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Über diese Dow-Jones-Aktien denken Investoren am pessimistischsten: Caterpillar, DuPont und Disney

Foto: Pixabay, geralt

In den letzten drei Wochen wurden Investoren wieder daran erinnert, dass Aktien genau so schnell fallen können, wie sie in die Höhe klettern. Nachdem der Dow Jones Industrial Average in den letzten 6 Jahren um sagenhafte 11.800 Punkte gestiegen ist, hat nun der kultige Index nach seinem Allzeithoch im Mai 2.200 Punkte eingebüßt.

Zwar könnte die Dow-Jones-Korrektur eine fesselnde Gelegenheit für Langzeitinvestoren bieten, einige großartige Aktien zu — verglichen mit den Kursen des letzten Monats — Schnäppchenpreisen zu ergattern; jedoch nutzen einige skeptische Anleger diesen Zeitpunkt auch, um sich über Unternehmen herzumachen, die jetzt grundlegende Schwachstellen offenbaren. Diese Skeptiker sind auch als Leerverkäufer bekannt.

Um es kurz noch einmal klarzustellen: Ein Leerverkäufer verdient, wenn Aktien fallen und wenn sie steigen, ärgert er sich. Es ist eine deutlich riskantere Vorgehensweise als der einfache Kauf und Verkauf einer Aktie, da der Gewinn eines Leerverkäufers auf 100 % beschränkt ist, während der potenzielle Verlust technisch unbegrenzt ist. Außerdem benötigen Leerverkäufer ein Marginkonto bei ihrem Broker, da sie die Aktie, auf deren Fall sie setzten, eigentlich gar nicht besitzen. Dies bedeutet, dass sie auf das Geld, das sie für ihre pessimistischen Wetten verwenden, auch Zinsen zahlen müssen.

An diesen Dow-Jones-Aktien haftet der größte Pessimismus

Könnten Aktien nicht steigen und fallen, hätten wir keine Börse. Leerverkäufer haben die gleichen Chancen auf einen Erfolg wie ganz gewöhnliche Buy-and-Hold-Investoren.

Schauen wir in diesem Sinne doch kurz auf die Dow-Jones-Aktien, die gemessen an ihren Leerverkäufen für diese pessimistische Anlagestrategie am attraktivsten sind und klären wir noch, ob dieser Pessimismus gerechtfertigt ist.

Quelle: CATERPILLAR.

Quelle: CATERPILLAR.

6,7 % der frei gehandelten Aktien des Baumaschinen-Giganten Caterpillar (WKN:850598) werden leerverkauft. Damit ist Caterpillar im Dow Jones die Aktie mit den meisten Leerverkäufen. (6,7 % entsprechen in etwa 40,3 Mio. Aktien.) Leerverkäufer sind mit Caterpillar, dessen Aktie seit Juli 2014 um fast ein Drittel gefallen ist und sich verglichen mit dem Stand von vor zehn Jahren kaum vom Fleck bewegt hat, ziemlich gut gefahren.

Aber wie sinnvoll ist eine Wette auf eine weitere Talfahrt? Trotz seines ausgezeichneten Markennamens in der Branche der schweren Baumaschinen würde ich zur Vorsicht – und vielleicht sogar zur Skepsis – raten.

Obwohl der sehr langfristige Trend einer steigenden Nachfrage für Metall, Kohle und verschiedenen anderen Bauvorhaben rund um den Globus wohl der Nachfrage nach Caterpillars schweren Baumaschine einen Schub verleihen sollte, kann momentan nicht einmal Caterpillars Führungsetage zuversichtliche kurzfristige Prognosen abgeben. Momentan gibt es einfach zu viele Ungewissheiten wie beispielsweise die Schwankungen der Rohstoffpreise. Fallende Preise, ein Rückgang der chinesischen Wirtschaft und Unruhen in der EU um Griechenland können sich auf die Nachfrage nach den Maschinen auswirken. Zur Zeit bleibt Caterpillar nichts anderes übrig, als die Preise zu senken. Wenn Caterpillar den Leerverkäufern Angst einjagen möchte, muss das Unternehmen zunächst mehrere umsatzstarke Quartale abliefern.

Quelle: DUPONT.

Quelle: DUPONT.

Bei DuPont (WKN:A0MXTT) werden 4,1 % des Free-Floats leerverkauft. Die Aktie des Chemikalien-Giganten hat sich in letzter Zeit kaum gerührt. Dupont, die am zweitmeist verkaufte Aktie des Dow Jones, ist in den letzten 18 Jahren so gut wie nicht geklettert.

„Was stimmt bei DuPont nicht?“, fragst du dich vielleicht. Die größte Hürde, die DuPont überwinden muss, ist sein extrem zyklisches Geschäft. DuPont ist von globalem Wirtschaftswachstum abhängig, um seine Preissetzungsmacht und sein Wachstum bei Umsatz und Profitabilität zu stärken. Ohne globalem Wirtschaftswachstum bleiben DuPont nicht viele alternative Expansionswege; außer vielleicht einer Akquisition.

Auf dem Papier sieht DuPont wie ein großartiges Unternehmen für Langzeitinvestoren aus; insbesondere, wenn man bedenkt, welche Verbindungen das Unternehmen in die Landwirtschaft hat. Eine global wachsende Bevölkerung wird Ernteerträge sicherlich vorantreiben. Aber leider sind DuPonts Geschäftszahlen nicht so gut, wie sie es theoretisch sein sollten. In der Chemikalien-Industrie herrscht eine harte Konkurrenz und dem Unternehmen (und vor allem seinen gentechnisch veränderten Produkten) könnten in Zukunft strikte Regulierungen drohen. Außerdem hat es DuPont niemals geschafft, einen Weg zu finden, um unabhängiger von Konjunkturzyklen zu werden. Ich glaube, dass jetzt ein vernünftiger Zeitpunkt ist, um gegen DuPont zu wetten.

Quelle: DISNEYLAND.

Quelle: DISNEYLAND.

Bei Disney (WKN:855686) werden 3,8 % der frei gehandelten Aktien leerverkauft. Der Erfinder der Micky Maus hat nach einem Kurseinsturz um fast 20 % seit August jüngst die Aufmerksamkeit der Pessimisten auf sich gezogen.

Die Gründe hinter diesem Fall sind recht einfach: Nachdem sich der Aktienkurs des Unternehmens seit 2011 vervierfacht hat, konnte Disney den hohen Umsatzerwartungen der Börse nicht gerecht werden und warnte, dass die Gewinne seines Fernsehdienstes nicht so hoch ausfallen würden, wie erwartet, da weniger Verbraucher Abonnements abschließen.

Sollten Leerverkäufer diese Schwächeanzeichen als Angriffssignal deuten? Ich würde nicht zu voreilig auf einen weiteren Einsturz von Disney wetten. Auch wenn der Aktienkurs vielleicht etwas überbewertet ist, besitzt das Unternehmen eine unglaubliche Markenstärke, aus der man Kapital schlagen kann. Disney hat eine generationsübergreifende Anziehungskraft, einen hohen Wiedererkennungswert und exzellente Preissetzungsmacht. Die Disney-Marke stellt das Kundenerlebnis an erste Stelle. Obwohl es ziemlich schwierig ist, einzuschätzen, wie viel ein Unternehmen mit so vielen immateriellen Gütern wert ist, rate ich aufgrund Disneys hervorragenden Images in vielerlei Hinsicht, nicht gegen das Unternehmen zu setzen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Walt Disney. Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 11.9.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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