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Die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite des S&P 500

Der S&P 500 hat vielleicht nicht die majestätische Geschichte des Dow Jones Industrial Average, aber wenn es darum geht, die Gesundheit des US-Aktienmarkts und der Wirtschaft zu verdeutlichen, dann ist er doch der mit Abstand sicherste Indikator.

Der S&P 500 setzt sich aus den 500 größten Unternehmen zusammen und bietet für Investoren einen erstaunlichen Vorteil: 425 der darin enthaltenen Unternehmen (85%) zahlen Dividenden. Wenn man bedenkt, dass am Aktienmarkt die erste Korrektur seit Oktober 2011 vorgenommen wird, kann man die Bedeutung von Dividende-Aktien gar nicht genug betonen.

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Mit diesem Gedanken im Kopf und der Tatsache, dass der S&P 500 Ende August mehr als 10% gefallen ist, ist wohl jetzt der richtige Zeitpunkt, um die höchsten Dividende-Aktien des Index einmal unter die Lupe zu nehmen und zu beurteilen, ob man den Auszahlungen vertrauen kann.

Quelle: CenturyLink

CenturyLink (WKN:866405): 8,6% Dividende

Wer sich darum sorgt, dass CenturyLink demnächst die Dividende kürzen könnte, kann ein bisschen besser schlafen, denn der weltweit agierende Kommunikationsgigant hat am 25.8. verkündet, dass man für dieses Quartal nach wie vor eine Dividende von 0,54 USD auszahlen wolle. Mit einer Auszahlung von 2,16 USD im Jahr scheint es so, als würde Century Link 89% der für 2015 erwarteten Einnahmen auszahlen, darüber hinaus 92% der für 2016 erwarteten Einnahmen.

Aber könnte diese Dividende unter Druck geraten? Ist auf jeden Fall denkbar, da Kommunikationsunternehmen immer mehr unter Druck geraten, die Infrastruktur auszubauen sowie die Abkehr der Kunden von Produkten mit hohen Margen (Festnetz) aufzufangen. Um Kosten einzusparen, musste CenturyLink nach dem letzten Quartal 1.000 Stellen streichen. Obwohl man also kurzfristig in CenturyLinks Dividende Stabilität erkennen kann, ist doch alles andere als gewährleistet, dass dies auch langfristig der Fall sein wird. Lieber ganz vermeiden.

Quelle: Frontier Communications

Frontier Communications (WKN:A0Q7PU): 8,5% Dividende

Und das gleiche noch einmal! Die beiden besten Dividende-Aktien im S&P 500 sind beides Kommunikationsunternehmen, und Frontier sitzt CenturyLink mit minimalem Rückstand im Nacken. Allerdings haben Aktionäre von Frontier schon zwei große Kürzungen seit der Rezession miterlebt (dafür aber auch einen Anstieg von 5% im letzten Jahr).

Was ist also Sache bei Frontier? Das Unternehmen versucht, die Wachstumschancen von Internet und Kabel mit den alten Cashkühen wie Festnetz zu balancieren, alte Geldbringer, die nach und nach schwächer werden, weil es kabellos vorangeht. Vor vielen Jahren hat man Festnetz-Assets in 14 Bundesstaaten von Verizon abgekauft. Neulich erst hat man sich darauf geeinigt, in drei weiteren Bundesstaaten Assets von Verizon zu übernehmen. Diese Deals sind dem Unternehmen dabei behilflich, im Bereich Breitband-Zugang öffentlicher zu werden – können aber auch belasten, weil reine Telefonkunden weniger werden.

Was Investoren aber vor allem hören wollen: Frontiers Cash-Generierung bleibt stabil bei 1,30 USD pro Aktie und Jahr. Solange Frontier den freien Cashflow beibehalten oder sogar noch ausbauen kann, gibt es von meiner Seite nur minimale Sorgen, dass dem Dividendentreiben ein Ende gesetzt werden könnte.

Quelle: Oneok

ONEOK (WKN:911060): 7,7% Dividende

Es sollte auch keine große Überraschung sein, dass man am oberen Ende der Liste ein Energie-Unternehmen findet. Öl- und Gasunternehmen und die daran angehängten Dienstleister wurden im vergangenen Jahr einfach nur richtig fertiggemacht. Aber das Unternehmen ONEOK, das sich der Gewinnung, Lagerung und Behandlung von Flüssiggas widmet, wird ungerecht pessimistisch beäugt.

Tiefere Preise für Flüssiggas könnte dazu führen, dass die Produktion in den nächsten Jahren zurückgefahren wird. Wenn Förderer die Produktion zurückfahren, könnte es für Unternehmen wie ONEOK schwierig werden, neue Verträge und Abschlüsse reinzuholen, bzw. neue Verträge zu vorteilhaften Preisen abzuschließen.

Das Entscheidende für ONEOK ist aber, dass ein Fallen der Gaspreise vor allem auch zu größerer Nachfrage seitens der Industrie und Endverbrauchern führen dürfte. Das auch in den USA gestiegene Bewusstsein, auf natürlichere Quellen wie Naturgas zu setzen, sollte die Nachfrage weiter befeuern. Zudem sind eine Vielzahl der Verträge, die ONEOK abschließen konnte, langfristig und kostenbasiert. Das bedeutet, dass man sich über den Cash Flow bis 2018 keine Sorgen machen muss. Es ist möglich, dass ONEOKs Aktie kurzfristig unter Beschuss gerät, weil das den gesamten Markt betrifft, aber letztlich handelt es sich bei ONEOK um ein gesundes Unternehmen, das sich viele Investoren mal genauer ansehen sollten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Oneok und Verizon Communications. Dieser Artikel von Sean Williams erschien am 29.8.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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