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Trotz jüngster Flaute kaufe ich weiter Royal Dutch Shell und GlaxoSmithKline

Foto: Pixabay, tpsdave

Manchmal bietet der Markt eine Gelegenheit, die einfach zu gut ist, um sie nicht zu nutzen. Und im Chaos der letzten Wochen und Tage bieten sich gerade zwei einmalige Chancen: Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M) und GlaxoSmithKline (WKN:940561).

Die Stimmung am Markt könnte diesen beiden Unternehmen gegenüber gar nicht negativer sein. In den letzten sechs Monaten sind Shell und Glaxos Aktien 22,3% bzw. 13,1% gesunken. Ende August stand Shell so tief wie schon seit fünf Jahren nicht mehr.

Allerdings zeigt ein Blick in die Geschichte sowie Aussagen des Managements, dass die schlimmste Zeit vorüber sein dürfte.

Öl-Probleme

Shells Aktien sind gemeinsam mit dem Ölpreis gefallen, und viele der Kollegen von Shell mussten in den vergangenen Wochen historische Tiefstände hinnehmen.

Aber diese Tiefstände sind natürlich für Investoren eine große Chance. Denn in der Tat ist Shell nach wie vor ein profitables Unternehmen, hat eine ausgeglichene Bilanz und spart Kosten ein, um die Margen zu vergrößern. Außerdem ist Shell eine von Europas größten Raffinerien und einer der größten Ölhändler weltweit. Die Profite im ersten Halbjahr aus den Raffinerien und dem Marketing stiegen gegenüber dem Vorjahr 93% auf 5,6 Milliarden USD.

Dennoch machen sich viele Investoren Sorgen um die Dividende. Der Cashflow des Unternehmens aus dem Betrieb fiel 42% auf 13,2 Milliarden USD im ersten Halbjahr, was gerade mal so die Investitionen von 12,4 Milliarden USD deckt. Deswegen wurde die Dividende von 5,2 Milliarden USD im ersten Halbjahr mit Schulden bezahlt.

Obwohl die Zahlen nahelegen, dass das Unternehmen seine Dividende wird kürzen müssen, hat das Unternehmen doch wenigstens kurzfristig die Gelegenheit, das Level zu halten, weil die Einnahmen sinken. Shells Nettoverschuldungsgrad liegt bei 14,3%, und das Unternehmen stößt einige Assets ab, um das Kreditverhältnis zu bereinigen. Außerdem werden für die kommenden Jahre weniger Investitionen erwartet, weil sich das Unternehmen am Ölpreisniveau orientiert.

Insgesamt sollte Shells außergewöhnliche Dividende von 7,5% also sicher sein.

Ungeliebte Aktie

Es scheint ganz so, als wäre GlaxoSmithKline die unbeliebteste Aktie im FTSE 100. Seit Ende April hat die Aktie ein Fünftel ihres Werts eingebüßt, weil man sich in London Sorgen darüber macht, ob das Unternehmen die Dividendenzahlung beibehalten kann.

Doch im Unternehmen selber ist man ganz anderer Meinung als die Analysten.

Glaxos Management hat verlauten lassen, dass man die Dividende auch für die kommenden Jahre bei 0,80 GBP pro Aktie behalten will. Natürlich stehe ich solchen Prognosen vom Management immer kritisch gegenüber, hier bin ich mir aber recht sicher, dass es stimmt. Glaxos Management sorgt sich um den Ruf, und es gibt nichts Rufschädigenderes als wenn man seine Aussagen zur Aufrechterhaltung der Dividende relativiert.

Auch wenn die „City“ voraussagt, dass Glaxos Dividende dieses Jahr nicht von den Einnahmen pro Aktie gedeckt wird, zeigen doch die Zahlen, dass sie es nächstes Jahr decken werden.

Wenn man außerdem noch in Betracht zieht, wie viele neue Behandlungsmethoden und Medikamente Glaxo derzeit in verschiedenen Phasen der Entwicklung hat, dann ist das Management sich sicher, „im mittleren bis hohen einstelligen Bereich“ von 2016 bis zum Ende des Jahrzehnts wachsen zu können, was die Dividende sicher decTheken sollte.

Auf eigenen Füßen stehen

Investieren ist natürlich keine Wissenschaft wie Physik. Auch wenn ich hier sage, dass Shell und Glaxo beides großartige Langzeit-Investments sind, solltest du mir nicht blind vertrauen. Wie immer sage ich dir auch hier, dass du unbedingt deine eigenen Schlussfolgerungen ziehen solltest, bevor du deinen Broker anrufst – denn dein Fazit könnte ganz anders lauten.

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The Motley Fool UK empfiehlt GlaxoSmithKline. Dieser Artikel von Rupert Hargreaves erschien am 3.9.2015 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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