPros Kameras wie eine logische Erweiterung des iPhones und der Apple Watch anfühlen, wäre es vernünftig von Apple, GoPro zu kaufen, um seine Umsatzprodukte über iPhones und iPads hinaus zu erweitern. Die iPhone-Verkäufe waren im letzten Quartal für über 60 % seines Umsatzes verantwortlich, während iPads seit sechs aufeinanderfolgenden Quartalen fallen.

2. Ökosystem und Cloud-Wachstum

Es wird erwartet, dass GoPros Umsatz in diesem Jahr um 20 % auf 2,3 Milliarden anwachsen wird, was nur 1 % von Apples erwarteten Verkäufen im Jahr 2015 in Höhe von 233 Milliarden USD entsprechen würde. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Apple Beats auch nicht wegen seiner Hardware-Umsätze gekauft hat. Im Jahr 2013 hatte Beats nur einen Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden USD generiert und das laut Fast Company hauptsächlich durch den Verkauf von Kopfhörern und Lautsprechern. Stattdessen hat Apple Beats wahrscheinlich aufgekauft, um seinen Streaming-Service in Apple Music zu integrieren, um damit auf die ansteigende Popularität von Streaming-Apps und den Rückgang von Musik-Downloads zu reagieren.

GoPros Ökosystem basiert auf seinen Video-Kanälen, welche massive Follower-Anzahlen in den sozialen Medien aufweisen. Im letzten Quartal ist die Abo-Basis seines YouTube-Channels um 40 % jährlich auf 3,1 Millionen angewachsen. Seine Facebook (WKN:A1JWVX) Fan-Basis wuchs um 16 % auf 8,8 Millionen. GoPro war außerdem die am viertmeisten eingesetzte Marke auf Instagram mit 5,8 Millionen Abonnenten – ein Sprung um 140 % vom Vorjahr. Der GoPro-Channel kann auch auf Roku-Geräten, Xbox-Konsolen, Virgin Americas Flügen und anderen Netzwerken angesehen werden. Obwohl der GoPro-Channel allgemein für Videos, die von Nutzern eingereicht wurden und professionelle Videos, die auch als Werbung für ihre Kameras fungieren, bekannt ist, stärkt das Unternehmen das Netzwerk auch mit Virtual Reality-Filmen und originalen Inhalten. Diese kreativen Wege könnten für Apple nützlich sein, sollte es mit seinen möglichen Plänen, ein eigenes Programm zu produzieren, ernst machen.

Um es Nutzern möglich zu machen, Inhalte schneller zu speichern und zu teilen, entwickelt GoPro eine Cloud-Plattform. Sollte Apple GoPro kaufen, kann es einfach diese Plattform in seine iCloud integrieren und es so von konkurrierenden Technologie-Unternehmen mit sich ausbreitenden Cloud-Ökosystem fernhalten.

3. GoPro wird nicht lange zum Verkauf stehen

GoPros Aktien sind im letzten Monat um mehr als 40 % gefallen. Das liegt an der unlogischen Annahme, dass der schlechte Ausblick des Bildprozessor-Lieferant Ambarella (WKN:A1J58B) für den Rest des Jahres eine Verlangsamung des gesamten Markts für Action-Kameras bedeutet. Als Resultat werden GoPro-Aktien jetzt für das 16-fache der zukünftigen Gewinne gehandelt – ein großer Rabatt für ein Unternehmen, welches seinen Umsatz um 72 % und seinen Profit um 277 % jährlich im letzten Quartal erhöht hat.

Wenn Appel 6 Milliarden USD für GoPro bezahlt – was eine Akquisitionsprämie von 36 % bei gegenwärtigen Preisen bedeutet – würde es ein Unternehmen bekommen, welches über 2 Milliarden USD an jährlichem Umsatz generiert. Außerdem würden seine Geräte mit seinen Handys und Uhren kompatibel sein und es würde ein Ökosystem gewinnen, dessen Nutzerzahlen im zwei- oder dreistelligen Bereich jedes Quartal wachsen. GoPro-Kameras der Produktpalette hinzuzufügen, würde auch Apples Margen nicht wehtun, da GoPros Bruttomarge (46,4 % im letzten Quartal) leicht höher ist als das von Apple (39,7 %).

Was man mitnehmen sollte

Apple ist offensichtlich an Action-Kameras interessiert. Deswegen hat es in diesem Jahr auch ein Patent für eine eigene angemeldet. Aber anstatt selbst eine herzustellen und zu bewerben, wäre es viel sinnvoller, einfach GoPros etablierte Marke und sein Ökosystem für ein paar Milliarden USD zu kaufen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Ambarella, Apple, Facebook und GoPro.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 16.9.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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