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7% bei BHP Billiton, Ashmore Group und BP – aber ist der Ärger die Sache auch wert?

Foto: Bahnfrend. Cropped. Licence: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0
Heute sprechen wir über die Risiken und die Renditen von drei FTSE-Schwergewichten.

BHP Billiton

Der Metall- und Energieriese BHP Billiton (WKN:863578) war lange Zeit ein sicherer Hafen für alle, die überdurchschnittliche Dividenden wollten. Das Unternehmen hat die Dividende trotz schwacher Einnahmen immer weiter angehoben, aber ich glaube, das chronische Ungleichgewicht auf den Märkten wird es BHP nicht mehr länger gestatten, so fortzufahren.

Die Handelsdaten aus China zeigen, dass die Importe von Eisenerz und Öl im August jeweils um 14% und 13% gefallen sind, während die Kupferimporte auf dem Niveau von Juli stagnieren. Und das obwohl die Preise aller drei Rohstoffe auf einem Mehrjahrestief liegen. Peking hat nämlich in den letzten Jahren schon auf Vorrat gekauft. Falls der Rohstoffgigant hier keine Lösung für das Problem der chronischen Überversorgung findet, dann sieht es mit den Einnahmen bei BHP Billiton und den anderen in der Branche im besten Fall gefährlich aus.

Die Dividende von BHP soll dieses Jahr 1,24 USD pro Aktie betragen und 2016 auslaufen. Das wäre das Vorjahresniveau mit einer eindrucksvollen Rendite von 7,6%. Da die geschätzten Dividendenzahlungen aber die erwarteten 82 Cent Gewinn pro Aktie deutlich übersteigen und man ja trotz aller Diversifizierungen immer noch 24,4 Milliarden Nettoschulden hat, denke ich, dass hier eine Enttäuschung wartet.

Ashmore Group

Lange habe ich Ashmore (WKN:A0LB2S) bewundert, dank der starken Präsenz in Schwellenländern. Aber wie die Unruhen auf dem Aktienmarkt im August gezeigt haben, ist das Vertrauen der Investoren in die chinesische Wirtschaft gerade eher zurückhaltend und daher könnten die Gewinne, genau wie die Dividenden, unter Druck geraten.

Ashmore verkündete gestern, dass das verwaltete Vermögen (assets under management, AUM) in den 12 Monaten bis Juni 2015 um mehr als 20% auf 58,9 Milliarden USD gefallen ist. Sie kommentierten: „Das vergangene Jahr war eine Herausforderung mit ständiger Volatilität auf den globalen Märkten.“ Aufgrund der Angst vor dem China-Crash und der Unsicherheit bezüglich der Zinserhöhung durch die Fed, glaube ich, dass Ashmore auch in den nächsten Monaten noch zu kämpfen haben wird.

Aber vesteh mich nicht falsch: Ich glaube sehr an die Möglichkeiten, die sich durch Ashmores Bemühungen in Schwellenländern ergeben. Aber bei einem erwarteten zweistelligen Gewinnrückgang im nächsten Jahr, was die erwartete Dividende von 17,2p nur knapp deckt, glaube ich, die Rendite könnte kurzfristig schon stark unter Druck geraten. Daher ist die Rendite von 7% nicht sicher.

BP

Genau wie BHP Billiton, ist der Ölriese BP (WKN:850517) der Gnade der chronischen Überversorgung ausgeliefert. Die Preise für Rohöl sind in den letzten Tagen unter 50 USD pro Barrel gefallen und ich glaube, ein weiterer Rückgang auf eine neues Mehrjahrestief ist einfach unvermeidlich, da die Versorger das Problem mit der Überproduktion nicht in den Griff kriegen und immer neue Hiobsbotschaften aus China zu uns kommen.

BP hat eine Reihe von Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht. Im Juli hat man die Investitionsaufwendungen noch einmal von 22,9 Milliarden USD auf 20 Milliarden USD reduziert. Doch leider haben die stetigen Veräußerungen, Kosteneinsparungen und Ausgabenreduktionen es nicht geschafft, die Ängste um BP’s Finanzen zu beruhigen. Bank of America gab letzte Woche an, dass ein wahrscheinlicher Rohölpreis von etwa 60 USD pro Barrel bis 2018 den freien Cashflow von BP zum Erliegen bringen könnte.

Die Londoner Analysten erwarten von BP eine Dividende von 0,40 USD pro Aktie, sowohl für dieses als auch für das nächste Jahr, was unglaublichen 7,8% entsprechen würde. Ich glaube aber, die Risiken übersteigen bei weitem die potenzielle Rendite, da die sinkenden Rohölpreise die Sparmaßnahmen immer wieder aushebeln.

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Dieser Artikel wurde von Royston Wild auf Englisch verfasst und wurde am 09.09.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können

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