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PayPals neue Funktion im Kampf gegen den Facebook-Messenger und Google Wallet

Foto: PayPal.

PayPal (WKN:A14R7U) macht es uns leichter, Geld über das Internet zu senden.
Diesen Monat hat der digitale Bezahlriese das neue Feature PayPal.Me gestartet. Dieser Dienst erlaubt es, Einzelpersonen und Unternehmen über personalisierte URLs Freunden, Familie und Kunden digitale Zahlungen zu übermitteln. PayPal hat den Prozess jahrelang vereinfacht, aber PayPal.Me soll die Sache sowohl schneller als auch einfacher machen.
Andere Unternehmen, darunter Google (WKN:A110NH) und Facebook (WKN:A1JWVX) drängen auch in diesen Markt, aber PayPal sollte hier doch im Vorteil sein.

Die eigene URL

Paypal vereinfacht den Zahlungsverkehr zwischen Einzelpersonen seit seiner Anfänge vor mehr als 15 Jahren. Um eines klar zu stellen: PayPal.Me ist nicht PayPal, das nur einen neuen Service anbietet, es vereinfacht eher den Prozess.
Und so funktioniert es: PayPal-Nutzer gehen auf PayPal.Me. Sie loggen sich in ihren Account ein und wählen ihre persönliche URL. Das kann der Name der Person oder des Unternehmens sein (PayPal.Me/JaneSmith zum Beispiel, oder PayPal.Me/OnlineSales). So wird es auch leichter, sich die URL zu merken. Diese URL wird an ihren Account gebunden und jeder Besucher kann jetzt Geld senden.
In der Vergangenheit mussten sich die Nutzer erst in ihr PayPal-Konto einloggen, entweder auf der Website oder mit einer mobilen App und dann Geld senden oder verlangen. Das ist eigentlich ein simpler Prozess, aber man brauchte dazu auch die bei PayPal hinterlegte Telefonnummer oder Emailadresse der anderen Person oder des Unternehmens. Eine PayPal.Me-URL ist da vielleicht sicherer und leichter im Gedächtnis zu behalten. Sie ist auch leichter in einer Textmessage, Email oder Instant Message zu senden und man hat Zugriff mit jedem Browser, sowohl mobil als auch auf dem Desktop-PC. Die URL kann in eine Website eingebettet werden oder über die sozialen Medien geteilt werden.
Für Einzelpersonen ist das Schicken und Empfangen kostenlos, solange sie eine Debitkarte benutzen. Unternehmen, die damit Zahlungen einziehen, müssen 2,9% plus 0,30 USD pro Verkauf abdrücken. Die Kunden werden ermutigt, das wie eine Geschäftstransaktion zu registrieren, denn das gibt ihnen die Vorteile des PayPal-Käuferschutzes (PayPal Purchase Protection) gegen Betrug.

Facebook Messenger und Google Wallet

PayPal.Me soll helfen, die immer größer werdende Konkurrent abzuwehren.
Google startete Google Wallet bereits 2011. Ursprünglich war es eine Art Apple-Pay-Prototyp, der es Android-Nutzern erlaubte, mit ihren Smartphones in Geschäften mit NFC-Terminals zu bezahlen. Die meisten Anbieter haben es aber leider blockiert und es funktionierte nicht auf jedem Android-Gerät. Heute wird es als ein Fehlschlag gesehen.
Im Mai kündigte Google den Nachfolger Android Pay an und gab Google Wallet einen neuen Namen, der eher in die Richtung von PayPal geht. “Wir haben die neue Google-Wallet-App von Grund auf neu aufgebaut. Sie bietet die Möglichkeit schnell und kostenlos Geld zu senden und zu verlangen, sowohl auf Android- als auch auf iOS-Geräte.” schreibt Google auf seiner Website.
Facebook veröffentlichte auch im Mai ein Update seiner Messengerapp, die jetzt auch Zahlungen zwischen Einzelpersonen möglich macht. Messenger-Nutzer können einfach einen Betrag eingeben, sagen wir 20 USD, und einen Link erstellen. Durch Klicken auf diesen Link kann der Betrag an jeden Chatpartner transferiert werden. Genau wie PayPal und Google Wallet ist es kostenlos. Zur Zeit unterstützt der Facebook Messenger noch keine Zahlungen an Unternehmen. Facebook gibt auf der Website sogar an, dass Unternehmen, die dabei erwischt werden, blockiert werden könnten. Aber es könnte in der Zukunft ja noch möglich werden. Facebook arbeitet schon lange daran, den Messenger in eine Plattform für Unternehmen zu verwandeln und eine Zahlungsfunktion scheint ein logischer Schritt zur Verbesserung zu sein.
Bei den Onlinezahlungen zwischen Einzelpersonen ist PayPal der Marktführer. Forrester Research fand heraus, dass 73% der erwachsenen Amerikaner, die digitale Zahlungen über das Internet an Freunde und Familie vornehmen, PayPal nutzen. Diese Popularität könnte allerdings von kurzer Dauer sein, da die Konkurrenz immer stärker wird. Um die Marktführerschaft zu halten, wird PayPal seinen Service weiterhin verbessern müssen. PayPal.Me tut genau das.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Facebook, Google (A und C Aktien) und PayPal Holdings.
Dieser Artikel wurde von Sam Mattera auf Englisch verfasst und wurde am 14.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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