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Solltest du es den Vorständen gleichtun und Rio Tinto, BHP Billiton und Glencore kaufen?

Foto: Pixabay, AlexBanner

Der Minensektor ist momentan einer der unbeliebtesten auf dem Markt. Niedrige Metallpreise, Sorgen über das globale Wachstum und ganz besonders die Nachfrage aus China haben den Minenaktien ziemlich übel mitgespielt.

Trotzdem haben die Vorstände der FTSE-100-Firmen Rio Tinto (WKN: 852147), BHP Billiton (WKN: 863578) und Glencore (WKN:A1JAGV) gekauft. Daher stellt sich die Frage: Solltest auch du ihnen folgen und in diese drei Unternehmen investieren?

Glencore

Glencore ist keine herkömmliche Minengesellschaft. Man handelt auch mit Rohstoffen, wodurch man laut Management immer den Finger am Puls des Marktes hat. Trotzdem hat das der Aktienperformance nicht geholfen. Am Mittwoch bei Börsenschluss stand der Kurs auf einem Rekordtief von 122,80p. Das liegt 77% unter dem Einführungspreis von 530p im Jahr 2011.

Einige Londoner Experten glauben, Glencore werde frisches Kapital brauchen. Die Analysten stellen, wie auch bei anderen Minenwerten, die Frage, ob die aktuelle Dividende tragbar ist. Trotz allem sprach das Management bei der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse von einer „starken und flexiblen Bilanz“ und stützten als „Spiegel ihrer Zuversicht“ die Zwischendividende mit einer grandiosen Rendite von 9,6%.

Die Vorstände sagen das nicht nur einfach so. Finanzchef Steven Kalmin kaufte sofort eine Million Aktien zum Preis von 172,88p pro Aktie. Am nächsten Tag kauften die nicht-exekutiven Mitglieder John Mack 50.000 Aktien zu je 162,85p und Peter Grauer 118.000 Aktien zu je 134,50p. Zusammen investierten sie insgesamt 2 Millionen GBP.

Falls du von der Zuversicht der Manager überzeugt bist, kannst du die Aktien jetzt sogar zu einem niedrigeren Preis kaufen als die Vorstände.

BHP Billiton

Die Vorstände von BHP Billiton standen denen von Glencore in nichts nach, als es darum ging, die Zweifel an der Dividende zu zerstreuen, als vorletzte Woche die Jahresergebnisse veröffentlicht wurden. Sie erhöhten die diesjährige Dividende um 2% auf eine Rendite von 7,8% und gaben zu Protokoll: „Unsere Unterstützung der progressiven Dividende bleibt unverändert.“ Beim Informationsgespräch mit den Analysten fügte man hinzu, man wäre „entschlossen“ und diese Dividende „hat schon viele solcher Zyklen überstanden“ mit dem Hinweis, das Unternehmen könne den nötigen Cashflow dazu auch generieren.

Das nicht-exekutive Mitglied Malcolm Brinded verlor kaum Zeit und investierte 217.200 GBP in 20.000 Aktien zum Preis von jeweils 1,086p. Das war sein erster Kauf seit seiner Berufung im April 2014, zu welcher Zeit er bereits 12.000 Aktien besaß. Du wirst etwa dasselbe zahlen wie Mr. Brinded, solltest du jetzt Aktien von BHP Billiton kaufen wollen.

Rio Tinto

Letzten Monat kündigte Rio Tinto eine Erhöhung der Interimsdividende um 12% an. Damit steht die Dividendenrendite jetzt bei 6,5%. Daraus können wir nicht allzu viel herauslesen, denn es gehört zu Rios Dividendenpolitik, die Zwischendividende bei der Hälfte des Vorjahres anzusetzen. Der Vorstand kann diese aber jederzeit ändern. Trotzdem ist es ermutigend zu sehen, dass Rio diese Praxis beibehalten und die „progressive“ Dividendenpolitik nochmal bekräftigt hat.

Seit dem Halbjahresbericht haben zwei erwähnenswerte Käufe. Sie kamen von den nicht-exekutiven Mitgliedern Megan Clark und Michael L’Estrange, die erst sein letztem Jahr im Unternehmen sind und waren mit einem Volumen von weniger als 50.000 GBP auch nicht unbedingt hoch. Dr. Clark kaufte 1000 Aktien für 47,90 AUD und erhöhte ihre Anteile damit auf 2715 Aktien, während Mr. L’Estrange 700 Aktien für 50,93 USD kaufte und seine Anteile damit auf 1003 Aktien erhöhte. Falls du auch Aktien von Rio haben möchtest, wirst du aber ein bisschen mehr zahlen müssen als die Vorstände.

Die Vorstände gehen mit gutem Beispiel voran. Je höher die Rendite, desto zuversichtlicher sind die Vorstände, dass ihre Unternehmen auch ihren Wert steigern werden, wobei Glencore mit 9,6% Rendite die meiste Unterstützung mit Käufen von fast 2 Millionen GBP erfahren hat.

Natürlich ist das Vertrauen der Vorstände nicht alles und natürlich gibt es noch viele andere Faktoren, die ein Unternehmen zu einem Gewinner oder Verlieren machen können. Doch leider lassen Arbeit, Familie und Freizeit vielen Investoren nur wenig Zeit für eine gründliche Recherche von ihren Investments in so unruhigen Zeiten wie diesen.

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Dieser Artikel wurde von G. A. Chester auf Englisch verfasst und wurde am 03.09.2015 auf fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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