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DAX legt kräftig zu, K+S und RWE im Fokus: Was du zur Wochenmitte wissen musst

Quell: Flickr Nutzer thetaxhaven.

Während in letzter Zeit aus China schlechte Nachrichten kamen, glaubten die Börsianer in dieser Woche, eher Positives aus dem Reich der Mitte zu vernehmen. Dabei handelte es sich unter anderem um Berichte über die Bemühungen des kommunistischen Regimes, die Börsenturbulenzen in den Griff bzw. unter Kontrolle zu bekommen.

Beispiel gefällig? Künftig sollen Gewinne chinesischer Anleger, die Aktien länger als einen Monat halten, nur noch zur Hälfte besteuert werden. Nach einem Jahr wird sogar komplette Steuerfreiheit versprochen. Angesichts dieser konsequenten Maßnahmen zur Förderung der Langfristanlage vergaßen die Marktteilnehmer sogar, sich Sorgen wegen einer möglichen Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank zu machen.

In der ersten Wochenhälfte war auf dem deutschen Aktienmarkt verhaltener Optimismus angesagt. Der DAX entfernte sich täglich weiter von der 10.000er-Marke, die er in den Vorwochen mehrmals hatte unterschreiten müssen.

Was war an der Börse los?

Die Umsätze auf Xetra und dem Parkett waren am Montag relativ gering, denn die deutschen Marktteilnehmer mussten ohne Impulse aus New York auskommen. Dort waren die Börsen wegen eines US-Feiertags geschlossen. Trotzdem konnte der DAX (WKN:846900) leicht zulegen und sich um 0,7 % auf 10.109 Punkte verbessern.

Der beste Wert im deutschen Leitindex war die Aktie des Salz- und Düngerherstellers K+S (WKN:KSAG88), die sich um 4,1 % verteuerte. Grund für den Kurssprung: Die „FAZ“ hatte berichtet, dass der kanadische Konkurrent Potash seine Übernahmebemühungen verstärkt und mit Merrill Lynch mittlerweile eine dritte Investmentbank als Berater engagiert habe.

Gegenläufig entwickelten sich die Kurse der beiden großen Versorger, die in der Vorwoche fast im Gleichschritt in die Grütze gegangen waren: Während der Aktienkurs von E.on (WKN:ENAG99) um 1,1 % stieg, gaben die Anteilscheine von RWE (WKN:703712) 0,2 % ab. Marktteilnehmer begründeten dies mit der zum Wochenanfang bekannt gegebene Einschätzung eines amerikanischen Analysehauses, das E.on zum Branchenfavoriten gekürt und bei RWE drastische Dividendenkürzungen prophezeit hatte.

Am Dienstag dominierte in Frankfurt der Optimismus. Vor Handelsbeginn veröffentlichte Zahlen zu den deutschen Exporten hatten für den Monat Juli ein Rekordhoch ausgewiesen und die Importe nach Deutschland waren stärker als erwartet gestiegen. Das deutsche Kursbarometer quittierte diese Nachrichten mit einem Anstieg um 1,6 % auf 10.271 Zähler.

An die Spitze der DAX-Tabelle setze sich wieder K+S mit einem Kursgewinn von 7,3 %. Die Aktie profitierte wie am Vortag von Berichten über Potashs Übernahmeaktivitäten. Diesmal hatte das Handelsblatt berichtet, dass der kanadische Konzern im Zweifelsfall auch eine feindliche Übernahme durchziehen wolle. Zwei positive Studien von US-Investmentbanken verhalfen außerdem der Commerzbank (WKN:CBK100) zu einem Plus von 6,8 %. RWE konnte 5,7 % zulegen. Ein Analyst, der bei den Marktteilnehmern als sehr prognosesicher für diese Aktie gilt, hatte zuvor gesagt, dass nach dem Kurssturz der vergangenen Wochen nun Zeit für eine Atempause sei.

Auch am Mittwoch standen die Kursampeln auf Grün, da sowohl der japanische als auch die chinesischen Indizes am Morgen stark gestiegen waren. Der DAX kletterte zeitweise um mehr als 2 %,  musste aber im Laufe des Nachmittags wegen einer schwachen Wall Street den Großteil seines Gewinns wieder abgeben. Bei Handelsschluss verblieb beim Stand von 10.303 Zählern ein Plus von 0,3 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstagmorgen (10.09.) gibt der Flughafenbetreiber Fraport (WKN:577330) die Verkehrszahlen für August bekannt. Am frühen Nachmittag werden in den USA Daten zu den Import- und Exportpreisen im achten Monat, den Lagerbeständen des Großhandels im Juli und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Außerdem liefert das US-Energieministerium seinen wöchentlichen Ölbericht.

Am Freitag öffnet der Modekonzern Gerry Weber (WKN:330410) seine Bücher und informiert uns über das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahrs. Die deutschen Statistiker erzählen uns etwas über die Verbraucherpreise im August und ihre US-Kollegen äußern sich ein paar Stündchen später zu den Erzeugerpreisen im vergangenen Monat. Außerdem veröffentlicht die Uni Michigan Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im September.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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