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5 Gründe, warum die Verkäufe von Teslas Model S noch nicht höher ausgefallen sind

Model S. Quelle: Tesla Motors.

Wenn derzeit über den Elektroautohersteller Tesla Motors (WKN:A1CX3T) gesprochen wird, dann nur über ein Thema: Das Model X. Und dafür gibt es gute Gründe. Die ersten Auslieferungen des SUV sollen Ende des nächsten Monats erfolgen. Doch damit nicht genug. Das Unternehmen wettet, das Model X könnte sogar das Verkaufsvolumen verdoppeln. Aber einige Investoren machen sich vielleicht Sorgen, die Verkäufe des Model S könnten dann zurückgehen. Wenn Teslas Model X wirklich so gut ist, wie CEO Elon Musk andeutet, würden nicht die meisten Tesla-Kunden lieber etwas mehr Platz haben wie im Model X?

Kannibalisierung? Ja. Hohe Nachfrage für das Modell S? Nein

Stellen wir uns einmal folgendes vor: Was, wenn sowohl das eine als auch das andere passieren würde?

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Aber wie könnten sich Teslas Verkäufe verdoppeln, wenn die Verkäufe des Modell S stark zurückgehen? Die Nachfrage für das Model S müsste weiterhin wachsen. Zum Glück für Teslas Investoren gibt es viele gute Gründe dafür. Hier sind schon einmal vier Gründe, warum die Nachfrage für das Model S noch nicht durch die Decke gegangen ist.

1. Die Nachfrage außerhalb der USA bildet sich noch

Die starke Nachfrage für das Model S scheint sich auf jeden Markt zu übertragen, in den Tesla einsteigt. Einige Märkte werden natürlich länger brauchen als andere, doch dies ist eine unweigerliche langfristige Wachstumsmöglichkeit für die Verkäufe des Model S.

Um dies zu verdeutlichen: Im zweiten Quartal stiegen die Bestellungen für das Model S in Europa um 50% verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Das geschah trotz zwei Preiserhöhungen in den sechs Monaten zuvor. In Asien hatten sich in Q2 die Bestellungen „im Vergleich zum vorherigen Quartal fast verdoppelt“. Hier wäre noch zu erwähnen, dass „im Vergleich zum vorherigen Quartal“ bedeutet, dass die Verdoppelung nacheinander und nicht jährlich gemeint ist.

2. Es gibt immer noch Verkaufspotenzial in den USA

Die USA sind zwar derzeit Teslas stärkster Markt, doch das bedeutet nicht, dass hier schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Selbst im letzten Quartal gab es Zeichen für heimische Stärke. Die Bestellungen in den USA gingen, eigenen Angaben zufolge, Jahr für Jahr um 30% in die Höhe.

Teslas Vertriebsnetz ist aber selbst in den USA kleiner als viele glauben werden. In Kalifornien hat man den Markt ohne Zweifel gut durchdrungen, doch in anderen Schlüsselmärkten hat der Elektroautobauer bislang die nötige Aggressivität vermissen lassen. Die Ostküste und der Mittlere Westen könnten zum Beispiel von Teslastores profitieren. Am besten sieht man die unerschlossenen Flecken auf der folgenden Karte mit Teslas derzeitigen Verkaufspunkten und Galerien.

Die roten Markierungen zeigen Teslastores und Galerien an. Bildquelle: Tesla Motors.

Die roten Markierungen zeigen Teslastores und Galerien an. Bildquelle: Tesla Motors.

3. Die Mittel um Nachfrage zu erzeugen

Da man bisher noch keinen Penny für Werbung ausgegeben und Preisnachlässe nur für das Model S in Form eines Empfehlungsprogrammes gegeben hat, bestehen für Tesla noch Möglichkeiten, um mehr Nachfrage zu erzeugen. Videowerbung bei Facebook und Youtube, sowie Fernsehwerbung wären vielleicht die wichtigsten Medien, die Tesla noch nicht genutzt hat.
Wenn man bedenkt, welche Überzeugungsarbeit nötig ist, um Käufer vom normalen zum Elektroauto zu bekehren, dann könnte bezahlte Werbung ein wunderbares Mittel sein. Und es hat sich bei anderen Autobauern bereits bewährt.

Sobald die Nachfrage nachlässt, könnte sich Tesla diese Mittel zunutze machen.

4. Updates für das Model S

Investoren sind nicht die einzigen, die sich darüber Gedanken machen, ob das Model X dem Model S die Kunden streitig machen könnte. Du kannst drauf wetten, dass sich das Management auch damit befasst. Daher ist es wahrscheinlich, dass man bei schwächelnder Nachfrage plant, entsprechende Updates für die Limousine zu bringen, damit diese auch neben dem Model X noch attraktiv bleibt.

Größere Updates für das Model S wären nichts Neues für Tesla. Seit der Markteinführung des Model S, erhöhte man die Leistung der Vorzeigeversion von 417 auf 763 PS und die maximale Reichweite von 265 auf 286 Meilen. Weitere Optionen sind Doppelantrieb, Allradoption, Kameras und Sensoren für eine branchenführende Autopilotfunktion mit der Möglichkeit zum freihändigen und freifüßigen Fahren bei Autobahngeschwindigkeiten. (Wir nehmen an Tesla macht sein Versprechen wahr und beschert uns dieses Feature über ein drahtloses Update.)

Das neue Flaggschiff P90D bringt Tesla in eine Kategorie mit anderen Supersportwagenherstellern. Sie bieten aber auch ein Einstiegsmodell des Model S zum etwa halben Preis an. Bildquelle: Tesla Motors.

Langfristig könnte man das Model S komplett neu designen. Als er während eines aktuellen Tesla-Konferenzgesprächs danach gefragt wurde, weigerte sich Musk, darauf zu antworten.

5. Wettbewerber

Falls Teslas bisheriger Erfolg mit dem Model S ohne Werbung ein Anzeichen für das anhaltende Mundpropagandapotenzial ist, dann könnte es möglich sein, dass die Konkurrenz Tesla sogar einen Gefallen tun könnte. Aber wie? Exzellente Konkurrenten könnten zu mehr Nachfrage von tesla-artigen Elektroautos führen als man im Wettbewerb an Kunden verlieren würde.

Natürlich wird es auch mal holprig, es wird Verzögerungen geben und selbst ein paar Worst-Case-Szenarien könnten auftauchen, zum Beispiel PR-Fehltritte oder schwächere Nachfrage als erwartet. Aber mit fünf soliden Gründen, warum das Model S noch nicht die Spitzenverkaufszahlen erreicht hat, klingen Teslas Vorhersagen von weiterhin 50% Wachstum pro Jahr in 2015 (selbst mit der Markteinführung des Model X) sicher nicht unmöglich.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 02.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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