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Microsoft neueste Android-App ist die wohl wichtigste bislang

Quelle: bereitgestellt von The Motley Fool

Microsofts (WKN:870747)persönlicher digitaler Assistent Cortana ist mittlerweile für Googles (WKN:A0B7FY) Betriebssystem Android erhältlich.

Obwohl es sich noch in der Betaphase befindet, kann Cortana für Android in den USA mittlerweile von jedem Android-Nutzer runtergeladen werden. Und Cortana könnte sich aufgrund der verbesserten Suchfunktion sowie der Verknüpfung mit Windows 10 als die wohl wichtigste App für und von Microsoft herausstellen.

Cortana ist erhältlich für… alles

Cortana auf dem Windows Phone, Foto: Microsoft

Cortana auf dem Windows Phone, Foto: Microsoft

So wie Apples (WKN:865985) Siri und Google Now ist Cortana ein virtueller Assistent, der auf Sprachbefehle reagiert. Die Funktionalität ist dabei den Konkurrenten enorm ähnlich, er kann u.a. Fragen beantworten, Web-Suchen durchführen und einen an Dinge erinnern, die nicht vergessen werden sollen. So wie Google Now nutzt Cortana Karten, die auf relevanten Informationen basieren (nahe gelegene Orte, Nachrichten, Wetter). Eigentlich sollte Cortana die Antwort auf Siri werden, aber Microsoft ist drauf und dran, es einer Vielzahl von Plattformen anzudienen.

Über Android hinaus plant Microsoft die Umsetzung für das iPhone, außerdem für die Xbox One Konsole. Wichtig: Cortana ist ein wichtiger Teil von Microsofts neuem Betriebssystem 10 und in jede Taskbar von Rechnern integriert, die mit Windows 10 laufen.

Leider ist die Android-App noch lange nicht so leistungsfähig wie die App für das Windows Phone. Cortana für Windows Phone kann andere Apps öffnen, und wenn man die Begrüßung „Hey, Cortana“ sagt, kann man von überall im Windows-Betriebssystem darauf zugreifen. Cortana für Android fehlt diese Funktionen, und da es nicht direkt ins Betriebssystem integriert ist, wird das wohl auch erst einmal so bleiben. Dasselbe Schicksal dürfte auch bei Cortana für iPhone zu erwarten sein.

Cortana für alle Geräte

Trotz dieser Einschränkungen könnte Cortana dennoch für Nutzer von iOs und Android interessant sein.

Die meisten Android- und iPhone-Nutzer dürften wohl Windows nutzen, so sie denn PCs besitzen. Zwar konnten Macs von Apple in den letzten Jahren Marktanteile gewinnen, vor allem, weil PC-Verkäufe sanken. Aber Macs besetzen trotzdem nur tiefe zweistellige Marktanteile. Googles Chromebooks konnten zwar auch an Beliebtheit zunehmen, im Vergleich zum PC-Markt sind die Verkäufe aber bescheiden. Im letzten Jahr konnten Consumer Intelligence Research Partners zahlen einer Studie veröffentlichen, die besagten, dass nur 28% aller iPhone-Neunutzer auch einen Mac daheim hätten.

Wenn ein Nutzer Cortana für Android runterlädt, wird er oder sie aufgefordert, sich in den Microsoft-Account einzuloggen. Wenn sie denselben Account wir für den PC nutzen, kann Cortana die Geräte miteinander synchronisieren und z.B. Erinnerungen an ein Gerät senden, die auf dem anderen eingerichtet wurden. Dabei lernt Cortana die Gewohnheiten und Präferenzen des Nutzers kennen, ganz gleich auf welchem Gerät. Weder Siri noch Google Now haben diese Funktion im Repertoire. Selbst wenn ein iPhone-Nutzer einen Mac hat, gibt es dort doch kein Siri. Google Now kann Erinnerungen an Chromebooks oder den Chrome Browser senden, der auf einem PC läuft, aber kann nicht vom PC selber aus aufgerufen werden.

Über 75 Millionen PC-Nutzer haben schon Windows 10 auf dem Rechner. Die Tatsache, dass es als gratis Update erhältlich ist, dürfte dafür sorgen, dass noch viele weitere folgen. Wenn diese Nutzer auf den Cortana-Geschmack kommen, könnten sie die App auch auf ihren Smartphones installieren.

Mehr Nutzer für Bing

Cortana macht Windows als Plattform attraktiver. Vor allem aber sollte es Microsofts Suchmaschine Bing zugute kommen.

Bing ist das Zentralorgan von Cortana, treibt den Assistenten an. Mehr Nutzer für Cortana bedeutet weniger Suchanfragen über Google. Microsoft hätte mehr Gewicht auf dem Suchanfragenmarkt. Seit seiner Einführung war Bing schrecklich unprofitabel, ein Milliardengrab für Microsoft. Aber Bing könnte endlich profitabel werden. Beim letzten Einnahmebericht sagte Microsofts CEO Satya Nadella, dass Bing innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs Profite einfahren sollte.

Und Cortana dürfte die Triebfeder dahinter werden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Google. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft. Dieser Artikel von Sam Mattera erschien am 5.9.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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