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Gibt es endlich auch für BHP Billiton und Rio Tinto etwas Positives zu vermelden?

Foto: Pixabay, byrev

Eine weitere Woche vergeht, in der die Aktienkurse der im FTSE-100-Index gelisteten Bergbau-Giganten BHP Billiton (WKN:908191) und Rio Tinto (WKN:852147) um 5 % abrutschen. Die Aktien der beiden Unternehmen sind in den letzten 12 Monaten um 40 bzw. 30 % gefallen, da sich die Stimmungslage des Marktes aufgrund der zunehmend krisengeschütteten chinesischen Wirtschaft deutlich gegen den Bergbausektor richtet.

Es herrscht Übereinstimmung darüber, dass der viel gehypte Rohstoff-Superzyklus nun ein Ende hat und vermutlich ohnehin nur ein Mythos war. Weitere Anzeichen des Marktes für eine schwächer werdende Wirtschaft – auch außerhalb Asiens – werden diesen Abwärtstrend beschleunigen. Darüber ist sich heute fast jeder einig.

Ein Land voller Möglichkeiten

Wenn sich so gut wie jeder über eine bestimmte Sache einig ist, sollten Investoren hellhörig werden. Oftmals hat die breite Masse recht (die Weisheit der Vielen) und manchmal eröffnen diese Situationen großartige Möglichkeiten.

Nun hat Rio Tinto seinen Zweiflern den Wind aus den Segeln genommen und ihnen eine „strenge Auswertung“ hingelegt, die behauptet, dass die Nachfrage nach Eisenerz und Stahl trotz des Rückgangs in China weiterhin wachsen wird. Der Bericht geht davon aus, dass die globale Stahl-Nachfrage in den nächsten 15 Jahren um jährlich 2,5 % wachsen wird und die chinesische Rohstahlproduktion bis 2030 eine Milliarde Tonnen erreichen wird. Ich war von dieser mutigen Prognose überrascht, genauso wie der Markt: beide Aktien kletterten daraufhin rasant um 4 %.

Dies ist für den Bergbausektor ein kleiner Hoffnungsschimmer. Und diese Hoffnungen unterscheiden sich stark von den negativen Prognosen von BHP Billiton, das neulich seine Erwartungen für die chinesische Stahlproduktion von 1,1-1 Mrd. auf 935-985 Mio. Tonnen heruntergeschraubt hat. In der heutigen Bergbau-Branche haben gute Nachrichten nicht eine allzu lange Lebensdauer.

Wachsende Nachfrage

Es war ein kurzes Aufflackern von Optimismus, als BHP Billiton mitteilte, dass es größere Perspektiven in aufkommenden Märkten über China hinaus, wo die Stahl-Nachfrage bis 2030 um 65 % steigen soll, sehe.

Bei den heutigen Aktienkursen von BHP Billiton und Rio Tinto braucht es nicht viele gute Nachrichten, um noch einmal ein kleines Aufleuchten beobachten zu können. Diese guten Neuigkeiten könnten beispielsweise in Form eines weiteren chinesischen Impulses kommen. Im Reich der Mitte versuchen verzweifelte Entscheidungsträger, die Konjunktur wieder ins Rollen zu bringen. Am Freitag hat Zhou Xiaochuan, der Direktor der People’s Bank of China, behauptet, dass der chinesische Aktienmarkt dabei ist, sich wieder zu stabilisieren.

Selbst wenn Chinas Wirtschaft nun jährlich nur um 4 % und nicht mehr um 7 % wächst, so ist die Bezugsgröße dieser Wachstumszahlen nun eine viel höhere. Wie Capital Economics bekannt gab, wird sich das BIP Chinas dieses Jahr um weitere 700 Mrd. USD erhöhen; das ist mehr als die gesamte Wirtschaftsleistung des chinesischen Festlands im Jahre 1994 (und größer als das heutige BIP der Schweiz).

Saftige Einnahmen

So wie die Rohstoffpreise zwischenzeitig weit nach oben ausgeschlagen sind, so könnte jetzt auch dieser Tiefststand nur ein vorrübergehendes Phänomen sein. Wenn du gerade dabei bist, dir Mut anzutrinken, um in aktuelle Tiefflieger auf dem Aktienmarkt zu investieren, sind BHP Billiton und Rio Tinto eventuell ein guter Anfang.

Damit kannst du dir fantastische Renditen von 7,75 % bzw. 6 % sichern (bei anhaltend niedrigen Rohstoffpreisen würden diese Werte allerdings nicht lange durchhalten). Irgendwann werden aber auch BHP Billiton und Rio Tinto wieder steigen. Einige wenige weitere gute Nachrichten und die Aktien der Unternehmen könnten schnell wieder verlorenen Boden gutmachen.

Buffett verkündete, den "Code geknackt zu haben"

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien. Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und am 7.9.2015 auf Fool.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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