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Was du vom Apple iPhone 6S Event erwarten kannst

Foto: Pixabay, Sophieja23

Es ist wieder soweit.

Wir schlagen das Blatt Kalender um, und plötzlich ist es wieder September, der Monat, in dem Apple (WKN:865985) traditionell seine neuen Produkte vorstellt. Für diejenigen, die die letzten Monate und Jahre in einer Höhle in Ost-Sibirien verbracht haben: Apple hat die offiziellen Einladungen für sein Event rausgeschickt, das am Dienstag, den 9.9. um 10 Uhr am Morgen Valley-Zeit stattfinden wird.

Was also darf man vom iPhone 6s und 6s Plus erwarten? Schauen wir mal nach:

Kategorie „eher wahrscheinlich“

Gerüchte über neue Apple-Produkte gibt es in zwei Geschmacksrichtungen: wahrscheinlich und weit hergeholt. Auch dieses Jahr verteilen sich die Gerüchte auf diese beiden Kategorien.

Schon seit ein paar Monaten steht das Gerücht im Raum, dass sich Apple beim neuen Modell auf die Force Touch Technologie verlegen würde und diese den neuen iPhones und iPads spendieren würde. Force Touch wurde für die Apple Watch eingeführt, um den kleinen Bildschirm und die Tatsache, dass kein Keyboard zur Verfügung steht, wettzumachen. Das führte dazu, dass Nutzer der Uhr die verschiedensten Befehle und Optionen wählen können, indem sie einfach verschieden starken Druck auf die Oberfläche ausüben. Dieses Jahr kam das Feature dann auch zu den Touchpads der neuen MacBooks. Dass jetzt aller Wahrscheinlichkeit nach die Technologie auch zu allen anderen relevanten Apple-Produkten kommt, könnte ein Investment in den Hersteller von Touch Force, Analog Devices, interessant machen. Allerdings: Force Touch macht Sinn in einem Mini-Gerät wie der Apple Watch, aber ist dieses Feature schon genug, um das iPhone 6s gegenüber dem iPhone 6 hervorstechen zu lassen? Da habe ich meine Zweifel.

Außerdem wird Apple wohl einen neuen A9-Prozessor verbauen, manche schätzen, dass der eine verbesserte Leistung von 20% bis 30% gegenüber dem Vorgänger zeigt. Gerüchte besagen, dass der Zulieferer Taiwan Semiconductor dafür den Zuschlag bekommen hat, der ab und zu schon für Apple produzieren durfte. Allerdings werden wir noch ein paar Monate warten müssen, um zu erfahren, ob Apple es gelungen ist, den ewigen Widersacher Samsung aus dem Chip-Business komplett zu verdrängen.

Kategorie „weit hergeholt“

Wenn man sich einmal die weniger wahrscheinlichen Features ansieht, dann haben manche potenziellen Upgrades genug mediale Aufmerksamkeit bekommen, um wenigstens hier einmal Erwähnung zu finden.

Nummer eins: das Gerücht, dass Apple dieses Mal auch die rosengoldfarbene Farboption anbietet. Beim iPhone 5s hat man Gold als Farbe angeboten, und das wurde von vielen vor allem als Strategie angesehen, um im Gold-besessenen China und Indien Punkte zu gewinnen, wo das Material einen besonderen Status verrät. Apple hat „Rose Gold“ bereits Anfang des Jahres zur Farbpalette von der Apple Watch hinzugefügt, und vielleicht hat der Erfolg dazu geführt, dass man auch das iPhone in diesem Farbton wird kaufen können.

Einige Leaks aus der Produktionskette haben wohl gezeigt, dass Apple die Kameras auf Vorder- und Rückseite verbessern will. Quellen berichten, dass eine Kamera von Sony mit RGBW „Subpixel“-Qualität zum Einsatz kommen soll, was vor allem in lichtarmen Verhältnissen eine Rolle spielen sollte. Die Frontkamera soll einen Sensor beherbergen, der in der Lage ist, Videos in 1080p HD streamen zu können, ein Format, das vor allem FaceTime zugute kommen sollte.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Apple eine frischere Version eines anderen relativ neuen Produkts auf den Markt bringt, etwa ein Update zum Apple TV oder das lang erwartete iPad Pro, obwohl letzteres wohl eher für das iPad-Event im Oktober zu erwarten wäre. Man munkelt, dass Siri verbessert werden soll, wie die Einladung oben zeigt. Apple könnte weiterhin neue Infos zur Apple Watch und dem erwarteten watchOS 2 verkünden.

Wird das iPhone 6s das neue große Ding?

Derzeitige Schätzungen gehen davon aus, dass Auslieferungen vom iPhone bei 50 Millionen Geräten im Quartal liegen. Eine jüngste Schätzung von UBS besagt, dass im Q4 49 Millionen iPhones ausgeliefert werden sollen, allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass für das Q4 eher 51 Millionen Geräte erwartet werden dürfen. Wie dem auch sei, beide Zahlen würden eine große Verbesserung der Lieferungen im Vergleich zum Vorjahr zeigen, und das kommt gerade richtig, weil Sorgen um die Langlebigkeit des „iPhone Super Cycle“ auf dem Aktienpreis lasten.

Quelle: Apples SEC-Infos, vom Autor geschätzt

Allerdings gibt es genügend Grund zu Optimismus. Derselbe Bericht von UBS zeigt nämlich, dass noch 73% aller iPhone-Nutzer kein iPhone 6 besitzen, und diese Tatsache könnte aus dem iPhone 6s einen großen Erfolg machen.

Es ist wichtig zu beherzigen, dass die oben angeführten Features nach wie vor lediglich Gerüchte sind. Allerdings muss auch gesagt sein, dass bei der enormen Größe der Lieferkette für iPhones Investoren und Analysten den einen oder anderen Einblick in ein paar neue Ideen bekommen konnten. Zum Glück sind wir nur noch ein paar Tage davon entfernt, tatsächlich Klarheit darüber zu haben, ob das iPhone 6s ein weiterer Meilenstein in Apples reicher Tradition als Marktführer sein wird.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple. Dieser Artikel von Andrew Tonner erschien am 3.9.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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