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Marihuanakonsumenten könnten zu 45% weniger an dieser Krebsart erkranken

Foto: Pixabay, beofonemind

Nur wenige Dinge haben in den letzten Monaten mehr Aufmerksamkeit in Amerika erregt als die Verbreitung von Marihuana.

Tauziehen um Marihuana

Vor nur einem Jahrzehnt befürworteten lediglich 33% aller Befragten die Legalisierung von Marihuana. Dies geht aus einer Gallup-Umfrage hervor. Heute, 2015, sagen drei große Umfragen (Gallup, General Social Survey und Pew Research Center), dass eine, wenn auch hauchdünne, Mehrheit für eine landesweite Legalisierung ist. Geht es nur um medizinisches Marihuana, sind die Umfrageergebnisse noch deutlicher für eine Legalisierung.

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Die wachsende Akzeptanz unter den Amerikanern hat zu einer bemerkenswerten Veränderung des Umgangs mit der Droge auf Ebene der einzelnen Bundestaaten geführt. Auf Bundesebene ist sie jedoch immer noch illegal. Heute gibt es in den USA 23 Staaten, die Marihuana für den medizinischen Gebrauch erlauben. Vier Staaten und Washington, D.C erlauben darüber hinaus auch den Gebrauch in der Freizeit.

Trotz des explosiven Wachstums der Marihuanaindustrie gibt es keinen Mangel an Sorgen, die einer allgemeinen Legalisierung im Wege stehen. Den Kern bildet die Sorge, wie Marihuana langfristig auf die Körper und Gehirne der Anwender wirkt. Wenn der Gesetzgeber nicht der Meinung ist, dass die Droge sicher ist oder deutliche positive Wirkungen hat, könnte die Marihuanaindustrie auf verlorenem Posten stehen.

Dieser Kampf kann treffend als Tauziehen beschrieben werden. Befürworter von Marihuana können das sprichwörtliche Seil ein bisschen in ihre Richtung ziehen, nachdem eine Studie aus dem Jahre 2013 veröffentlicht wurde. Darin finden sich Hinweise, dass der Konsum von Marihuana die Häufigkeit eines bestimmten Blasenkrebs bei Männern verringert.

Marihuana könnte das Krebsrisiko von Männern um 45% senken

Die Studie verwendete Daten aus den Jahren 2002-2003 und umfasste 82.500 männliche Probanden, die aus unterschiedlichen demografischen Schichten kommen. Darin wurde untersucht, wie der Einfluss von gerauchtem Tabak und Marihuana auf die Blasen der Probanden ist.

Quelle: National Cancer Institute

Quelle: National Cancer Institute

Die Studie, die mithilfe eines Fragebogens von Kaiser Permanente of California durchgeführt wurde, zeigte, dass die Personen, die Marihuana rauchten, 45% weniger Blasenkrebs bekamen als die, die in den folgenden elf Jahren keines geraucht haben. In einer Präsentation von Dr. Anil Thomas, ein Urologe an der South California Permanente Medical Group, bekamen 0,4% aller Männer, die Cannabis konsumierten, Blasenkrebs. Hingegen bekamen nur 0,3% aller Cannabiskonsumenten Blasenkrebs. Dieser Unterschied wird als signifikant bezeichnet.

Bei Tabak waren die Ergebnisse vielleicht weniger überraschend. Die Personen, die Tabak konsumierten, hatten ein höheres Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Personen, die sowohl Tabak als auch Marihuana rauchten, hatten eine ähnliche Erkrankungsrate, wie diejenigen, die keines von beiden verwendeten.

41% aller Personen, die geantwortet haben, gaben zu, Marihuana verwendet zu haben. 57% gaben an, Tabak geraucht zu haben, 29% antworteten, dass sie keines von beiden konsumiert hatten, 27% gaben an, beides verwendet zu haben. Es ist wichtig zu wissen, dass die Ergebnisse der CHMS-Studie keinen kausalen Zusammenhang feststellen, aber es ist eine interessante Korrelation, die weitere Erklärung benötigt.

Wie Dr. Thomas 2013 auf dem Jahrestreffen amerikanischer Urologen deutlich machte:

Es ist sehr spannend, da Blasenkrebs nur schwer zu behandeln ist. Wir wissen, dass Tabak das bekannteste Risiko ist, daran zu erkranken. Bis heute gibt es keine epidemologischen Untersuchungen, die die Verbindung zwischen dem Cannabiskonsum und Blasenkrebs genau untersuchen.

Die gesundheitlichen Nutzen von Marihuana könnten weitreichend sein

Die positive Wirkung von Marihuana bei der Vorbeugung von Blasenkrebs scheint nur eine von vielen nützlichen Wirkungen zu sein.

Ohne eine ellenlange Liste angeben zu wollen, hat Marihuana in verschiedenen klinischen Studien seine positive Wirkung auf zahlreiche chronische Erkrankungen gezeigt. Diese umfassen Schizophrenie, Diabetes Typ 2, Alzheimer und Parkinson. Daneben hat Marihuana auch seinen Nutzen in seltenen Erkrankungen und anderen Krebsarten demonstriert.

Quelle: GW Pharmaceuticals

Cannabinoide aus der Cannabispflanze sind die Hauptforschungsrichtung für das Biopharmaunternehmen GW Pharmaceuticals (WKN:693692). GW Pharmaceuticals hat zahlreiche Cannabinoide gefunden, die es einsetzen will, um die natürlichen Rezeptoren in unseren Körpern für die positive gesundheitliche Wirkung zu nutzen.

Eine dieser experimentellen Therapien ist Epidiolex, eine Therapie, die auf THCV beruht und auf das Dravet-Syndrom und das Lennox-Gastaut-Syndrom wirkt. Beides sind Formen von Epilepsie, die bei Kindern auftritt. In der Phase 2 der Studien zeigte Epidiolex eine Reduktion um mehr als 50% der Eintrittshäufigkeit für beide Diagnosen.

Eine andere klinische Studie einer Gruppe von Forschern aus London letzten Mai zeigte, dass Cannabinoide Krebszellen anfälliger für Strahlenbehandlungen machen können.

Wir könnten also am Rande eines gewaltigen Forschungsgebietes stehen, welches sich mit der Behandlung durch Marihuana befasst.

Ein wichtiger Punkt, den du nicht vergessen solltest

Obwohl ich es persönlich sehr spannend finde, was die Daten über Marihuanas mögliche gesundheitsfördernde Wirkung sagen, musst du wissen, dass es viele Hürden gibt, die die Marihuanaindustrie bremsen. Daher könnten es marihuanabasierte Aktien schwer haben, ihr volles Potenzial in den kommenden Jahren auszuschöpfen.

Trotz, dass die Regierung um Obama einige der Verbote bezüglich der Forschung mit Marihuana aufgehoben hat, werden Unternehmen, die an Marihuana forschen auf Jahre hinaus Geld verlieren.

Viele der positiven Studien zeigen entweder, dass die Daten nicht aussagekräftig sind (da sie entweder nur die kurze Frist betrachten oder nur kleine Stichproben umfassten) oder nicht den kausalen Zusammenhang aufzeigten. Wir haben also viele positive Hinweise gesehen, aber nur wenige Studien haben ganz konkret gezeigt, dass das Rauchen von Marihuana einen positiven Effekt hat.

Es kann mit fortschreitender Zeit sein, dass wir deutlichere Beweise der Vorteile von Marihuana sehen. Aber bis wir diese greifbaren Daten haben, ist es vielleicht in deinem Interesse, dein Investitionsgeld nicht in die Marihuanabranche zu stecken.

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The Motley Fool besitzt keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 06.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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