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Barrick Gold reduziert seine Schulden drastisch: Reicht das aus?

Foto: Pixabay, Stevebidmead

Wie viele Goldunternehmen hat Barrick Gold Corp. (WKN:870450) den letzten Gold-Bärenmarkt mit viel zu hohen Schulden betreten. Als niedrigere Verkaufspreise die Einnahmen zum Einsturz brachten, hatten einbrechende Profite es schwer, mit den massiven Zinsen mitzuhalten. Von den Einnahmen wird erwartet, dass sie in diesem Quartal um fast 50 % fallen, sowie um 13 % im nächsten Quartal.

Da die Schuldenzahlungen einen immer größeren Teil der Profite vernichten, besteht für Barrick das Risiko, den nächsten Gold-Bullenmarkt zu verpassen. Momentan sieht es so aus, als würde das Unternehmen jedoch etwas dagegen machen.

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Nie zuvor gesehene Schuldentilgung

Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, 2015 seine Schulden um 3 Milliarden CAD zu reduzieren und hat Pläne, weitere 2 Milliarden CAD bis zum Ende des Jahres 2016 abzubauen. Während viele skeptisch waren, als diese Pläne bekannt gegeben wurden, sieht es so aus, als würde Barrick sein erstes (und schwierigstes) Ziel für 2015 erreichen.

Es hat damit begonnen, seine Kapitalausgaben von 2,4 Milliarden CAD im Jahr 2014 auf 1,7 Milliarden CAD in diesem Jahr zu senken. Außerdem hat es einige Verkäufe von Vermögenswerten organisiert wie beispielsweise den seiner Cowal-Mine und einen 50 %igen Anteil an seinem Zaldívar Kupfer-Projekt. Mit seinem jüngsten Deal hat das Unternehmen jetzt insgesamt 2,7 Milliarden CAD aufgebracht und liegt damit nur 300 Millionen CAD unter seinem Ziel für das gesamte Jahr.

Rating-Agenturen sind nicht beeindruckt

Im letzten Monat wurde die Kreditwürdigkeit Barricks von Moody’s Corporation heruntergestuft. Man glaubt dort, dass die Vermögenswertverkäufe nicht ausreichen werden, um die Schulden des Unternehmens schnell genug zu reduzieren, besonders in Anbetracht der niedrigen Goldpreise. Moody’s hat Barricks Rating von Baa2 auf Baa3 herabgesetzt, womit es ein Level über Ramsch-Status und auf der Ebene von Standard & Poor’s BBB-Einschätzung liegt.

Barrick wurde laut Moody’s Analysten Darren Kirk heruntergestuft, weil seine Schulden auch nach den angekündigten Vermögensverkäufen hoch bleiben werden, wesentliche Schuldenabzahlung unwahrscheinlich ist und die Produktion in den nächsten Jahren zu fallen beginnen wird.

Einen Schritt zurück und einen halben vorwärts?

Während es Barrick kurzfristig hilft, Vermögenswerte zu verkaufen, setzt es langfristige Einnahmen und Profite aufs Spiel, da Goldminen verkauft werden. So ist zum Beispiel das Porgera-Projekt (von dem Barrick kürzlich einen 50 %igen Anteil verkaufte) für ungefähr 7 % des Gold-Outputs des Unternehmens verantwortlich. Zusammen genommen könnten Barricks Verkäufe die Goldproduktion um fast 10 % in diesem Jahr senken.

Da das Unternehmen noch einen weiten Weg Richtung Schuldenabbau vor Sich hat, könnte es sein, dass diese Verkäufe ein Loch mit dem anderen zustopfen.

Langfristigen Erfolg erreichen

Die wichtigste Frage für die meisten ist, ob Barricks derzeitige Bewertung es lohnenswert macht, über eine Investition nachzudenken. Im Moment sollten Investoren Barrick nicht wie ein Goldunternehmen sehen, sondern eher wie die Geschichte einer Kehrtwende. Selbst wenn sich die Goldpreise erholen, liegt 90 % des Fokus’ des Unternehmens darauf, Schulden zu reduzieren und nicht, den Output zu erhöhen oder Minen auszubauen.

Wenn du also darüber nachdenkst, Gold in dein Portfolio aufzunehmen, wäre es besser in Unternehmen mit einer geringeren Schuldenlast zu investieren wie beispielsweise Yamana Gold Inc. (WKN:357818) oder Goldcorp Inc. (WKN:890493). Wegen geringerer Schuldenlasten könnten diese Unternehmen flexibel genug sein, um die nächste Erholung der Goldpreise effektiv zu nutzen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und am 15.9.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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