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Nach dem 50%-Kursrutsch ist Bombardier eine bessere Turnaround-Aktie als BlackBerry

Foto: Bombardier

Mitte Juni hatte ich noch argumentiert, bei BlackBerry (WKN: A1W2YK) wäre eine Trendwende wahrscheinlicher als bei Bombardier (WKN:866671).

Bei BlackBerry hatte ich dabei an die vielen Patente und das QNX-Betriebssystem gedacht, die für potenzielle Käufer hochinteressant sein dürften. Sie hatten auch eine saubere Bilanz, während Bombardier damit zu kämpfen hatte, sich Festaufträge für die CSeries-Jets zu sichern und mit unglaublicher Geschwindigkeit Geld verbrannte. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat man noch einen riesigen Berg an Schulden.

Seitdem sind die Aktien von BlackBerry um etwa 13% gefallen, während der Kurs von Bombardier um 50% gefallen ist. Bombardier ist inzwischen so billig geworden, dass man bei einer Trendwende mehr daran verdienen könnte.

Sehen wir uns das doch mal genauer an.

Viele Gemeinsamkeiten

Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Unternehmen. Beide haben schon bessere Zeiten gesehen. Beide haben starke Konkurrenz von größeren Unternehmen. Beide haben Schwierigkeiten, Kunden für ihre Vorzeigeprodukte zu bekommen.

Aber es gibt noch eine andere wichtige Gemeinsamkeit: Beide verfügen über Dinge, die in den Händen anderer Firmen noch wertvoller wären. Wie erwähnt wären BlackBerrys QNX-Betriebssystem und die vielen Patente sehr wertvoll für einen großen Technologiekonzern. Dasselbe gilt für die führenden Produkte im Bereich mobiler Sicherheit.

Bei Bombardier wäre die CSeries wahrscheinlich bei einem Konkurrenten besser aufgehoben. Bombardiers größere Rivalen haben die Preise ihrer Flugzeuge gesenkt, um die CSeries abzuwürgen, was aber niemandem einen Gefallen tut. Sollte Bombardier die CSeries verkaufen, würden sie wahrscheinlich den vollen Wert des Programmes bekommen, wenn nicht sogar mehr.

Was macht Bombardier zum besseren Kandidaten für eine Trendwende?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

Der erste ist eher überraschend: Das Management. Das war jahrelang eine Schwäche von Bombardier, während BlackBerry-CEO John Chen relativ viel Respekt genießt. Doch der neue CEO von Bombardier Alain Bellemare hat Bereitschaft gezeigt, Teile des Unternehmens zu verkaufen, wie beispielsweise der bevorstehende Börsengang von Bombardier Transportation zeigt. Als CEO ist er unbelastet und nicht an die Entscheidungen der Vergangenheit gebunden. Es ist gut vorstellbar, dass er die CSeries noch verkaufen wird.

Gleichzeitig hat Mr. Chen starken Gegenwind bei BlackBerry, und er ist gegen jegliche Verkäufe. Damit tut er seinen Aktionären wahrscheinlich kein Gefallen.

Der zweite Grund ist sehr simpel: Der Kurs von Bombardier ist so weit gefallen, das sogar eine teilweise Erholung schon große Renditen garantiert. Falls Bombardiers Aktienkurs wieder das Niveau vom Jahresanfang erreichen würde, könnten die Aktionäre ihr Geld verdreifachen.

Bombardier bleibt natürlich eine hochriskante Aktie, genau wie BlackBerry. Wenn du lieber auf einen Gewinner setzt, lies doch den folgenden kostenlosen Bericht.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und wurde am 04.09.2015 auf fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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